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Kreis Görlitz: So viele Corona-Fälle wie zuletzt Anfang April

Schulen, Feiern, privates Umfeld: Die Gründe für die Neuinfektionen sind vielfältig. Sie sind über den gesamten Kreis verteilt, aber Zittau ist ein Schwerpunkt.

Ist auch im Landkreis Görlitz wichtiger denn je.
Ist auch im Landkreis Görlitz wichtiger denn je. © Arne Dedert/dpa

Nach der Ruhe nun der Sturm: Meldete das Kreis-Gesundheitsamt am Montag keine einzige Corona-Neuinfektion, so sind es an diesem Dienstag mit 32 Neuinfektionen so viele wie seit dem Frühjahr nicht mehr. Insgesamt sind nun 113 Personen im Kreis aktuell infiziert, davon allein 35 in Zittau und 23 in Görlitz.

Bei den positiv Getesteten handelt es sich um 27 Erwachsene und vier Kinder aus Görlitz, Großschönau, Kreba-Neudorf, Löbau, Mücka, Olbersdorf, Rosenbach, Seifhennersdorf und Zittau. 

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In Kreba-Neudorf handelt es sich dabei um eine Person aus der Grundschule des Ortes. Die Schüler wurden nach Hause geschickt oder so lange betreut, bis die Eltern sie abholen konnten. Die engsten Kontaktpersonen werden nun getestet und müssen in Quarantäne. Die Schule selbst öffnet aber am Mittwoch wieder.

Zittau hat besonders viele Corona-Fälle

Hotspot im Landkreis Görlitz ist die Stadt Zittau. Dort sind allein in den vergangenen 24 Stunden 15 Personen hinzugekommen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Wie eine Sprecherin des Landkreises gegenüber SZ erklärte, seien es teilweise neue Fälle, Kontaktpersonen zu bereits bekannten und zu einem Teil auch die Teilnehmer einer privaten Feier im Zittauer Klub "Vinyl". Dort hatte am 2. Oktober eine geschlossene Gesellschaft gefeiert. Mitte vergangener Woche wurde bekannt, dass ein Gast der Feier sich mit dem Virus infiziert habe. Am Montag mussten die Teilnehmer der Feier zum Testen nach Löbau. Auch das Christian-Weise-Gymnasium in Zittau ist von Corona betroffen, seit das Virus bei Schülern in einer siebten, einer zehnten und einer zwölften Klasse aufgetreten ist.

Mehr Menschen wegen Corona in Klinik

Auch die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Corona-Patienten stieg. Waren es am Montag noch vier, so sind es nun sechs, einer davon auf einer Intensivstation.

Positiv hingegen: Für 65 Personen konnte die Quarantäne beendet werden. Noch müssen 194 Menschen zu Hause und in Quarantäne auf die Ergebnisse ihres Corona-Tests warten. 

Die 7-Tage-Inzidienz liegt im Kreis bei 32,6 Fällen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Wird das Virus auch in den nächsten Tagen bei vergleichsweise so vielen Personen wie am Dienstag nachgewiesen, läge die Inzidienz Ende der Woche über 50 und damit über der kritischen Marke, ab der mit Einschränkungen zu rechnen ist. 

Ob dann auch Urlauber aus dem Kreis Görlitz einem bundesweit geltenden Beherbergungsverbot unterliegen, entscheidet sich am Mittwoch beim Treffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten. Das Robert-Koch-Institut in Berlin gab am Dienstag die Inzidienz für den Landkreis Görlitz aber noch mit 20,2 deutlich geringer an. 

Einer Sprecherin des Landkreises zufolge, sei aber die Inzidienz-Zahl des Kreises entscheidend, wenn es beispielsweise nach Überspringen einer kritischen Marke um Einschränkungen geht. Deswegen sind Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern derzeit im Kreis Görlitz untersagt, sie können erst wieder stattfinden, wenn sieben Tage lang die Inzidienz unter der Marke von 51 Fällen lag.

Hinweis:

Das Bürgertelefon ist täglich von 8 bis 16 Uhr unter 03581 663-5656 oder per E-Mail an [email protected] zu erreichen.

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