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Die Impfkampagne braucht neue Ideen

Möglichst viele Menschen müssen für die Impfung gegen Corona überzeugt werden, kommentiert Karin Schlottmann die geringe Impfquote in Sachsen.

© Christian Juppe/SZ

Endlich ist genug Impfstoff vorhanden. Jeder Sachse kann kurzfristig einen Impftermin bekommen. Eine hohe Durchimpfungsquote wäre zum Greifen nahe. Und ausgerechnet jetzt lässt das Interesse nach. Nach wie vor verteilen Impfzentren und Ärzte täglich zwischen 17.000 und 50.000 Erst- und Zweitimpfungen. Da aber inzwischen höhere Liefermengen von Biontech und Moderna ankommen, könnten täglich noch viel mehr Menschen versorgt werden.

Nicht einmal die Hälfte der Sachsen hat die erste Impfung bekommen. Wir wären längst weiter vorangekommen, wenn im Winter größere Impfstoffmengen zur Verfügung gestanden hätten. Nun macht die Pandemie eine Sommerpause. Das lässt viele hoffen, sie könnten mit dem Impfen bis zum Herbst warten oder gar völlig darauf verzichten. Wenn selbst geimpfte Urlauber nach der Rückkehr unter Quarantäne gestellt werden, scheint ein Vorteil nicht erkennbar.

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Die Verantwortung für die anfangs mangelhafte Versorgung tragen die EU-Kommission und die Bundesregierung. Wenn die Impfkampagne doch noch ein Erfolg werden soll, müssen rasch viele gute Ideen her, um möglichst viele Menschen zu überzeugen, die skeptisch sind oder unwissend oder einfach nur zu träge.

Warum also nicht wie in anderen Ländern Impfkabinen in Supermärkten, Kneipenvierteln, in Fußballstadien oder vor großen Wohnblocks aufbauen? Viel Zeit bleibt nicht mehr, um sich auf höhere Infektionszahlen im Herbst vorzubereiten.

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