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Störerin als aggressive Impfgegnerin bekannt

Nach der Randale bei der Impfaktion in der Zittauer Berufsschule ermittelt die Polizei wegen gegenseitiger Anzeigen gegen zwei Störer und einen ASB-Mitarbeiter.

Weil der Mann in der Bildmitte bei der Impfaktion randalierte, rief der ASB die Polizei.
Weil der Mann in der Bildmitte bei der Impfaktion randalierte, rief der ASB die Polizei. © Markus van Appeldorn

Im Nachgang der Impfgegner-Randale bei der Impfaktion im Beruflichen Schulzentrum Zittau am Dienstag ermittelt nun die Polizei wegen zahlreicher Strafanzeigen gegen zwei Störer und solcher gegen Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), der die Impfaktion durchführte.

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Bei der für Schüler verschiedener Schulen im Raum Zittau gedachten Impfaktion war es am Dienstagmorgen zu zwei Störungen durch Zittauer Impfgegner gekommen. Diese Gruppe hat verabredet, an der Schule aufzutauchen und Schüler über die von ihnen behauptete Gefährlichkeit der Impfung zu informieren. Doch eine Frau und ein Mann aus dieser Gruppe beließen es nicht bei "Informationen". Gegen 9.30 Uhr betrat zunächst eine nach Polizeiangaben 66-jährige Deutsche die Aula der Schule, in der die Impfungen stattfanden. Weil sie laut Darstellung eines ASB-Mitarbeiters zu dem Tisch vordringen wollte, auf dem Impfutensilien lagen, habe man einschreiten müssen. Demnach habe der ASB-Mann sie abgedrängt. Dabei sei sie entweder gestolpert oder habe sich selbst theatralisch zu Boden geworfen und angefangen zu schreien. Die Frau selbst erklärte ihren Freunden draußen indes, sie sei gewaltsam zu Boden gerungen worden.

Diese Frau ist nach SZ-Kenntnis auch schon früher als aggressive Impfgegnerin in Erscheinung getreten. In einer Einrichtung für betreutes Wohnen, in der ihre Mutter lebt, ging sie bei einer Impfaktion impfwillige Senioren an, verbreitete die Behauptung, der Impfstoff enthalte Quecksilber und die Impfung sei tödlich. Auch weigerte sie sich dort entgegen der Hausordnung, eine Maske zu tragen und beschimpfte Bewohner, die eine Maske trugen.

Wechselseitige Strafanzeigen

Gegen kurz nach zehn Uhr dann betrat ein laut Polizeiangaben 45-jähriger Deutscher - nach SZ-Kenntnis ein bekannter Kritiker von Corona-Maßnahmen und Impfgegner - die Aula. Er schrie herum, ging einen ASB-Mitarbeiter und den Impfarzt an. Er filmte während dieses mehrminütigen Geschehens mit seiner Handykamera. Als der ASB-Mitarbeiter ihm Hausverbot erteilte, weigerte er sich, die Aula zu verlassen. Der ASB alarmierte deswegen die Polizei.

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Wie die Polizeidirektion Görlitz nun auf SZ-Anfrage mitteilt, ermittelt sie gegen den 45-Jährigen wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs und der Verleumdung und gegen die 66-Jährige wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs. Die beiden Störer ihrerseits stellten Strafantrag wegen Körperverletzung. Diese Ermittlungen richten sich laut Polizei gegen einen 50-Jährigen (jener ASB-Mitarbeiter, d. Red.) und gegen unbekannt.

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