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Corona: Bald neue Regeln für Geimpfte

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich festgelegt. Für Geimpfte könnte es bald Änderungen bei Quarantäne und Corona-Testpflicht geben.

Wer gegen Corona vollständig geimpft ist, könnte bald in vielen Bereichen von der Testpflicht befreit sein.
Wer gegen Corona vollständig geimpft ist, könnte bald in vielen Bereichen von der Testpflicht befreit sein. © Christin Klose/dpa

Dresden. Für vollständig geimpfte Personen soll es nach einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) bald Erleichterungen geben. Das teilte das Gremium, dem die Gesundheitsministerien von Bund und Ländern angehören, am Montag mit. Geplant sei demnach ein bundeseinheitliches Vorgehen.

Der Beschluss umfasst vier Punkte, die bei entsprechender Umsetzung in den Corona-Verordnungen teils erhebliche Veränderungen bei den Regeln für vollständig Geimpfte bringen würden.

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Wichtigste Voraussetzung ist, gemäß der GMK-Vorgabe über einen vollständigen Impfschutz zu verfügen. Den hat man 14 Tage nach erfolgter Zweitimpfung (Anm. d. Red.: Momentan werden nur Impfstoffe mit zwei nötigen Dosen angewendet) oder für die Dauer von sechs Monaten nach einer überstandenen und mittels PCR-Test nachgewiesenen Infektion. Liegt die Ansteckung länger als ein halbes Jahr zurück, muss mindestens eine Erstimpfung erfolgt sein, um als ausreichend immun eingestuft zu sein.

Das sind wichtigsten Eckpunkte des Beschlusses

Entfallen der Quarantäne: Für enge Kontaktpersonen eines positiv Getesteten soll bei Vorliegen des vollständigem Impfschutzes die Quarantänepflicht entfallen. Dies gilt auch für Menschen, die in Pflege- und Altenheimen leben. Ausnahmen könnte es in sensiblen medizinischen Bereichen für Patienten geben. Hier legt sich die GMK nicht auf Details fest.

Entfallen der Testpflicht: Ein vollständiger Impfschutz soll gleichgesetzt werden mit einem negativen tagesaktuellen Antigen-Test im PoC-Verfahren oder einem Antigen-Schnelltest. Damit könnte für Geimpfte das Wahrnehmen von Angeboten und Dienstleistungen erheblich erleichtert werden.

Ausnahme bei Testpflicht: Zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen soll für Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern trotz vollständigen Impfschutzes gegebenenfalls auf Anordnung weiterhin eine Testpflicht gelten.

Regelung soll in nächste sächsische Corona-Verordnung

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Der Beschluss der GMK, nachzulesen auf der Seite des Gremiums, ist keine rechtsverbindliche Vorschrift. Im nächsten Schritt muss die entsprechende Bundesverordnung angepasst werden, anschließend folgen die Länder. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nannte bei einer Pressekonferenz am Dienstag kein genaues Datum, stellte jedoch in Aussicht, dass die Änderungen für Geimpfte Bestandteil der nächsten Corona-Schutzverordnung des Freistaats werde. Die aktuelle Fassung der Verordnung gilt bis 9. Mai.

Gleich zu welchem exakten Datum eine entsprechende Regel in Kraft tritt, die Richtung dürfte nun klar sein: Wer vollständig geimpft ist, bekommt schneller ein Stück mehr Normalität zurück.

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