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Corona: 3-G-Regeln ab Dienstag im Kreis Görlitz?

Am dritten Tag in Folge liegt die Inzidenz im Landkreis Görlitz über 35. Bleibt es über das Wochenende so, gelten ab Dienstag neue Regeln.

Außengastronomie wird mit den Herbst-Temperaturen schwieriger, innen gilt wahrscheinlich ab Dienstag 3-G.
Außengastronomie wird mit den Herbst-Temperaturen schwieriger, innen gilt wahrscheinlich ab Dienstag 3-G. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Das Robert-Koch-Institut gibt die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag für den Landkreis Görlitz mit 57,5 an. Der dritte Tag infolge, an dem die Inzidenz über dem Wert von 35 liegt.

Der Kreis Görlitz hat bereits darauf hingewiesen, dass vermutlich ab Dienstag wieder verschärfende Regelungen nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung gelten. Am Dienstag dieser Woche gab es eine Verschnaufpause für den Kreis, der Inzidenzwert war den RKI-Berechnungen nach noch mal unter die 35 gesunken. Damit war auch die Fünf-Tage-Zählung beendet, setzte allerdings schon am Mittwoch von vorne ein, als die Inzidenz wieder über die 35 stieg: Liegt sie fünf Tage in Folge über der 35, gilt dann ab dem übernächsten Tag unter anderem die 3-G-Regel in weiten Teilen des öffentlichen Lebens.

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Dass die Inzidenz über das Wochenende nochmals unter die 35 sinkt, ist aufgrund der aktuellen Infektionszahlen rechnerisch kaum möglich. Am Freitag registrierte das Kreis-Gesundheitsamt 49 Neuinfektionen, die Inzidenz gab das Landratsamt mit 74,6 an.

Darüber hinaus gibt es zwei weitere Todesfälle vom 6. Februar und 24. September zu verzeichnen. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 60 und 72 Jahren aus Kottmar und Lawalde. Damit sind bislang 1.165 Personen im Landkreis Görlitz in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Das bedeutet 3-G

3-G bedeutet, dass man einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegen muss, beispielsweise in der Innen-Gastronomie, bei Veranstaltungen und Festen im Innenbereich, bei den körpernahen Dienstleistungen wie beispielsweise dem Friseur, in Fitness-Studios und Hallenbädern, ebenso bei Touri-Busfahrten und im Linienverkehr. Außerdem gilt die Pflicht zur Kontakterfassung. Ausgenommen von der 3-G-Regelung sind unter anderem körpernahe Dienstleistungen oder Sportangebote, die medizinisch notwendig sind oder auch die Versorgung von obdachlosen Menschen.

Debatten gibt es im öffentlichen Nahverkehr. Wie das Bundes-Verkehrsministerium am Freitag mitteilte, sei überprüft worden, ob und wie 3-G in Zügen verpflichtend eingeführt werden könnte: "Dabei haben die beteiligten Ressorts übereinstimmend festgestellt, dass diese Auflage weder rechtlich möglich noch praktikabel ist." Für 3-G in Zügen fehle die Rechtsgrundlage, außerdem würde der Kontrollaufwand den Nutzen nicht rechtfertigen.

Konstant geblieben ist die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden müssen. Im Landkreis Görlitz sind derzeit 14 Corona-Patienten in einer Klinik, zwei von ihnen benötigen intensivmedizinische Betreuung.

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