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Corona: So beginnt Polen mit den Impfungen

Kurz nach Weihnachten ging es in Niederschlesien und im Lebuser Land los. Nun wird geimpft - mit politischen Skandalen als Nebenschauplatz.

Symbolbild
Symbolbild © Archiv/Radek Petrácek/CTK/dpa

In Niederschlesien haben sich laut Angaben des polnischen Gesundheitsministeriums bis 4. Januar insgesamt 89.528 Menschen mit dem Coroirus infiziert. Allein am Montag seien 115 neue Fälle hinzugekommen. Seit Beginn der Pandemie verstarben dort 1.995 Menschen an oder mit Corona. Im Lebuser Land sind es bislang 31.838 Infizierte. Am Montag kamen 96 Fälle hinzu. Dort wurden bislang 688 Corona-Tote seit Beginn der Pandemie gezählt, davon einer am 4. Januar.

Landesweit sind es laut Gesundheitsministerium bislang 1.322.947 Personen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, davon 4.432 neue Fälle am Montag. Es gab seit Pandemiebeginn 29.161 Todesopfer, davon zuletzt 42 am Montag.

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Medienberichten zufolge wird in Polen nicht immer die ursprünglich vorgesehene Reihenfolge der Impfungen eingehalten. In mehreren Woiwodschaften ließen sich Landräte auf Einladung von Krankenhausdirektoren impfen, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren, etwa in Opole und Wielkopolskie. Sie begründeten das unter anderem damit, dass sie den Menschen in ihrer Region im Sinne ihrer Vorbildfunktion mit gutem Beispiel vorangehen wollen. Dabei handelt es sich um führende Kommunalpolitiker, die der PIS-Partei angehören. Nachdem diese Vorfälle bekannt wurden, droht ihnen nun ein Partei-Ausschlussverfahren. In Niederschlesien und im Lebuser Land gab es solch gravierende Fälle bislang nicht.

In Jelena Gora hat sich Nikolai Lambrinow, Direktor des medizinischen Zentrums im Hirschberger Tal, bereits am 27. Dezember - also noch vor Ablauf der Jahresfrist - impfen lassen. An diesem Tag waren 75 Impfdosen eingetroffen, mit denen als erste Mitarbeiter des Gesundheitswesens geimpft wurden. Diese Impfdosen sind die ersten aus einer Lieferung von 10.000 Stück, die am 26. Dezember nach Polen kam. Lambrinow sagte, es gäbe keine Zweifel, man sollte sich impfen lassen. Erst kurz zuvor habe er die Nachricht erhalten, dass ein Arztkollege seines Jahrgangs an Corona verstorben sei. Von den 1.250 Beschäftigten hätten sich bislang 500 für die Impfung angemeldet. Laut Lambrinow bedeute das aber nicht, dass sich der Rest nicht impfen lassen wolle. Viele hätten die Krankheit Covid-19 bereits durchgemacht, sodass sie dadurch bereits immun gegen das Virus seien.

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Eine weitere Impfstoff-Lieferung sollte am Montag in Hirschberg eintreffen. Wann der Rest der Bevölkerung an der Reihe sei, hängt laut Lambrinow von mehreren Faktoren ab - unter anderem davon, wie viele Einrichtungen impfen werden und in welchem Rhythmus der Impfstoff angeliefert werde. Es sei schwierig, einen Termin für die zahlreichen Impfungen gegen Covid 19 zu bestimmen. Der Impfstoff muss in fünf Tagen nach Anlieferung verwendet worden sein, erklärte Lambrinow gegenüber dem Nachrichten-Portal NJ 24.

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