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Corona: Lockerungen im Kreis Görlitz wieder gefährdet

Die Inzidenz geht wieder nach oben, nähert sich 100 Fällen. Das könnte den Landkreis Anfang nächster Woche zum Handeln zwingen.

Der Görlitzer Zoo will am Montag wieder öffnen.
Der Görlitzer Zoo will am Montag wieder öffnen. © Zoo Görlitz/Hammer

Der Görlitzer Zoo ist glücklich. Nach der geltenden Corona-Verordnung macht der Tierpark nach 132 Tagen am Montag wieder auf - Zoos dürfen bei der doppelten Inzidenz unter 100 nach Terminvergabe wieder öffnen. Tagestickets können online bestellt werden oder vor Ort, Jahresticket-Inhaber können gleich zum Eingang gehen. Natürlich gelten auch im Tierpark die Corona-Regeln zum Abstand und Maskenpflicht, Kontaktdaten müssen angegeben werden.

Ob es so kommt und der Zoo lange öffnen kann, dahinter stehen seit diesem Mittwoch aber wieder große Fragezeichen. Die 7-Tage-Inzidenz sowohl beim Robert-Koch-Institut als auch beim Kreis-Gesundheitsamt für den Landkreis Görlitz liegt so hoch wie seit 15. beziehungsweise 12. Februar nicht mehr und kommt der 100er-Inzidenz bereits wieder gefährlich nahe. Das RKI vermeldete am Mittwochmorgen eine 7-Tage-Inzidenz von 78, das Kreis-Gesundheitsamt am Mittag von 98. Liegen die Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen beim RKI drei Tage über 100 werden alle Lockerungen am zweiten darauffolgenden Arbeitstag wieder kassiert. Das könnte frühestens Dienstag nächster Woche sein.

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Auch der Görlitzer Landrat Bernd Lange ist besorgt: "Ich stelle mit Erschrecken fest, dass trotz der Mahnungen und dringenden Bitten, die Regeln einzuhalten, die Infektionen wieder zunehmen, vor allem in den Bereichen, wo viele Kontakte stattfinden, nämlich in Schulen, Kitas und Horts". Er appelliert deswegen an alle, sich an die Regeln und Kontakteinschränkungen zu halten, ansonsten droht die Rücknahme aller Lockerungen.

Labore und Praxen meldeten 67 Neuinfektionen bis Dienstagabend an das Gesundheitsamt. Darunter waren zwölf Kinder. Die Öffnung von Kitas sowie Grundschulen führt zu einem erheblichen Ansteigen der Virusfälle. Diese Entwicklung ist landesweit zu beobachten, aber eben auch im Landkreis Görlitz. Am Mittwoch vergangener Woche verzeichnete der Kreis lediglich 38 Neuinfektionen.

Dadurch steigt auch die Zahl der Einwohner des Kreises, die zu Hause in Quarantäne sind. Insgesamt sind es jetzt wieder 970, darunter sind 300 positiv getestete und 670 Kontaktpersonen.

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Der neuerliche Anstieg der Neuinfektionen hat noch keine Auswirkungen auf die Lage in den Krankenhäusern. So meldeten die Kliniken im Kreis 61 Covid-19-Patienten, fünf von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung, von denen wiederum drei beatmet werden.

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