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Lockdown im Königsteiner Rathaus

Nach fünf Corona-Fällen musste die Verwaltung schließen. Eine Woche lang blieb die Arbeit liegen. Das hat Folgen.

Nur noch mit Termin: Der Besucherverkehr im Königsteiner Rathaus ist nach mehreren Corona-Fällen stark eingeschränkt.
Nur noch mit Termin: Der Besucherverkehr im Königsteiner Rathaus ist nach mehreren Corona-Fällen stark eingeschränkt. © Steffen Unger

Corona hat die Stadtverwaltung in Königstein quasi außer Gefecht gesetzt. Eine Woche lang mussten die Mitarbeiter zu Hause bleiben. Das Rathaus wurde in dieser Zeit geschlossen. Inzwischen kehrt die Verwaltung zwar langsam wieder zur Normalität zurück, wie Bürgermeister Tobias Kummer (CDU) mitteilt. Dennoch sei höchste Vorsicht geboten, damit sich der Lockdown im Rathaus nicht wiederholt.

Begonnen hatte dieser am 22. Oktober. Damals war bekannt geworden, dass ein Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet wurde. "Wir haben daraufhin die gesamte Belegschaft in der Verwaltung über den Fall informiert und die Kontaktpersonen ermittelt", schildert Tobias Kummer. Die infizierte Person sei zudem unverzüglich in häusliche Quarantäne geschickt worden.

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Teils schwere Krankheitsverläufe mit Covid-19

Bei einem Telefonat mit dem Verwaltungsstab des Landratsamtes in Pirna habe sich Kummer über das weitere Vorgehen abgestimmt. Und entschieden, dass das Rathaus ab dem 23. Oktober für eine Woche komplett geschlossen wird - bis zum 30. Oktober.

Der positiv getestete Rathaus-Mitarbeiter hatte zuvor zu sechs Kollegen direkten Kontakt. Sie alle ließen sich auf Covid-19 testen. "Zwei weitere Mitarbeiter entschieden sich ebenfalls freiwillig für einen Test", erzählt Kummer. Am 24.Oktober hätten die Ergebnisse dann vorgelegen: mit weiteren positiven Fällen. Insgesamt seien fünf Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit dem Corona-Virus infiziert gewesen. Zudem hätten sich 14 Personen in häusliche Quarantäne begeben müssen. Laut Kummer hätten die Betroffenen mittelschwere bis schwere Krankheitsverläufe gehabt. Details nannte er jedoch nicht.

Der Ratschef selbst ließ sich Ende Oktober ebenfalls freiwillig auf Covid-19 testen, um kein Risiko für sich und die restlichen Mitarbeiter einzugehen. Der Test sei negativ gewesen. "Wir hatten auch insofern Glück, dass das Rathaus während der Herbstferien geschlossen war", sagt Tobias Kummer. Durch die Urlaubszeit sei zu der Zeit weniger Personal im Rathaus gewesen und auch weniger Besuchsverkehr.

Rathaus Königstein wurde grundgereinigt

Inzwischen wird in der Königsteiner Stadtverwaltung wieder gearbeitet. Bereits seit dem 28. Oktober gibt es eine Notbesetzung, um die dringendsten Aufgaben zu erledigen. Seit November konnten weitere Abteilungen schrittweise zurückkehren. "Zuvor wurde das Rathaus grundgereinigt", sagt Kummer. Seit 16. November sind alle Mitarbeiter der Verwaltung wieder an ihrem Arbeitsplatz.

Dennoch. Durch die einwöchige Schließzeit sei viel Arbeit liegen geblieben. Die Verwaltung habe einen Zeitverlust von etwa drei Wochen zu verkraften. Wegen der Zwangspause im Bauhof sei es dort sogar zu einem Verzug von rund fünf Wochen gekommen. Das Defizit soll nun schrittweise aufgearbeitet werden.

Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, setze die Stadt ab sofort auf ein strenges Hygienekonzept. Das Rathaus ist weiterhin für den normalen Besucherverkehr geschlossen. Nur wer im Vorfeld telefonisch oder per E-Mail einen Termin vereinbart hat, darf persönlich vorbeikommen. Besucher müssen zudem einen Mund-Nase-Schutz tragen und die Abstandsregeln einhalten.

Nur mit Mundschutz in den Stadtrat

Zum Schutz aller werde strikt darauf geachtet, dass die aktuellen Hygienebedingungen eingehalten werden, sagt Tobias Kummer. Damit meint er die geltende Maskenpflicht, den Mindestabstand von 1,50 Metern, die Erfassung der Kontaktdaten und eine Begrenzung der Anwesenden auf ein Minimum. Der Ratschef hofft auf Verständnis vonseiten der Einwohner. Nur so könne das Risiko von Infektionen untereinander minimiert werden und die Möglichkeit des persönlichen Kontaktes für Anliegen im Rathaus trotzdem so lange wie möglich gewährleistet bleiben.

Bereits während der Stadtratssitzung am Montagabend wurde auf diese Standards strikt geachtet. Nicht nur die Besucher der öffentlichen Sitzung mussten einen Mund-Nase-Schutz tragen. Gleiches galt für die Räte - auch am eigenen Sitzplatz. Der Mundschutz durfte nur beim Sprechen abgenommen werden.

Die Stadt Königstein hat derzeit drei Notfallnummern eingerichtet, die von 9 bis 18 Uhr besetzt sind:

Das Bürgertelefon ist unter 035021 99750 erreichbar. Sterbefälle, Trauungen und Geburten werden unter 0175 4504031 behandelt. Zudem gibt es eine allgemeine Notfallnummer unter 0175 4501163.

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