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Erster Corona-Fall im Flüchtlingsheim

In der Löbauer Unterkunft sind kreisweit die meisten Asylsuchenden untergebracht - und nun gibt es einen Infizierten.

Symbolbild
Symbolbild © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Es ist der erste und bisher einzige Corona-Fall in einer Asylunterkunft im Landkreis Görlitz. Im Löbauer Flüchtlingsheim an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße hatte sich ein Bewohner infiziert, wie Amts-Sprecherin Franziska Glaubitz mitteilt. Weitere sind dem bisher nicht bekannt.

Nach SZ-Informationen mussten Angehörige des Mannes innerhalb der Unterkunft in Quarantäne. Tests dagegen erfolgten bei ihnen offenbar nicht. So oder so testet das Gesundheitsamt nicht mehr alle engen Kontaktpersonen, sondern nur dann, wenn sich Symptome entwickeln oder Angehörige in der kritischen Infrastruktur arbeiten. Mittlerweile soll der positiv getestete Asylbewerber genesen sein.

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Aktuell sind kreisweit in den zwei Gemeinschaftsunterkünften Löbau und Zittau sowie in den Einrichtungen Neusalza-Spremberg und Niesky insgesamt 547 Personen untergebracht – davon die meisten in Löbau. Das sind 236 Asylsuchende. Hauptherkunftsländer sind da aktuell Indien (45) sowie Irak und Afghanistan mit je 30 Personen. In Zittau leben in den beiden Einrichtungen derzeit 213 Asylsuchende, in Neusalza-Spremberg 51 und in Niesky 41.

"Alle Bewohner müssen die geltenden Vorschriften der Gemeinschaftsunterkunft einhalten", so Franziska Glaubitz. "Aufgrund der besonderen Situation wurden alle Bewohner unter anderem auf Einhaltung der Hygieneregeln, mehrfaches Lüften, Vermeiden von Ansammlungen und die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung hingewiesen." Räume und Geländer würden mehrfach täglich desinfiziert.

"Im Fall einer Corona-Infektion in einer Gemeinschaftsunterkunft wird von Seiten der Ausländerbehörde in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt über entsprechende Maßnahmen situationsabhängig entschieden", so die Kreissprecherin. In den Heimen gilt zudem seit 26. Oktober Besuchsverbot. Durch die steigende Anzahl an Corona-Infektionen im gesamten Landkreis Görlitz sollen damit die Kontakte - gerade innerhalb von geschlossenen Räumen - reduziert werden.

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