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Deutschland & Welt

Impfung: Schwere Nebenwirkungen selten

Neue Erhebungen des Paul-Ehrlich-Instituts belegen, dass schwerwiegende Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen äußerst selten vorkommen. Die Details.

Die Wahrscheinlich für eine schwerwiegende Impfreaktion ist gering - auch bei AstraZeneca.
Die Wahrscheinlich für eine schwerwiegende Impfreaktion ist gering - auch bei AstraZeneca. © Nicolas Armer/dpa (Symbolbild)

Langen. Schwerwiegende Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen sind auch nach neuen Erkenntnissen weiterhin als absolute Ausnahme einzuschätzen. Nach fast neun Millionen Impfungen in Deutschland nannte das für die Sicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut am Mittwoch eine Quote von 0,3 pro 1.000 Impfdosen.

Impfungen seien "eine effektive Maßnahme, die Corona-Pandemie einzudämmen und sich selbst vor Covid-19 zu schützen", heißt es in dem jüngsten Sicherheitsbericht des Instituts mit Sitz in Langen bei Frankfurt am Main.

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Nach dem vorübergehenden Stopp der Impfungen mit Astrazeneca wurden vor allem die Meldungen über Sinusvenenthrombosen erwartet. Laut PEI wurden bis 19. März 14 solche Verdachtsfälle gemeldet. Zwei Patientinnen verstarben. Zwei Verdachtsfälle wurden nach Impfung mit Biontech/Pfizer (Comirnaty) gemeldet. "Weitere Untersuchungen werden derzeit durchgeführt, um den möglichen Zusammenhang mit der Impfung aufzuklären", berichtete das PEI.

351 Mal Verdacht auf Todesfall bei fast 9.000.000 Impfungen

Insgesamt wurde dem Paul-Ehrlich-Institut seit Beginn der Impfkampagne 351 Mal ein Verdacht auf einen Todesfall gemeldet. Die Verstorbenen waren zwischen wenigen Stunden und 40 Tagen zuvor geimpft worden. 286 Fälle betrafen eine Impfung mit Comirnaty, je vier Moderna und Astrazeneca, bei den weiteren war der Impfstoff nicht bekannt. Bei den meisten Betroffenen bestanden laut PEI "zum Teil multiple Vorerkrankungen".

2.287 Mal wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen gemeldet. Als schwerwiegend gelten laut PEI Nebenwirkungen, "bei denen die Personen im Krankenhaus behandelt werden oder Reaktionen, die als medizinisch bedeutsam eingeordnet wurden". 1.728 davon betrafen Comirnaty, 113 Moderna und 352 Astrazeneca. Prozentual - also im Verhältnis zu den verimpften Dosen - wurden damit nach Impfungen mit Astrazeneca weniger schwere Verdachtsfälle gemeldet als bei den beiden anderen Präparaten.

Die Beschwerden unterscheiden sich bei den drei Herstellern: Während nach Comirnaty Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Ermüdung am häufigsten berichtet wurden, wurden nach Impfung mit Astrazeneca vor allem grippeähnliche Erkrankungen, Schüttelfrost und Fieber gemeldet. Ein Hautauschlag als unerwünschte Reaktion fiel bei Moderna auf.

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Bis 12. März wurden laut Robert-Koch-Institut 8,8 Millionen Impfungen durchgeführt: rund 7 Millionen mit Comirnaty, knapp 300.000 mit Moderna und 1,5 Millionen mit AstraZeneca. 19.194 Mal wurden Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen gemeldet: 10.500 Mal für Comirnaty, 736 Mal bei Moderna und 7.663 Mal mit AstraZeneca. "Die Melderate betrug für die drei Impfstoffe zusammen 2,2 pro 1.000 Impfdosen", rechnete das PEI aus, "für Meldungen über schwerwiegende Reaktionen 0,3 pro 1000 Impfdosen". (dpa)

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