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Corona: Inzidenz im Kreis Görlitz steigt auf 54

Die Pandemie nimmt an der Neiße wieder an Tempo zu. Die Infektionszahlen liegen deutlich höher als zur selben Zeit des Vorjahres.

Bei den Coronatests werden wieder mehr Infektionen im Landkreis Görlitz festgestellt.
Bei den Coronatests werden wieder mehr Infektionen im Landkreis Görlitz festgestellt. © Symbolfoto: dpa

Die Corona-Pandemie beschleunigt sich im Landkreis Görlitz, ohne dass sich das vorerst in einer hohen Hospitalisierungsquote in den Krankenhäusern niederschlägt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin lag der Inzidenzwert bei 54,7. Der Landkreis Görlitz gab ihn am Donnerstagmittag sogar mit 64,7 an, nachdem 31 Neuinfektionen gemeldet wurden. Das lässt vermuten, dass die Inzidenz auch am Freitagmorgen beim RKI weiter steigen wird.

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Auf jeden Fall liegt die Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises Görlitz am heutigen Donnerstag den zweiten Tag in Folge über dem Schwellenwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Sollte dieser Wert bis kommenden Sonntag überschritten werden, gelten ab Dienstag nächster Woche auch im Kreis Görlitz wieder verschärfende Regelungen. Dazu zählen unter anderem die 3G-Regel (insbesondere in Innenräumen), die Pflicht zur Kontakterfassung, die Testpflicht für Beschäftigte mit direktem Kundenkontakt sowie Regelungen bei Großveranstaltungen.

Inzidenz liegt deutlich höher als vor einem Jahr

Die Inzidenz liegt damit so hoch wie zuletzt am 1. Juni. Damals aber lagen 66 Covid-19-Patienten in den Kliniken, 13 von ihnen mussten intensiv gepflegt werden. Diesmal ist die Lage in den Krankenhäusern noch entspannt. Derzeit befinden sich 14 Personen in medizinischer Behandlung in einer Klinik des Landkreises Görlitz, zwei davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Allerdings liegt die Inzidenz derzeit deutlich über der im Vorjahresmonat. Erst am 13. Oktober 2020 erreichte die Inzidenz die Höhen, die sie jetzt bereits erreicht hat.

Jüngere stecken sich jetzt verstärkt an

Die Infizierten und Kranken sind jetzt aber wesentlich jünger als seinerzeit, ein Hinweis auf den Schutz durch die zugelassenen Impfstoffe, mit denen die über 80-Jährigen praktisch flächendeckend geimpft wurden.

So werden viele Fälle derzeit bei Tests in Schulen und Kitas entdeckt. Aktuell sind wieder 20 Schulen und drei Kindertageseinrichtungen oder Horte von Coronavirus-Infektionen betroffen. Sie befinden sich in Boxberg, Ebersbach-Neugersdorf, Görlitz, Großschönau, Herrnhut, Kodersdorf, Krauschwitz, Löbau, Markersdorf, Mücka, Neusalza-Spremberg, Oppach, Reichenbach, Rietschen, Rothenburg, Seifhennersdorf und Weißwasser. Allein in den Schulen sind 51 positive Fälle zu verzeichnen, in den Kitas sechs.

Zwei weitere nachgemeldete Todesfälle

Darüber hinaus gibt es zwei weitere Todesfälle vom 20. Mai und 13. Juni zu verzeichnen. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 65 und 78 Jahren aus Herrnhut und Horka. Damit sind bislang 1.163 Personen im Landkreis Görlitz in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass das Bürgertelefon im Gesundheitsamt montags, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr unter 03581 663-5656 oder per E-Mail an [email protected] zu erreichen ist.

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