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Sachsen

"Querdenken“ zieht gewagten Vergleich

Mit dem Motto ihrer Demo in Leipzig stehen Corona-Gegner heftig in der Kritik. Sie werben auf Flyern mit der Parole "Freiheit durch Einheit.“

In Leipzig ist eine „Querdenken“-Demo geplant. Schon vorab wird Kritik laut.
In Leipzig ist eine „Querdenken“-Demo geplant. Schon vorab wird Kritik laut. © Christoph Soeder/dpa (Archiv)

Leipzig. Das Motto der "Querdenken"-Demonstration gegen die verschärften Corona-Maßnahmen am Samstag in Leipzig stößt auf heftige Kritik. Auf Ankündigungsflyern werbe die Initiative mit der Parole "Freiheit durch Einheit. Die zweite friedliche Revolution" und ziehe dazu eine inhaltliche Parallele zu den Ereignissen im Herbst 1989 in Leipzig und der gesamten DDR, teilte der Vorsitzende der SPD Leipzig, Holger Mann, am Donnerstag mit. "Der Gleichsetzung der DDR-Diktatur mit heutigen freiheitlichen Rechtsstaat widersprechen wir vehement. Die DDR war eine Diktatur und keine Pandemie."

Auch der Leipziger Bürgerrechtler Uwe Schwabe wies die gezogenen Parallelen empört zurück. "Das als Friedliche Revolution 2.0 zu bezeichnen, ist gegenüber diesen Menschen, die damals dabei waren, eine infame Verharmlosung für deren Mut und der Opfer, die sie gebracht haben", sagte er der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe). Viele Menschen in der SED-Diktatur hätten ihren Wunsch nach Freiheit mit Verfolgung, Benachteiligung, Gefängnis oder sogar mit dem Tod bezahlt.

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Der "Querdenken"-Initiator Michael Ballweg betonte, dass es sich bei dem Flyer um eine voreilig gedruckte Version handele. Im offiziellen Flyer heiße es "Geschichte gemeinsam wiederholen - Friedliche Evolution." "Es ist aber sicherlich eine Anlehnung an die Ereignisse von 1989. Unsere Bewegung ist getrieben von der Sorge um die derzeitigen demokratischen Prozesse und fordert den Rücktritt der Bundesregierung", sagte Ballweg der Deutschen Presse-Agentur.

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