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Inzidenz so niedrig wie zuletzt im November

Wieder meldet der Landkreis Görlitz 29 neue Todesfälle. Trotzdem gibt es einen Abwärtstrend.

Das Impfzentrum des DRK in der Messehalle Löbau.
Das Impfzentrum des DRK in der Messehalle Löbau. © Matthias Weber

170 Menschen haben sich im Landkreis Görlitz mit dem Coronavirus neu infiziert, wie der Landkreis am Mittwoch mitteilte. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 163 Erwachsene und sieben Kinder. Das sind wieder deutlich mehr als am Dienstag, als es 124 gab. Dennoch hat sich die am Dienstag von Landrat Bernd Lange geäußerte Hoffnung erfüllt: nämlich, dass die Neuinfektionen am Mittwoch unter 200 liegen mögen. In der Wochenmitte liegen die Zahlen nach den niedrigen Wochenendwerten stets höher. Doch vergleicht man mit dem Mittwoch vergangener Woche (392 Neuinfektionen) oder dem vorletzten (323) ist doch ein Abwärtstrend erkennbar, der für Entspannung der Situation sprechen könnte.

Offenbar greift der Lockdown doch und haben sich die meisten Menschen im Landkreis auch über Weihnachten und den Jahreswechsel an die Kontaktbeschränkungen gehalten - bilden doch die aktuellen Zahlen das Infektionsgeschehen von etwa zwei Wochen zuvor ab.

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Dazu passt, dass sich augenscheinlich auch die Lage in den Kliniken leicht entspannt. 17 Entlassungen konnte der Landkreis am Mittwoch vermelden, derzeit befinden sich noch 205 Corona-Patienten in stationärer Behandlung - 26 auf Intensivstationen. Derzeit sind 2.705 Personen infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 348,60 je 100.000 Einwohner.

Allerdings gibt es auch wieder 29 Tote im Alter zwischen 58 und 101 Jahren zu beklagen. Die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen im Landkreis Görlitz steigt somit auf 606. Allerdings sind das auch diesmal wieder nachgemeldete Todesfälle aus der Zeit vom 16. November bis 4. Januar, die daher nicht das aktuelle Infektionsgeschehen abbilden. Vermutlich werden die Todeszahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt der Pandemie sinken.

Zum Impfen anmelden

Indes teilt das DRK mit, dass seit Dienstag für Sachsen eine Rufnummer zum Thema Impfen geschaltet ist. Die Hotline beantwortet Fragen rund um das Thema Impfungen und Impfstoffe. Ab nächster Woche soll darüber auch eine Terminvergabe möglich sein. Nach dem Start der Online-Terminvergabe wurden bisher 9.000 Termine vergeben. Die Anzahl der freien Termine wird von dem zur Verfügung stehenden Impfstoff bestimmt.

Im Landkreis stehen nach Angaben des DRK im Impfzentrum Löbau und für das mobile Impfteam des ASB in dieser Woche täglich 183 Impfdosen zur Verfügung. Die Krankenhäuser, die ihr Personal selbst impfen, zählen hier nicht mit hinein.

Sachsenweit stehen pro Tag zusammen etwa 1.500 Impfdosen in den 13 Impfzentren zur Verfügung. Sachsen holt beim Impfen langsam auf. Bis Mittwochmorgen waren 29.400 Menschen in Sachsen geimpft, darunter 23.650 Mitarbeiter von Kliniken und Pflegeeinrichtungen sowie 5.770 Bewohner von Altenheimen. Die Quote lag bei 7,2 Impfungen pro 1.000 Einwohner. Damit rangiert Sachsen jetzt nicht mehr am Schluss aller Bundesländer, Thüringen und Baden-Württemberg weisen niedrigere Impfquoten aus. Bundesweit liegt der Wert bei 9,1 Impfungen pro 1.000 Einwohner, das bedeutet absolut 758.000 Impfungen in Deutschland. Das ist den täglichen Angaben des Robert-Koch-Instituts zu entnehmen.

In Sachsen werden keine Termine vereinbart, ohne dass wirklich klar ist, ob und welcher Impfstoff an dem Impftag zur Verfügung steht. Daher sind bereits für die nächste Woche die meisten Termine vergeben. Sobald mehr Impfstoff vorhanden ist oder gebuchte Termine storniert werden, werden neue Termine eingespeist und buchbar, teilt das DRK mit.

Ab 18. Januar wird dann die Terminvereinbarung für einen Impftermin über diese Rufnummer möglich sein:

0800-0899089

Die Buchungshotline soll insbesondere die Bürger unterstützen, die nicht über das Onlineportal einen Impftermin vereinbaren können. Dennoch rät das DRK weiterhin zu einer Terminvereinbarung über die Webseite:

sachsen.impfterminvergabe.de

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