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Politiker fordern mehr Schnelltests

Vorbild ist der Landkreis Bautzen. Mittelsachsen hatte am Dienstag die höchste Corona-Inzidenz in Sachsen.

Im Landkreis Bautzen bietet das Gesundheitsamt ab Donnerstag Schnelltests an. Bis zu 75 Personen können sich dort kostenlos testen lassen.
Im Landkreis Bautzen bietet das Gesundheitsamt ab Donnerstag Schnelltests an. Bis zu 75 Personen können sich dort kostenlos testen lassen. © Hauke-Christian Dittrich/dpa (Symbolbild)

Mittelsachsen. Der Kreisverband der FDP hat am Dienstag den Landkreis dazu aufgefordert, kostenlose Schnelltests für die Mittelsachsen anzubieten. Vorbild dabei sei der Landkreis Bautzen.

Ab 21. Januar bietet das Gesundheitsamt Bautzen jeden Donnerstag von 13 bis 16 Uhr kostenlose Schnelltests für Anwohner des Landkreises an. Bis zu 75 Abstriche seien pro Testtag möglich. Nicht erscheinen dürfen dabei jedoch Personen, die sich derzeit in Quarantäne befinden.

Stars im Strampler aus Döbeln
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„Neben den AHA-Regeln sind die beiden wesentlichen Schlüssel zur Bewältigung der Pandemie bekannt: Testen und Impfen. Und so lange nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht, muss zumindest das Mittel der Schnelltests intensiver genutzt werden“, sagte Bernd Wetzig, der Vorsitzende der FDP Mittelsachsen.

Wer es möchte, sollte schnell und unbürokratisch einen Termin für einen kostenlosen Schnelltest, möglichst wohnortnah, bekommen können. Damit schaffe man ein Stück Sicherheit für sich selbst.

Behörde meldet über 100 neue Fälle in Mittelsachsen

Am Dienstag meldete das Gesundheitsamt einen erneuten Anstieg der Fallzahlen um 102 neue Nachweise. In der Region Döbeln gab es 27 weitere positive Testergebnisse (2.506), im Bereich Freiberg 38 (5.675), in der Region Mittweida 37 (5.089).

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Noch einmal deutlich gestiegen ist die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Covid-19-Infektion in den mittelsächsischen Kliniken versorgt werden. So wurden am Dienstag 154 Betroffene stationär behandelt, am Montag waren es noch 23 Personen weniger. Um zwei gestiegen ist die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen (21).

Mittelsachsen hat höchste Inzidenz in Sachsen

Mit einem Inzidenzwert von 411,4 in Bezug auf die Zahl an neuen Corona-Fällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen führt Mittelsachsen derzeit die Rangliste in Sachsen an. In keinem anderen sächsischen Landkreis sowie keiner anderen kreisfreien Stadt ist die Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Institutes derzeit so hoch.

Auf Platz zwei folgt der Landkreis Meißen mit einem Wert von 329,3, auf dem dritten Platz der Landkreis Bautzen mit 302,9. Die niedrigste Inzidenz sachsenweit liegt am Dienstag mit 122,6 für die Stadt Chemnitz vor.

Bundesweit belegt Mittelsachsen mit der Zahl an neuen Nachweisen den vierten Platz. In ganz Deutschland ist derzeit der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen die Region, mit den meisten neuen Nachweisen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Die Inzidenz des Kreises liegt bei 439,9.

Die Zahlen für die Region Döbeln

(Rangfolge Döbeln (Mittelsachsen) / Gemeinde / Neuzugänge in den vergangenen sieben Tagen / Einwohnerzahl / Inzidenz)

1. (2.) Hartha, Stadt (82 / 6.949 / 1.180,0)

2. (3.) Leisnig, Stadt (73 / 8.243 / 885,6)

3. (4.) Geringswalde, Stadt (32 / 4.183 / 765,0)

4. (6.) Striegistal (32 / 4.601 / 695,5)

5. (7.) Waldheim, Stadt (56 / 8.951 / 625,6)

6. (8.) Kriebstein (13 / 2.083 / 624,1)

7. (14.) Großweitzschen (15 / 2.741 / 547,2)

8. (15.) Ostrau (19 / 3.547 / 535,7)

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9. (17.) Döbeln, Stadt (117 / 23.583 / 496,1)

10. (32.) Zschaitz-Ottewig (5 / 1.298 / 385,2)

11. (43.) Roßwein, Stadt (21 / 7.502 / 279,9)

Quelle: Sozialministerium Sachsen, Stand: 18. Januar

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