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Schließung der Kletterhalle abgewendet

Auf, zu, auf, zu - fast wäre die Halle für immer geschlossen geblieben. Doch die Betreiber in Heidenau kämpfen und sind optimistisch. Dafür gibt es zwei Gründe.

Zu: Die Kletterhalle Heidenau bereitet sich auf die Wiederöffnung vor und erweitert ihr Angebot, in der Hoffnung, dass es hilft, zu überleben.
Zu: Die Kletterhalle Heidenau bereitet sich auf die Wiederöffnung vor und erweitert ihr Angebot, in der Hoffnung, dass es hilft, zu überleben. © Norbert Millauer

Die Heidenauer Kletterhalle Yoyo macht ihrem Namen alle Ehre. Es geht seit 2015 immer auf und ab mit ihr. Nach drei Jahren kamen die wirtschaftlichen Probleme und ein Betreiberwechsel. Der gelang gut und auch 2020 legte die Halle einen super Start hin. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Besucherzahlen noch einmal. Der neue Veranstaltungsraum und der 2019 entstandene Boulderbereich erfreuten sich zunehmender Beliebtheit.

Der erste Lockdown im März vorigen Jahres fiel noch genau in die Hauptsaison. "Er hat uns hart getroffen", sagt Benjamin Franke. Aufgrund der Unsicherheit wurden weitere Investitionen, wie der der Bau der Beachvolleyballaußenanlage, verschoben. Nach dem Ende der Kletterhallen-Hauptsaison Mitte Mai durfte auch die Halle wieder öffnen. Mit Beschränkung der Personenzahl und einem Hygienekonzept, ohne Veranstaltungen. Man erholte sich und die Hallensaison im Oktober begann wieder mit sehr guten Besucherzahlen. Lange währte das nicht. Im November war mit dem zweiten Lockdown wieder Schluss.

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Weitermachen trotz finanzieller Risiken

Das Yoyo befindet sich nach wie vor in der Aufbauphase, sagt Franke. Es gibt keine finanziellen Rücklagen und keinerlei Informationen, wann und in welcher Form eine Öffnung wieder möglich sein wird. "Deshalb stand kurzfristig auch die dauerhafte Schließung der Halle zur Diskussion", sagt Franke. Dass man sich schließlich doch anders entschied, hat vor allem zwei Gründe.

Der erste ist die positive Entwicklung vor der Schließung, der zweite sind die vielen Nachfragen von Kunden während der aktuellen Krise. "So haben wir uns trotz der finanziellen Risiken entschieden, das Yoyo weiterzuführen", sagt Franke.

Schließung noch nicht ganz vom Tisch

Im Moment halten die Betreiber die Halle an der Ecke West-/Güterbahnhofstraße mit staatlichen Zuschüssen und Privatkrediten am Leben. Gerechnet wird mit einer Wiedereröffnung im Sommer. Deshalb wurde auch die Beachvolleyballanlage weiter geplant. Im Mai soll sie fertig sein. "Wir hoffen, dass sie von unseren Gästen gut angenommen wird und uns über die Nebensaison rettet." Sollte der derzeitige Lockdown jedoch bis in die Hauptsaison verlängert werden oder es im Herbst zu einer erneuten Schließung kommen, müssen erneut alle Optionen in Betracht gezogen werden - und damit auch die jetzt abgewendete Schließung.

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