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Landkreis Görlitz verabschiedet Bundeswehr erneut

Die Lage hat sich weiter entspannt, die Hilfe der Soldaten wird nicht mehr benötigt. Stattdessen wird es ab Montag weitreichende Lockerungen geben.

Erneut bedankte sich der Landkreis zusammen mit den Kliniken bei der Bundeswehr für die Hilfe in Corona-Zeiten.
Erneut bedankte sich der Landkreis zusammen mit den Kliniken bei der Bundeswehr für die Hilfe in Corona-Zeiten. © Landratsamt

Zwei neue Corona-Infektionen hat der Landkreis am Freitag vermeldet. Die 7-Tage-Inzidenz ist mit 8,7 (RKI) weiterhin einer der niedrigsten in ganz Sachsen. Und auch die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich immer weiter, 19 Menschen liegen wegen Corona noch in Kliniken des Landkreises, weiterhin benötigen acht von ihnen eine intensivmedizinische Betreuung.

Allerdings sind am 3. und 4. Juni erneut zwei Senioren im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Es handelt sich um zwei Frauen im Alter von 85 und 86 Jahren, die aus Beiersdorf und Seifhennersdorf stammten. Damit erhöht sich die Zahl der an oder mit Corona Verstorbenen im Landkreis Görlitz auf 1.149.

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Am Freitag hat das Landratsamt erneut die Bundeswehr verabschiedet. Sie hatten seit 17. Mai Amtshilfe in den Kliniken des Landkreises Görlitz geleistet. Der Kommandeur des Sanitätsregimentes 1 aus Weißenfels, Oberfeldarzt (OFA) Dr. Philipp Géronne entließ die Sanitätssoldatinnen und -soldaten im Beisein der 2. Beigeordneten und Sozialdezernentin, Martina Weber, sowie den Pflegedienstleitungen der drei Klinikstandorte – Klinikum Görlitz, Malteser Krankenhaus St. Carolus und dem Klinikum Oberlausitzer Bergland – aus ihrem Dienst für den Landkreis Görlitz. Insgesamt waren 25 Angehörige der Bundeswehr im Einsatz, drei davon bleiben noch bis zum 27. Juni im Krankenhaus in Zittau.

Martina Weber dankte auch im Namen von Landrat Bernd Lange für den erneuten Einsatz für die zivile Bevölkerung zur Aufrechterhaltung der medizinischen Infrastruktur im Landkreis Görlitz. Dieser war notwendig geworden, da zum Zeitpunkt des Amtshilfegesuchs im Durchschnitt noch 120 an Corona erkrankte Patienten stationär versorgt wurden.

Die bereits am Donnerstag angekündigten Lockerungen können wegen der dauerhaft unter 35 liegenden Inzidenz am Montag tatsächlich in Kraft treten. Der Freistaat Sachsen hat die Corona-Schutz-Verordnung überarbeitet. Sie tritt am Montag in Kraft und gilt zunächst bis zum 30. Juni. Die Lockerungen im Einzelnen:

  • Die Pflicht zur Kontakterfassung im Außenbereich der Gastronomie entfällt.
  • Öffentliche Festivitäten sowie Feiern auf öffentlichen Plätzen mit Hygienekonzept sind zulässig.
  • An Eheschließungen, Familienfeiern und Beerdigungen dürfen bis zu 50 Personen teilnehmen, wobei die Testpflicht entfällt.
  • Die Personenbegrenzung und Testverpflichtung bei der Sportausübung fällt weg.
  • Saunen, Dampfbäder- und -saunen können mit Hygienekonzept, Kontakterfassung und tagesaktueller Testung der Besucher öffnen.
  • Diskotheken, Clubs und Musikclubs dürfen mit Hygienekonzept, tagesaktueller Testung und Kontaktnachverfolgung öffnen.
  • Der Betrieb von Prostitutionsstätten, -veranstaltungen, -vermittlungen und -fahrzeugen ist mit (genehmigtem) Hygienekonzept, Kontakterfassung und Testauflage für die Kunden zulässig.

Die Testpflichten entfallen weitgehend, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Für folgende Ausnahmen bleibt die Testpflicht bestehen:

  • Sport- und Kulturveranstaltungen mit Publikum, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann,
  • Messen im Innenbereich,
  • Großveranstaltungen,
  • Dampfsaunen, Dampfbäder, Saunen und
  • Prostitutionsangebote.

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Hinweis: Von der Testpflicht ausgenommen sind vollständig geimpfte sowie genesene Personen, die ein mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis oder eine ärztliche Bescheinigung, die auf einem PCR-Test beruht, vorzeigen können.

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