merken
Deutschland & Welt

Mehr Masken-Kontrollen in Bus und Bahn

Damit sich besonders während der Weihnachtszeit die Fahrgäste an die Maskenpflicht halten, verstärken Bahn und die Bundespolizei die Kontrollen.

Mitarbeiter der DB Sicherheit sollen gemeinsam mit Bundespolizisten die Maskenpflicht kontrollieren.
Mitarbeiter der DB Sicherheit sollen gemeinsam mit Bundespolizisten die Maskenpflicht kontrollieren. © dpa

Berlin. Die Maske nur unter der Nase, unterm Kinn oder gleich ganz ohne: Damit dieses Bild in den Zügen vor allem während der Weihnachtszeit die Ausnahme bleibt, wollen die Deutsche Bahn und die Bundespolizei die Einhaltung der Maskenpflicht im Dezember verstärkt kontrollieren. Tausende Bundespolizisten und Sicherheitsmitarbeiter sollen in den kommenden Wochen dafür sorgen, dass täglich in rund jedem zweiten Fernzug ein Kontrollteam unterwegs ist. Mit einem bundesweiten Aktionstag machten der Konzern und die Bundespolizei am Montag auf die Maßnahmen aufmerksam.

Hunderte Einsatzkräfte waren im ganzen Land in Regional- und Fernzügen sowie Straßen-, S-, und U-Bahnen im Einsatz. Die Aktion ist Teil des Sicherheitskonzepts, mit dem die Deutsche Bahn über die Weihnachtstage für Vertrauen bei den Fahrgästen wirbt.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote der Region
Aktuelle Stellenangebote der Region

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job und wollen in der Region bleiben? Diese Top Unternehmen der Region Löbau-Zittau bieten attraktive freie Stellen an.

6.000 Beamte im Einsatz

"Wir haben sicherlich über 2.000 Kolleginnen und Kollegen von der DB Sicherheit im Einsatz", sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber am Montag. "In jedem zweiten Zug wird das Tragen der Maske auch kontrolliert." Auch die Bundespolizei setze zu diesem Zweck 6.000 Beamte ein, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann.

Die Bahn betont stets, dass ein Großteil der Fahrgäste sich an die Maskenpflicht halte. "Inzwischen sind Verstöße die absolute Ausnahme", sagte Huber. Bei mehr als 99 Prozent der Kunden gebe es nichts zu beanstanden. Lediglich bei einem Prozent müssten die Polizisten und Sicherheitsmitarbeiter tätig werden.

"Wir haben im Einzelnen seit September dieses Jahres bis einschließlich das vergangene Wochenende in der Bahn etwa 200 000 Personen angetroffen, die keine Maske trugen", sagte Romann. Davon seien bei 3600 Fahrgästen die Personalien aufgenommen und an die Gesundheitsämter weiter geleitet worden, sodass Bußgelder fällig würden. In 500 Fällen mussten die kontrollierten Personen am nächsten Bahnhof aussteigen.

"Zu allem braucht man die Menschen dazu, die mitmachen, achtsam sind, vernünftig sind und vor allem auch den Blick auf den Nächsten haben", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) anlässlich des bundesweiten Aktionstags.

25 Prozent Auslastung

Viel zu tun haben die Einsatzkräfte derzeit allerdings nicht, wie sich beispielhaft an einer Regionalfahrt am Montagvormittag vom Berliner Hauptbahnhof zum neuen Hauptstadt-Flughafen BER zeigt. Im Zug saßen nur wenige Fahrgäste, die meisten tragen ihre Mund-Nase-Bedeckungen korrekt. Notiert oder gar des Zuges verwiesen wurde niemand. Auch im Fernverkehr ist derzeit wenig los. Laut Bahn liegt die Auslastung aktuell bei maximal 25 Prozent.

Damit das auch über die Weihnachtstage so bleibt, stockt die Bahn ihr Angebot auf. Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember kommen 15 neue ICE-4-Züge auf die Strecke und damit rund 13 000 zusätzliche Sitzplätze. Zudem will der bundeseigene Konzern 100 Sonderfahrten in der Weihnachtszeit anbieten. "Es gibt mehr Angebot bei weniger Reisenden, um das Ganze zu entzerren", sagte Scheuer.

Ob zur Finanzierung dieses zusätzlichen Angebots weitere Hilfen seitens des Bundes nötig werden, sagte Bahnvorstand Huber am Montag nicht. Aus dem Konjunkturpaket, das die Bundesregierung während des ersten Lockdowns im Frühjahr geschnürt hatte, soll die Bahn bereits fünf Milliarden Euro für die Einbußen in der Corona-Krise erhalten. Die Hilfe muss aber noch von der EU-Kommission genehmigt werden.

Weiterführende Artikel

Auf der Suche nach Maskenverweigerern

Auf der Suche nach Maskenverweigerern

DieBahn verschärft in Sachsen ihre Corona-Kontrollen in den Zügen, gemeinsam mit der Bundespolizei. Wir haben die Sicherheitskräfte am Montag begleitet.

"Wenn wir gerade mal eine Auslastung von 25 Prozent haben und das an den stärksten Tagen, dann hat das wirtschaftliche Auswirkungen", betonte Scheuer. Auch der Flugverkehr verzeichne massive Nachfrageeinbußen. "Das heißt, nach der Krise müssen wir alle Kräfte zusammen bündeln, um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu sein und diese schweren Verluste auszugleichen." (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt