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Corona: Krankenkasse empfiehlt Grippe-Impfung

Die Zahl der Infizierten mit Corona steigt wieder. Warum die Dresdner sich gegen Grippe impfen lassen sollen.

Die Zahl der Infizierten mit Corona steigt wieder. Warum die Dresdner sich gegen Grippe impfen lassen sollen.
Die Zahl der Infizierten mit Corona steigt wieder. Warum die Dresdner sich gegen Grippe impfen lassen sollen. © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)

Dresden. Die Corona-Infektionen in Dresden steigen wieder an. Das Dresdner Gesundheitsamt hat zwar am Sonntag keinen neuen Fall gemeldet. Gleichzeitig steigt die Zahl derjenigen, die als genesen eingeschätzt werden. Dieser Sonntag bleibt von neuen Infektionsfällen verschont. Am Samstag waren noch zwei Infektionen hinzugekommen. Am Freitag waren es vier. Damit haben sich seit dem 7. März insgesamt 773 Dresdner nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert. 709 von ihnen gelten inzwischen allerdings als genesen.  

Aufgrund der Corona-Pandemie empfiehlt die Krankenkasse Barmer Dresden vor allem Risikogruppen und Schwangeren, sich zeitnah gegen die Grippe impfen zu lassen. "In diesem Jahr ist die Grippeschutzimpfung besonders wichtig. Sie schützt zwar nicht vor einer Coronainfektion, kann aber dazu beitragen, dass die Grippewelle gemäßigter verläuft und sich mit der Corona-Pandemie nicht zu stark überschneidet", sagt Martin Morawietz, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Dresden. 

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Mit der Impfung könne man das Risiko für eine Doppelinfektion mit Grippe und Covid-19 verringern. Insbesondere ältere Menschen und chronisch Kranke mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten sich daher immunisieren lassen, so Morawietz. Aber auch für alle anderen, die etwa als medizinisches Personal und Pflegekräfte, Beschäftigte im Einzelhandel oder in öffentlichen Verkehrsmitteln häufig anderen Menschen begegneten, sei die Impfung sinnvoll. Dies gelte umso mehr, wenn man Kontakt mit Personen aus einer Risikogruppe habe. Die Kosten der Impfung übernehme die Krankenkasse.

Die Grippesaison beginne in der Regel Anfang Oktober und ende Mitte Mai. Nach der Impfung dauere es bis zu 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut sei. "Um rechtzeitig gegen die Grippe geschützt zu sein, kann man sich schon jetzt, spätestens aber im Oktober oder November impfen lassen", so Morawietz. Vor allem für Risikogruppen könnten Influenzaviren lebensbedrohlich sein. Im Winter 2017/2018 hätten sich bundesweit knapp 350.000 Menschen mit dem Grippevirus infiziert, etwa 25.000 seien daran gestorben.

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