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Corona: 19-Jährige stirbt im Kreis Görlitz nach Infektion

Sie ist eines der jüngsten Opfer in der Pandemie. Insgesamt ist die Lage im Kreis aber so stabil, dass der Handel ab Montag weiter lockert.

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Symbolfoto © Symbolfoto: dpa/Kay Nietfeld

Ganz so schnell flaut die Corona-Pandemie dann doch nicht ab.

Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Görlitz ist am Freitagmorgen auf 56 beim entscheidenden Robert-Koch-Institut gesprungen, am Vortag lag sie noch bei 46. Damit liegt sie nach drei Werktagen wieder über der 50er-Marke, unterhalb der weitere Lockerungen möglich sind. Das ist nun erst mal Geschichte im Landkreis Görlitz.

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Auch die Berechnungen des Kreis-Gesundheitsamtes bestätigen die Zahlen aus Berlin. Nach der Meldung von 15 Neuinfektionen gibt der Landkreis die 7-Tage-Inzidenz am Freitagmittag mit 57 an.

Damit werden die Schulen mit den höheren Klassen in Oberschulen und Gymnasien weiterhin im Wechselunterricht arbeiten, es gibt in der kommenden Woche keine weiteren Lockerungen für Schulen. Wenn der Inzidenzwert fünf Werktage in Folge unter 50 gelegen hätte, hätten die Schulen zum normalen Betrieb wieder übergehen können.

Grundschulen unterrichten seit Dienstag dieser Woche im eingeschränkten Regelbetrieb: die gesamte Klasse erhält gemeinsam Unterricht, die Klassen oder Gruppen dürfen sich aber nicht mischen, wie das beispielsweise manchmal im Sportunterricht der Fall ist.

Biergärten dürfen aber öffnen - weitere Lockerungen ab Montag

Doch das heißt nicht, dass es keine Lockerungen gibt. So traten an diesem Freitag Lockerungen für Gastronomie, Kultur, Sport und Beherbergung in Kraft. Die Voraussetzungen dafür waren bereits am Mittwoch erfüllt worden, als die 7-Tage-Inzidenz fünf Werktage hintereinander unter 100 lag.

Die Geschäfte im Landkreis können bereits seit Pfingstsonnabend im Click & Meet-Modus sowie mit tagesaktuellem Test der Kunden öffnen.

Erleichterungen ab Montag im Handel

Und ab Montag, wenn die neue sächsische Corona-Verordnung gilt, gibt es erneut einige Erleichterungen. So muss dann niemand mehr einen Termin zum Einkaufen vereinbaren. Ein negativer Corona-Test reicht dann, um ins Geschäft zu gehen.

Auch im Sport geht es ab Montag nochmals voran. Sport von Gruppen von bis zu 20 Minderjährigen im Außenbereich ist möglich. Kontaktfreier Sport auf Außensportanlagen in Gruppen mit bis zu 30 Personen unter Maßgabe der Kontakterfassung ist erlaubt genauso wie kontaktfreier Sport auf Innensportanlagen und Kontaktsport auf Außensportanlagen mit bis zu 30 Personen, wenn die Kontakte erfasst werden und ein negativer Test vorliegt. Die Öffnung von Freibädern, von Freizeit- und Vergnügungsparks ist mit Kontakterfassung und einem Hygienekonzept zulässig; Besucher müssen einen tagesaktuellen negativen Test vorweisen.

Schwimmhallen bleiben weiter dicht

Angebote der Kinder-, Jugend- und Familienerholung sind mit Ausnahme von Schulfahrten ebenfalls ab Montag möglich, wenn ein Hygienekonzept vorliegt, eine Kontakterfassung stattfindet und die Gäste einen negativen tagesaktuellen Test vorweisen.

Schwimmhallen aber dürfen entgegen den Erwartungen für den Normalbetrieb weiterhin nicht geöffnet werden, lediglich für den Schwimmunterricht oder die Ausbildung.

19-Jährige stirbt nach Coronavirus-Infektion

Trotz dieser positiven Entwicklung, leiden Einwohner im Landkreis weiterhin schwer unter einer Coronavirus-Infektion. So befinden sich 69 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern, 16 benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

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Zudem sind zwischen dem 4. und 16. Mai fünf weitere Personen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Es handelt sich um zwei Frauen im Alter von 19 und 51 Jahren sowie drei Männer im Alter von 66, 69 und 85 Jahren. Sie stammen aus Beiersdorf, Dürrhennersdorf, Großschweidnitz, Lawalde und Mittelherwigsdorf. Damit erhöht sich die Zahl der Verstorbenen im Landkreis Görlitz auf 1.121.

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