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Städte geben Corona-Prämie für Klinik-Personal

Ebersbach-Neugersdorf und Zittau danken Ärzten und Pflegern. Zittau gibt weniger als der OB wollte, im Oberland erweitern die Stadträte die Summe.

Symbolfoto
Symbolfoto ©  Symbolfoto: dpa

Ein kleines Dankeschön für Ärzte und Pfleger für ihren Einsatz in der Corona-Pandemie spendieren jetzt die Städte Ebersbach-Neugersdorf und Zittau. Beide Stadträte haben in ihren Sitzungen am Donnerstagabend beschlossen, ihnen eine Prämie in Form von Gutscheinen auszuzahlen.

Ebersbach-Neugersdorf spendiert den 487 Mitarbeitern des Klinikums Oberlausitzer Bergland am Standort Ebersbach je einen Gutschein in Höhe von zehn Euro für die ortsansässigen Gaststätten. Das gleiche erhalten die 130 Kollegen an den beiden Standorten des Pflegestifts am Hofeweg und an der Bleichstraße. Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos) hatte den Vorschlag eingebracht, ursprünglich für das Krankenhaus. Die Stadträte stimmten zu - und erweiterten den Beschluss noch um die Pflegekräfte in den beiden Heimen in der Stadt.

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"Es ist ein Dankeschön und eine Anerkennung für den Dauereinsatz, der auch über die Belastungsgrenze hinaus geht", betonte Hauptamtsleiterin Rica Wittig. "Wir alle sind froh und dankbar, dass es diese Menschen gibt, die unermüdlich helfen." Für die Gaststätten-Gutscheine habe man sich entschieden, um auch die Lokal-Inhaber etwas zu unterstützen.

"Anerkennung der aufopferungsvollen Arbeit"

In Zittau fasste der Stadtrat zeitgleich einen Beschluss für das Krankenhaus am Standort Zittau. Demzufolge erhält der Händlerverein "Lebendige Stadt" eine Zuwendung, die er in Einkaufsgutscheine für die Klinikmitarbeiter umwandeln soll. Es gehe um die Anerkennung der aufopferungsvollen Arbeit, sagte Jens Hentschel-Thöricht, Fraktionschef der Linken. Und: "Das geht deutlich über das Klatschen und Singen wie im Frühjahr hinaus."

Die Idee zur Zahlung an die Krankenhausmitarbeiter hatte Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) nach einem Streit im Zittauer Stadtrat am 2. Dezember geboren. Die Fraktionen wollten einen Weg finden, wie sie den Innenstadthändlern in der für sie schweren Corona-Zeit helfen können. Es ging unter anderem um einen Zuschuss der Stadt, damit sie ihren Kunden die Parkgebühren erstatten können.

Weil sich der Rat nicht einigen konnte, kündigte Zenker an, vom Verfügungsfond des OB Gebrauch zu machen, für 15.000 Euro Gutscheine der Innenstadt-Händler kaufen und an die Krankenhaus-Mitarbeiter verschenken zu wollen. Allerdings musste er zurückrudern: Nach einer rechtlichen und finanziellen Prüfung wurde die Summe gesenkt und nun dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt. Nun hat der Stadtrat 6.850 Euro dafür bestätigt. Alle 685 Zittauer Klinikmitarbeiter werden bedacht.

Auch den Handel ankurbeln

In der aktuellen Belastungslage durch zahlreiche Corona-Erkrankungen seien verschiedene Berufsgruppen besonders betroffen, erklärt OB Zenker zur Begründung. Dazu gehörten insbesondere alle Angestellten im Gesundheitswesen und in der Pflege. "In der Pflegebranche sind im Frühjahr explizite Corona-Prämien gezahlt worden, die vom Bund und dem Freistaat finanziert wurden", heißt es weiter. Im Zittauer Krankenhaus sei dies nicht erfolgt, stattdessen zahle der Arbeitgeber Klinikum Oberlausitzer Bergland eine eigene Prämie in geringerer Höhe.

Vor diesem Hintergrund sei die Gutschein-Aktion eine Möglichkeit, sowohl den Zittauer Handel anzukurbeln, als auch den Klinik-Mitarbeitern eine Anerkennung auszusprechen.

Der Zittauer Stadtrat hat das ebenfalls einstimmig beschlossen.

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