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Landrat plant keine weiteren Maßnahmen in Mittelsachsen

Wer positiv auf Corona getestet worden ist, muss nicht mehr beim Gesundheitsamt anrufen. Für die Betroffenen gibt es jetzt ein Formular.

Matthias Damm plant derzeit keine weiteren Regelungen über die sächsische Corona-Schutz-Verordnung hinaus.
Matthias Damm plant derzeit keine weiteren Regelungen über die sächsische Corona-Schutz-Verordnung hinaus. © dpa/Jens Büttner

Mittelsachsen. Zuletzt häuften sich die Klagen von Corona-Positiven sowie Kontaktpersonen, dass das Gesundheitsamt nur schlecht zu erreichen sei. Erst nach mehreren Tagen war dies einer betroffenen Familie aus Döbeln gelungen, wie sie gegenüber Sächsische.de sagte.

Nun entfällt der Anruf beim Amt. Betroffene, direkte Kontaktpersonen sowie Verdachtsfälle können seit dieser Woche auf ein Formblatt zurückgreifen, das der Landkreis auf seiner Internetseite eingestellt hat. Mit diesem können sie das Gesundheitsamt ebenfalls über das positive Testergebnis beziehungsweise den Kontakt zu einem Infizierten, aber auch ihren Verdacht einer Infektion informieren.

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Kreissprecher André Kaiser wies am Freitag zudem noch einmal auf die bestehende Quarantäneverordnung im Landkreis hin. Nach dieser sind Personen, die positiv getestet worden sind, dazu verpflichtet, sich selbst in Quarantäne zu begeben, auch wenn die Information bis dahin nur mündlich von einem Arzt, dem Labor oder dem Gesundheitsamt übermittelt worden ist. Zu Absonderung verpflichtet sind auch Personen, die vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft worden sind.

Impfungen sollen Ende Dezember starten

Laut Landrat Matthias Damm, soll noch Ende Dezember mit den Impfungen in Sachsen begonnen werden. Dann würden jedoch zunächst Impfungen in Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Diese werden von mobilen Teams übernommen, welche in den Landkreisen im Einsatz sein werden. "Nach einer Mitteilung des Sozialministeriums wird das Impfzentrum erst Mitte Januar arbeiten, weil die ersten Impfdosen in die Heime gehen", äußerte sich Landrat Damm in der aktuellen Ausgabe des Mittelsachsenkuriers.

Aktuell sind nach Angaben des Landrats von über 50 Heimen in Mittelsachsen knapp 20 betroffen. Schon jetzt seien zahlreiche freiwillige Helfer im Einsatz, die sich auf einen Aufruf des Landkreises hin gemeldet hatten. Auch die Bundeswehr komme in einer mittelsächsischen Einrichtung zum Einsatz.

Weitere einschränkende Maßnahmen aufgrund der Pandemie, die über die sächsischen Regeln hinausgehen, plane Damm derzeit nicht. "Aber es ist eine dynamische Lage, in der viel in Bewegung ist. Mein Antritt ist aber, wenn Maßnahmen beschlossen werden sollen, dann nach Möglichkeit mit einheitlichem Rahmen in Sachsen", sagte Damm in dem Interview.

Über 180 Patienten in den Kliniken

Am Freitag lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen um einiges niedriger als am Mittwoch und Donnerstag. So vermeldete der Landkreis 240 neue Nachweise, zwei davon werden laut Kreissprecher Kaiser jedoch noch an andere Gesundheitsämter übergeben. In Summe gab es damit 238 weitere positive Tests in Mittelsachsen. Die Gesamtzahl an Nachweisen liegt damit nun bei 7.900.

Im Bereich Döbeln gab es am Freitag 67 neue positive Testergebnisse (1.145), in der Region Mittweida waren es 82 (2.804), im Bereich Freiberg 89 (3.949).

Anhaltend hoch ist die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus behandelt werden müssen. Am Freitag waren dies 183 Betroffene (-1), 15 davon mussten beatmet werden (+1). In der Leisniger Helios-Klinik wurden 18 Infizierte behandelt, vier davon intensivmedizinisch.

Der Inzidenzwert nach den Angaben des Robert-Koch-Institutes und in Bezug auf die Werte bis Donnerstag lag für Mittelsachsen bei 550.5.

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