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Labor Görlitz: Erstmals keine positive Probe seit Monaten

Dennoch meldet der Landkreis Görlitz am Mittwoch zwei Corona-Neuinfektionen. Indes gibt es ab 1. Juli weitere Lockerungen.

Dr. med. Roger Hillert im Medizinischen Labor Ostsachsen
Dr. med. Roger Hillert im Medizinischen Labor Ostsachsen © Nikolai Schmidt

Seit September hat Roger Hillert im Medizinischen Labor Ostsachsen in Görlitz keinen einzigen Werktag erleben können, an dem alle eingereichten Proben negativ auf das Coronavirus getestet werden konnten. Am Dienstag war es erstmals der Fall.

Dennoch vermeldete der Landkreis zwei neue Infektionen bei Erwachsenen. Einer der Tests stammt aus dem Krankenhauslabor Zittau, der zweite aus dem Krankenhauslabor Ebersbach, erklärt Julia Bjar vom Landratsamt auf Nachfrage. Beide Fälle seien dem Gesundheitsamt demnach am Dienstag gemeldet worden. Wenn auch das Medizinische Labor Ostsachsen den Löwenanteil der Proben im Landkreis hat, so gibt es eben auch zahlreiche andere Laboratorien, die Untersuchungen im Auftrag von niedergelassenen Ärzten und Kliniken durchführen.

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Die 7-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Institutes lag am Mittwoch bei 4,7, die des Landkreises bei 5,1. Derzeit befinden sich neun Menschen in medizinischer Behandlung in Kliniken des Landkreises Görlitz, drei davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

Wie das DRK am Mittwoch mitteilte, gibt es jetzt für alle Impfwilligen freie Termine - in allen sächsischen Impfzentren, auch in Löbau. "Die Ausweitung der Impfinfrastruktur mit Haus- und Betriebsärzten entlastet die Terminvergabe in den Impfzentren spürbar", so Pressesprecher Kai Kranich. Mit der gleichzeitigen Ausweitung der Serverkapazitäten für das Online-Buchungsportal gebe es auch dort keine Warteräume mehr und selbst die Hotline melde, dass telefonische Terminwünsche unmittelbar beantwortet werden können. "Impfangebot und Nachfrage sind für die sächsischen Impfzentren endlich ausgeglichen." Ab nächster Woche sollen nun kontinuierlich Termine zur Buchung freigegeben werden.

Mit der neuen sächsischen Corona-Verordnung gilt ab 1. Juli - und zunächst bis 28. Juli - dass unterhalb einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von 10 in Schulen und Kitas nur noch einmal wöchentlich getestet werden muss. Oberhalb der 10er-Inzidenz bleibt es bei der zweimaligen Testpflicht pro Woche. Oberhalb einer Inzidenz von 100 müssten Grund- und Förderschulen sowie Kitas wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Klassen oder Gruppen und alle anderen weiterführende Schulen in den Wechselbetrieb gehen. Da die Bundesnotbremse nicht mehr gilt, können nun die Einrichtungen jedoch inzidenzunabhängig geöffnet bleiben. Regionale Schul- und Kita-Schließungen sind nicht mehr vorgesehen.

Es bleibt zudem dabei, dass die Maskenpflicht für Schüler, schulisches Personal und Hortpersonal wegfällt, wenn die regionale 7-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liegt. Das Tragen einer Maske wird aber weiterhin empfohlen.

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