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Corona im Kreis auf April-Niveau

Die Zahl der Neuinfektionen ist gegenüber der Zeit des Lockdowns nicht gestiegen - und auch die Auswirkungen scheinen geringer.

© Robert Michael/dpa

Bundesweit steigt die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen aktuell wieder dramatisch an. Im Landkreis dagegen tendiert die Zahl auf dem gleichen Niveau wie zu Zeiten des Lockdowns Mitte April. Das ergab eine SZ-Anfrage beim Landratsamt.

Die sogenannte "7-Tage-Inzidenz" als epidemiologischer Richtwert dient dabei als Entscheidungsgrundlage für die Aufhebung oder Intensivierung von eindämmenden Maßnahmen. Dieser Wert bezeichnet die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Demnach lag die Inzidenz am 15. April 2020 im Landkreis mit 27 Neuinfektionen in der vorausgegangen Woche bei 10,67 - exakt der gleiche Wert wurde am 5. Oktober ausgegeben. Das liegt jeweils weit unter dem kritischen Wert von 50.

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Weniger dramatisch scheinen aktuell die Auswirkungen des Virus auf infizierte Personen zu sein. Während die Statistik des Landkreises am 15. April sieben hospitalisierte Personen auswies (davon eine intensivmedizinisch), waren das am 5. Oktober nurmehr zwei Personen - davon eine intensivmedizinisch.

Medizinisches Personal aus Tschechien unverzichtbar

Nach Mitteilung des Landratsamtes sei es durch umfangreiche präventive Maßnahmen bisher gelungen, "auftretende Hot Spots zeitnah zu identifizieren und durch umfangreiche Testungen eine Weiterverbreitung möglichst zu verhindern". Insbesondere Reiserückkehrer aus Risikogebieten würden aktuell eine besonders sensible Gruppe beim Entstehen von Hot Spots darstellen. "Hier gilt weiterhin unser Appell besonders in der kommenden Zeit der Herbstferien verantwortungsvoll zu entscheiden, ob eine Urlaubsreise in Risikogebiete, auch innerhalb von Deutschland, derzeit notwendig ist", schreibt Landkreis-Sprecherin Julia Bjar auf SZ-Anfrage.

Auch Reiserückkehrer aus Prag hätten in jüngster Zeit einen Einfluss auf das Infektionsgeschehen im Landkreis genommen. "Resultierend aus dem „kleinen“ Grenzverkehr sind uns bisher noch keine Fälle bekannt", teilt Glaubitz weiter mit. Man stehe mit den Gesundheitsämtern der Kreise Liberec und Usti nad Labem im regelmäßigen Austausch zur Entwicklung der Infektionszahlen und bei Notwendigkeit bei der Kontaktpersonenermittlung. Arbeitnehmer aus Tschechien seien in den Gesundheitseinrichtungen im Landkreis Görlitz von großer Bedeutung, ihre Arbeitsleistung als Arzt, Pflege- oder Servicekraft "unverzichtbar".

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