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Corona: Mehr als 40 positive Fälle in Pflegeeinrichtung

Zwei Patienten werden auf einer Intensivstation behandelt. Einer muss beatmet werden. Der Inzidenzwert liegt bei knapp 57.

Zwei Patienten aus Mittelsachsen werden derzeit auf einer Intensivstation behandelt.
Zwei Patienten aus Mittelsachsen werden derzeit auf einer Intensivstation behandelt. © CTK

Mittelsachsen. Die Zahl der positiven Befunde in Mittelsachsen ist um neun Fälle gestiegen. Somit vermeldete das Landratsamt 784 Corona-Fälle an die Landesuntersuchungsanstalt. „Laut Intensivregister werden derzeit zwei positiv getestete Patienten intensivmedizinisch behandelt, davon wird eine Person invasiv beatmet“, teilt Landkreissprecher André Kaiser mit.

Aus einer Pflegeeinrichtung in Mittelsachsen wurden mehr als 40 neue positive Fälle gemeldet, „die in der heutigen Statistik noch nicht enthalten sind“, so Kaiser. Das Gesundheitsamt stehe mit der Einrichtung in Verbindung. Für diese bestehen ein Aufnahmestopp und ein Besuchsverbot.

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Um welche Einrichtung es sich handelt, teilt der Landkreis nicht mit. „Die Pflegeeinrichtungen und die betroffenen Angehörigen werden bei positiven Befunden sofort informiert. Deshalb werden durch das Landratsamt keine Orte und Namen veröffentlicht. Es steht den Einrichtungen zu, dies bei Bedarf selbst öffentlich zu kommunizieren“, erklärt der Pressesprecher.

Mittelsachsen weiter Risikogebiet

Insgesamt gab es am Dienstag 134 mit dem Corona-Virus Infizierte im Altkreis Döbeln, 390 in der Region Freiberg und 260 im Bereich Mittweida. Für Döbeln und Mittweida erfolgte eine Zahlenkorrektur.

 Rein rechnerisch sind 471 Personen wieder gesund und 1.100 befinden sich in Quarantäne. Laut dem Sozialministerium Sachsen ist der Inzidenzwert im Landkreis auf 56,9 gestiegen. Das heißt, Mittelsachsen gehört zu den Risikogebieten im Freistaat.

Kein Alkoholverkauf nach 22 Uhr

Weil der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erneut überschritten wurde, erlässt der Landkreis eine neue Allgemeinverfügung, die am Mittwoch, 28. Oktober, in Kraft tritt. Grundlage bildet die Corona-Schutzverordnung des Freistaates.

So darf ab Mittwoch zwischen 22 Uhr und 5 Uhr kein Alkohol verkauft werden. Im gleichen Zeitraum müssen auch Gaststätten schließen. Weiterhin sind in Sportstätten, Restaurants und bei Veranstaltungen die Kontakte der Besucher oder Gäste aufzunehmen und vier Wochen aufzuheben. Das gilt auch für Betriebe. Ausnahmen sind Geschäfte und Verkaufsstände.

Weitere Einschränkung der Kontakte

Für Familien-, Betriebs- und Vereinsfeiern wird die Personenzahl ebenso auf zehn begrenzt, wie für private Zusammenkünfte. Veranstaltungen sind mit maximal 100 Personen zulässig, mehr sind mit einem abgestimmten Hygienekonzept möglich.

Ein Mund-Nasen-Schutz muss getragen werden in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, wie Gastronomie und Theater bis die Person am Platz ist, sowie in Schulgebäuden und in geschlossenen Räumen von Schulen, jeweils mit Ausnahme des Unterrichts.

Die Regelung gilt vorerst bis zum 16. November. Die vollständige Allgemeinverfügung ist im Internet unter www.landkreis-mittelsachsen.de veröffentlicht.

Weihnachtsmärkte ungewiss

Nach den jetzigen Bestimmungen muss, laut Landratsamt, für jeden Weihnachtsmarkt ein vom Landkreis, genehmigtes Hygienekonzept vorliegen, das Gelände eingezäunt sein und die Personenzahl auf dem Markt den Anforderungen entsprechen. Abhängig von der geltenden Allgemeinverfügung können das 250, 100 oder weniger sein, die gleichzeitig auf dem Platz sind.

 Außerdem sei eine hygieneverantwortliche Person zu benennen und die Kontaktdaten müssten nachverfolgbar sein. „Natürlich hängt dies vom Infektionsgeschehen ab. Wir wissen um dieses hohe Brauchtum und wie sensibel das Thema ist“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Aber mit den Vorgaben soll eine Ansammlung von Menschen vermieden werden.

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