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Corona: Immer mehr Patienten in der Klinik

Derzeit werden 56 Patienten im Krankenhaus behandelt. Sieben Pflegeeinrichtungen sind derzeit betroffen.

Am Helios-Krankenhaus in Leisnig wird derzeit ein Patient mit Covid-19 intensivmedizinisch betreut.
Am Helios-Krankenhaus in Leisnig wird derzeit ein Patient mit Covid-19 intensivmedizinisch betreut. © Archiv/Lars Halbauer

Mittelsachsen. Mit zunehmenden Fallzahlen steigen auch im Landkreis die Corona-Fälle in den Kliniken. Insgesamt zwölf Betroffene mehr sind seit Dienstag in die Krankenhäuser eingeliefert worden. Aktuell werden damit 56 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt, sechs davon sind auf eine Beatmung angewiesen. Das geht aus der aktualisierten Statistik des Landratsamtes hervor. 

Die Helios-Klinik in Leisnig informiert darüber, dass am Mittwoch vier Personen mit nachgewiesenem Coronavirus im Haus behandelt werden, eine davon wird intensivmedizinisch betreut. 

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Insgesamt 70 neue Nachweise meldet die Behörde am Mittwoch. Die Gesamtzahl der positiven Tests seit März ist damit auf 1.419 gestiegen. Die meisten Fälle gibt es weiterhin in Freiberg (+13/726). Im Raum Mittweida kamen 26 neue Nachweise (472) hinzu. Im Altkreis Döbeln gab es 13 neue positive Testergebnisse (221). Noch immer nicht ausgewertet sind die Tests der Kita Kleeblatt in Döbeln.

Tests in vier Kitas

Im Landkreis sind derzeit mehrere Gemeinschaftseinrichtungen betroffen. Getestet wurde diese Woche unter anderem in der Kita Kinderschutzbund in Freiberg, der Kita in Halsbrücke sowie der Grundschule Seelitz, heißt es im aktuellen Lagebericht des Landkreises. Zudem stehen noch Abstriche in den Kitas Baumwollzwerge in Flöha sowie Sonnenblume in Burgstädt an. „Hier werden die Testungen noch abgestimmt“.

Darüber hinaus sind im Landkreis aktuell aus sieben Pflegeeinrichtungen Fälle bekannte. In allen sind bereits Abstriche gemacht worden beziehungsweise stehen die Tests noch aus, so Kaiser.

Behörde hält sich weiter bedeckt

Aktuell bekommen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Mittelsachsen, insbesondere bei der Kontaktnachverfolgung, Hilfe von 13 Soldaten der Bundeswehr. Nach Angaben von Kreissprecher  André Kaiser soll weitere Unterstützung erfolgen. 

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Nach wie vor hält sich das Landratsamt auch bedeckt mit konkreten Zahlen für die betroffenen Kommunen im Landkreis. "Wir haben immer noch Kommunen, in denen es seit März nur zwei Fälle gab. Durch diese geringe Fallzahl könnte es zu Rückschlüssen auf einzelne Personen kommen", so Kaiser weiter. Zudem tangiere dies die ärztliche Schweigepflicht. "Wir als Landkreis werden keine Daten zu einzelnen Kommunen veröffentlichen. An dieser Position hat sich nichts geändert", betont der Sprecher. Die Kommunen würden allerdings über die Fallzahlen in ihren Gebieten informiert. 

Andere Landkreise oder kreisfreie Städte handhaben dies anders. So veröffentlicht der Landkreis Meißen beispielsweise täglich Grafiken, die Auskunft über die aktuellen Fallzahlen in den betroffenen Städten und Gemeinden geben. 

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 4. November, um 15.33 Uhr aktualisiert. 

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