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Corona-Lage im Kreis Görlitz entspannt sich

Nur eine Tote, weniger Neuinfektionen, niedrigere Inzidenz - die Pandemie verliert an der Neiße an Dramatik. Dennoch sind die Zahlen noch zu hoch.

Das Modell eines Coronavirus.
Das Modell eines Coronavirus. © Symbolbild: dpa/Peter Endig

Die Corona-Pandemie im Landkreis Görlitz schwächt sich weiter ab.

Dem Kreis-Gesundheitsamt in Görlitz wurden binnen 24 Stunden 65 Neuinfektionen gemeldet, darunter drei Kinder. Am Dienstag vor einer Woche waren es noch 91. Die 7-Tage-Inzidenz fiel auf 188 Fälle. Sie hat sich innerhalb von zwei Wochen halbiert. Derzeit sind noch 620 Einwohner des Landkreises infiziert mit dem neuartigen Coronavirus.

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Erste Gemeinden mit keiner Infektion

Mit dem Rückgang der Pandemie nehmen jetzt auch die Orte mit gar keinen oder wenigen Corona-Fällen in den vergangenen sieben Tagen zu. Nach Angaben des Freistaates Sachsen waren das am Montag die Gemeinden Schönbach, Rosenbach, Königshain, Hainewalde und Groß Düben.

Es handelt sich dabei um vergleichsweise kleine Gemeinden im Kreis, wo schon wenige Infektionen die Inzidenz enorm steigen lassen. Das musste Jonsdorf erfahren, das vergangene Woche eine der Null-Inzidenz-Gemeinden war. Dann aber infizierte sich ein Einwohner in dem Kurort und seitdem liegt die Inzidenz bei 65. Auch Weißkeißel (Inzidenz 77), Olbersdorf (21), Neißeaue (59) und Neusalza-Spremberg (30) haben nur einen nachgewiesenen Fall.

Da aber nur Personen auf das Coronavirus getestet werden, die Symptome einer Erkrankung haben, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Infektionen mit dem Corona-Virus unentdeckt bleiben, die zu keinen Symptomen wie Husten, Fieber, Kopfschmerzen oder Verlust von Geschmack und Geruch führten.

Nur ein weiterer Todesfall

Dem Kreis wurde nur ein weiterer Todesfall gemeldet. Es handelt sich dabei um eine 86-jährige Frau aus Neusalza-Spremberg. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion erhöht sich damit auf 735.

174 Menschen werden derzeit stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 22 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. 13 von ihnen müssen beatmet werden, teilt das bundesweite Intensivregister Divi mit. Nach dessen Angaben ist die Lage besonders in den Krankenhäusern Weißwasser, Zittau und Ebersbach (Oberland) angespannt.

Nächtliche Ausgangssperre bleibt

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Trotz der günstigen Lage tritt ab Donnerstag eine neue Corona-Verordnung in Sachsen in Kraft, die die Auflagen nochmals leicht verschärft. Neben neuen Festlegungen zu Masken und Homeoffice können Kreise nun die nächtliche Ausgangssperre erst aufheben, wenn die Inzidenz unter 100 gesunken ist. Bislang galt die Marke von 200 Fällen in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner als entscheidend. Dagegen sind jetzt wieder Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 1.000 Teilnehmern möglich.

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