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Corona: Mehr als 700 Todesfälle im Kreis Görlitz

Was zu befürchten war, tritt ein: Die Neuinfektionen gehen zurück, aber die Todesfälle bleiben hoch. Das ändert sich frühestens Anfang Februar.

Symbolfoto
Symbolfoto © Jens Büttner / dpa (Symbolbild)

Die Zahl der Todesfälle im Kreis Görlitz im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg in den ersten Wochen im Januar erneut drastisch an.

Mit den 19 weiteren Toten, die binnen eines Tages bis Freitagmittag für die Zeit vom 1. bis 18. Januar nachgemeldet wurden, sind es jetzt 713. Das Alter der Verstorbenen liegt zwischen 59 und 97 Jahren. Sie stammen aus Görlitz (6), Zittau (3), Rothenburg (2) sowie Gablenz, Leutersdorf, Neusalza-Spremberg, Oderwitz, Reichenbach, Seifhennersdorf, Waldhufen und Weißwasser (je einer).

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Die Gesundheitsbehörden zählen als Corona-Todesfälle sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben sind als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Virus infiziert waren und bei denen sich die genaue Todesursache nicht abschließend nachweisen lässt. Forscher gehen davon aus, dass die Zahl an Covid-19-Todesfällen ohne die Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens weitaus höher lägen.

Da die Corona-Pandemie regelgerecht abläuft, werden die Todesfälle als letzter Indikator für die Krise sinken. Ein Rückgang ist zuerst bei den Neuinfektionen festzustellen, im Landkreis seit etwa zehn Tagen. Anschließend entspannt sich mit einem Abstand von etwa zwei Wochen die Lage in den Krankenhäusern, dann braucht es nochmals zwei Wochen, bis auch weniger Menschen sterben. Das wäre frühestens Anfang Februar der Fall.

Innerhalb eines Tages meldeten Labore und Praxen zudem 57 Neuinfektionen dem Gesundheitsamt in Görlitz. Das sind zwar mehr als am Freitag vergangener Woche, als es 35 neue Fällen waren. Deswegen steigt die 7-Tage-Inzidenz auch wieder leicht auf 222 an. Aber vor einer Woche lag sie noch bei 259 Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Das Robert-Koch-Institut gab am Freitag die Inzidenz für den Landkreis Görlitz den dritten Tag hintereinander mit unter 200 an.

Da aber auch innerhalb von 24 Stunden 135 Menschen ihre Infektion überstanden haben, gelten aktuell nur noch 903 Einwohner des Kreises als infiziert.

In den Krankenhäusern des Landkreises werden im Augenblick 178 Menschen stationär behandelt, 24 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. 14 von ihnen müssen beatmet werden. Das ist den Zahlen des bundesweiten Intensivregisters Divi zu entnehmen.

Unverändert sind die Altenheime Hotspots der Entwicklung, auch wenn sich die Lage langsam bessert. So waren am Freitag noch 15 Pflegeeinrichtungen von Corona-Erkrankungen betroffen und stehen unter Quarantäne. Dazu zählen fünf Einrichtungen der Behindertenhilfe in Großhennersdorf, Herrnhut, Kottmar und Zittau sowie zehn Einrichtungen der Altenhilfe in Gablenz, Görlitz, Großschönau, Herrnhut, Oderwitz, Olbersdorf, Reichenbach, Rothenburg und Zittau. Am Freitag vor einer Woche waren es noch 20 Einrichtungen.

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