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Döbeln

Corona: Impfstart in Mittelsachsens Kliniken

In den Krankenhäusern Freiberg und Mittweida wurden heute die ersten Mitarbeiter geimpft. Weitere sollen bald folgen.

Anica Schunke, Ärztin in Weiterbildung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, impft den Ärztlichen Direktor des Kreiskrankenhauses Freiberg,  Dr. Christoph Uhrlau.
Anica Schunke, Ärztin in Weiterbildung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, impft den Ärztlichen Direktor des Kreiskrankenhauses Freiberg, Dr. Christoph Uhrlau. © Dr. U. Träger/ KKH Freiberg

Mittweida/Freiberg. Am Mittwoch sind im Kreiskrankenhaus Freiberg sowie im Krankenhaus Mittweida die ersten Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft wurden. Das teilen die beiden Kliniken am Nachmittag mit.

In der Kreisstadt wurden nach Angaben Kliniksprechrin Ulrike Träger pünktlich zur Mittagszeit die ersten vier Impfungen verteilt: Als erster wurde der Ärztliche Direktor Dr. Christoph Uhrlau und als zweiter Dr. Hagen Schrötter, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II (Kardiologie) geimpft. Außerdem sei die pflegerische Stationsleitung der Notaufnahme, Denise Preuß, geimpft wurden.

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"Alle drei haben die Initialdosis bisher komplikationslos vertragen und bereits ihren Termin für die zweite Impfung, die im Abstand von 21 bis maximal 28 Tagen erfolgen soll, erhalten", so Träger. Wie sie weiter mitteilt, sollen als nächstes vor allem Personal aus den Isolierbereichen und der Notaufnahme geimpft werden.

Chefarzt: Corona-Impfung von "essentieller Bedeutung"

30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden Kliniksprecherin Ines Schreiber zufolge allein am Mittwochnachmittag auch in Mittweida geimpft. Am Freitag sei der zweite Impftermin innerhalb der Einrichtung.

Chefarzt Prof. Dr. Stephan Schickel ist einer der ersten, der sich zum Impfstart am Klinikum Mittweida im benachbarten Medizinischen Versorgungszentrum eingefunden hat. "Vor allem Mitarbeiter mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko durch direkten Patientenkontakt sind zum Impfstart in die Praxis gekommen", sagt Ines Schreiber.

"Dazu zählen beispielsweise Pflegekräfte, Ärzte, Reinigungspersonal und Therapeuten aus den Bereichen Pandemiestation, Verdachtsstation, ITS und Notfallambulanz." Die Impfung sei jedoch freiwillig.

Uta Fleischer von der allgemeinmedizinischen Praxis im MVZ impft Prof. Dr. Stephan Schickel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Klinikum Mittweida.
Uta Fleischer von der allgemeinmedizinischen Praxis im MVZ impft Prof. Dr. Stephan Schickel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Klinikum Mittweida. © Krankenhaus Mittweida

Für den Chefarzt sei es von essentieller Bedeutung, dass sich so viele Mitarbeiter wie nur möglich für die Schutzimpfung entscheiden, "denn sonst wird es für das gesamte Klinikum ein schwerer und langer Weg, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen", sagt er.

Auch die wirtschaftlichen Folgen für die Klinik habe der Chefarzt dabei im Blick. "Wochen- oder gar monatelanges Herunterfahren oder Aussetzen des OP-Programms kann kein Dauerzustand sein." Gleichzeitig verstehe er die Skepsis derjenigen, die sich vor der Impfung scheuen.

Für ihn biete die Impfung auch für die Gesellschaft eine große Chance, Covid-19 einzudämmen und damit auch für noch nicht geimpfte Menschen das Infektionsrisiko Schritt für Schritt zu senken, Leiden zu lindern und auch die Anzahl der Sterbenden zu reduzieren.

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