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Hohe Inzidenz in Mittelsachsen

Der Wert, der Auskunft über die Neuinfektionen gibt, ist am zweithöchsten in Deutschland. Eine genaue Ursache gibt es nicht.

Die Zahl der positiven Nachweise des Virus ist im Landkreis am Montag auf 8.603 gestiegen. Es gab 167 neue Fälle.
Die Zahl der positiven Nachweise des Virus ist im Landkreis am Montag auf 8.603 gestiegen. Es gab 167 neue Fälle. © Sebastian Gollnow/dpa

Mittelsachsen. Der Inzidenzwert, der Auskunft über die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner gibt, war in Mittelsachsen laut Robert-Koch-Institut am Montag auf 645,8 gestiegen. Deutschlandweit lag der Landkreis damit auf Platz zwei. Nur im Landkreis Görlitz war der Wert mit 667,1 noch höher.

Eine konkrete Ursache, woher diese hohe Zahl komme, sei nicht bekannt, sagte Kreissprecher André Kaiser am Montag auf Nachfrage. „Man kann aber sagen, dass das Virus die breite Bevölkerung erreicht hat“, ergänzte Kaiser.

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Die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Zunächst allerdings nur für Menschen, die zur Gruppe der höchsten Priorität gehören.

Fast 170 neue Nachweise am Montag

Am Montag meldete der Landkreis erneut 167 neue Nachweise des Virus (8.603). In der Region Döbeln betrug die Steigerung 45 Fälle (1.325), in der Region Mittweida 59 (3.058), im Bereich Freiberg 63 (4.218). Der neue Inzidenzwert, der sich auf diese Werte bezieht, wird erst in der Nacht zum Dienstag um 0 Uhr vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

Nur wenig verändert hat sich die allgemeine Lage in den mittelsächsischen Kliniken. Die Zahl der Covid-19-Betroffenen, die dort behandelt werden, belief sich am Montag auf 189, drei weniger als am Sonntag. Um vier gesunken ist die Zahl derjenigen, die beatmet werden mussten.

27 Patienten in Leisniger Klinik

Stark erhöht hat sich die Zahl derjenigen, die an der Helios-Klinik in Leisnig behandelt werden. Laut dem Tagesbericht des Konzerns befanden sich am Montag 27 Corona-Patienten in der Klinik, am Sonntag waren es noch 20 gewesen, in der Vorwoche im Schnitt um die 16 Patienten. Vier der Betroffenen mussten dabei am Montag intensivmedizinisch betreut werden.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Mehr als 60 Personen sind momentan im Gesundheitsamt damit beschäftigt, die Kontakte der nachweislich Infizierten nachzuverfolgen. „Derzeit laufen die Vorbereitungen, weiteres Personal vom Freistaat beziehungsweise weiteren Institutionen entsprechend einzusetzen. Eine Anfrage läuft“, sagte André Kaiser auf Nachfrage. Zudem werde das Team des Bereichs durch Personal aus dem eigenen Haus unterstützt.

Auch über die Feiertage würden Mitarbeiter des Gesundheitsamts im Dienst sein, so Kaiser weiter. „Die Hotline ist bis Mittwoch und dann wieder am Montag besetzt“, äußerte sich der Kreissprecher.

Neue Regel erleichtert Arbeit im Amt

Personen, bei denen das Virus nachgewiesen worden ist oder die vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen eingestuft worden sind, müssen sich laut Allgemeinverfügung des Landkreises vom 30. November 2020 selbst in Quarantäne begeben, auch wenn kein schriftlicher Bescheid des Gesundheitsamtes vorliegt.

„Die neue Regelung schafft eine gewisse Rechtssicherheit und erleichtert die Arbeit des Gesundheitsamtes. Vor der Regel war die rechtliche Grundlage der Quarantänebescheid, aber dieser entfällt nun und die betroffenen Personen wissen, wie sie sich verhalten sollen“, sagte Kaiser zur Umsetzung der Regel. Inwiefern deren Einhaltung überprüft wird, dazu äußerte sich der Kreissprecher nicht.

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