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Corona: Inzidenz im Kreis Görlitz wieder über 100

Den zweiten Tag hintereinander sieht das Kreis-Gesundheitsamt den Schwellenwert überschritten. Das für neue Lockdowns entscheidende Robert-Koch-Institut hat andere Zahlen.

Bei Tests werden wieder mehr Neuinfektionen im Kreis Görlitz festgestellt.
Bei Tests werden wieder mehr Neuinfektionen im Kreis Görlitz festgestellt. © Juan Manuel Serrano Arce/EUROPA PRESS/dpa (Symbolf

Am Donnerstag überschritt der 7-Tage-Inzidenzwert vom Kreis-Gesundheitsamt zum ersten Mal seit Wochen wieder den Schwellenwert von 100. Und auch am Freitag lag er nach Berechnungen des Kreises mit 105 über dieser Marke.

Dass aber derzeit noch kein neuer Lockdown in Sicht ist, liegt an den Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Die sind nach der Corona-Verordnung des Freistaates entscheidend. Und am Freitagmorgen gab das RKI den Wert mit 93 an - also weiterhin unter der 100. Liegt der Inzidenzwert drei Tage über 100 beim RKI muss der Landkreis wichtige Lockerungen im Einzelhandel, im Sport und bei den körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik am zweiten Arbeitstag danach wieder zurücknehmen.

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Dass die Neuinfektionen wieder stärker steigen, hängt mit der britischen Coronavirus-Mutation zusammen. Zunächst war der Kreis davon nicht allzu sehr betroffen, doch das ändert sich gerade. Am Freitag vermeldete das Kreis-Gesundheitsamt weitere 24 Fälle dieser besonders ansteckenden Variante bei positiven Corona-Nachweisen der zurückliegenden Tage. Bei 88 Einwohnern des Kreises ist die britische Virusmutation nachgewiesen.

Labore und Praxen meldeten dem Gesundheitsamt bis Donnerstagabend 34 Neuinfektionen, darunter acht Kinder. Das waren zwei mehr als am Freitag der vergangenen Woche.

Erstmals seit Wochen sind wieder mehr als 1.000 Einwohner des Kreises zu Hause in Quarantäne. 343 dürfen ihre Wohnung nicht verlassen, weil bei ihnen das Virus nachgewiesen wurde. 774 Einwohner gehören zu Kontaktpersonen erster Kategorie, meist Eltern, Ehepartner oder enge Arbeitskollegen, die ebenfalls zu Hause bleiben müssen.

55 Menschen werden aktuell stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, acht davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung, von denen wiederum drei beatmet werden.

Vier Menschen im Alter von 65 und 93 Jahren sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Sie stammen aus Görlitz (zwei), Löbau und Rothenburg. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Todesfälle im Landkreis Görlitz auf 974.

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