Merken
Chemnitz

Klinikum Chemnitz muss schwere OPs verschieben

Wegen der vielen Corona-Patienten gibt es weder Zeit noch Platz für andere Erkrankte. Dabei müssten viele von ihnen dringend operiert werden.

 2 Min.
Das Klinikum Chemnitz stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Geplante Operationen und Behandlungen, auch bei problematischen Fällen, müssen verschoben werden.
Das Klinikum Chemnitz stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Geplante Operationen und Behandlungen, auch bei problematischen Fällen, müssen verschoben werden. © Archiv/Thomas Kretschel

Chemnitz. Wegen der hohen Zahlen von Corona-Patienten muss das Klinikum Chemnitz zurzeit planbare Behandlungen und Operationen absagen. Darunter seien auch problematischere Fälle, sagte der Ärztliche Direktor des Klinikums, Ralf Steinmeier, der Deutschen Presse-Agentur.

"Hier denke ich insbesondere an Tumor-Patienten, die eigentlich zeitnah operiert werden müssten, denen es aber noch so gut geht, dass sie aktuell keinen Notfall darstellen." Niemand wolle, dass Operationen verschoben würden, aber es gebe momentan keine freien Kapazitäten.

Anzeige Teppich Schmidt
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft

Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Die Verschiebung könne zu einer Verschlechterung des Zustands und der weiteren Prognose führen. "Daher raten wir aktuell reisefähigen Patienten, sich um eine Behandlung in weniger von Corona betroffenen Regionen zu kümmern, etwa in Norddeutschland."

In solchen Fällen versuche das Klinikum auch, die Patienten in andere Regionen zu vermitteln. Notfälle behandele das Krankenhaus selbstverständlich noch.

Klinikchef fordert schnellen Lockdown für alle

Den momentan leicht sinkenden Corona-Infektionszahlen traue er nicht, sagte Steinmeier. "Es gibt Berechnungen von der Uni Dresden, die eine desaströse Zunahme der Zahlen für die nächsten Wochen prognostizieren. Ich hoffe, das trifft nicht ein."

Er traue den Prognosen jedoch mehr als der momentanen Beruhigung. "Das mag eben nur ein statistischer Effekt über zwei Tage sein, das konnten wir schon zuvor beobachten."

Weiterführende Artikel

Dresdner Uniklinik-Chef: "Ich sehe keine Welle auf uns zurollen"

Dresdner Uniklinik-Chef: "Ich sehe keine Welle auf uns zurollen"

Michael Albrecht sieht die Omikron-Welle in Sachsen gut geblockt, mehr als 3.200 Neuinfektionen, weniger Menschen lassen sich impfen - unser Newsblog.

Daher wünsche er sich von der für Donnerstagmittag geplanten Ministerpräsidentenkonferenz einen schnellen Lockdown - selbst für Geimpfte in ganz Deutschland. "Wir müssen dringend die weitere Ausbreitung stoppen und die Bevölkerung in dem aktuell kollabierenden Gesundheitssystem besser schützen." (dpa)

Mehr zum Thema Chemnitz