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Corona: Mehr als 90 neue Fälle in Mittelsachsen

Wieder gibt es in der Region Freiberg die meisten Erkrankten. Rund 200 weitere Menschen im Landkreis müssen in Quarantäne.

In den vergangenen sieben Tagen sind im Landkreis Mittelsachsen 466 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
In den vergangenen sieben Tagen sind im Landkreis Mittelsachsen 466 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. © Archiv/Luca Bruno/AP/dpa

Mittelsachsen. Am Wochenende meldet das Landratsamt Mittelsachen 91 weitere Fälle einer Covid-19-Infektion. Damit stehen seit Beginn der Aufzeichnungen im März im Landkreis 1.755 positiv Getestete zu Buche.

Nach wie vor am geringsten betroffen ist der Altkreis Döbeln. Hier wurden neun neue Fälle registriert. Insgesamt sind es jetzt 262. Der höchste Anstieg wird erneut im Bereich Freiberg mit 48 auf 886 registriert. In der Region Mittweida gibt es 34 neue Betroffene. Dort liegt die Gesamtzahl nun bei 606. Insgesamt sind in den vergangenen sieben Tagen 466 Menschen in Mittelsachsen positiv auf das Virus getestet worden.

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Stationär werden zurzeit 72 Menschen (+3) betreut. Sechs Erkrankte (-1) müssen beatmet werden. In Quarantäne befinden sich 1.863 (+208) Personen. Rein rechnerisch sind etwa 860 Menschen wieder genesen. Der Inzidenzwert nach dem sächsischen Sozialministerium liegt im Moment bei 173.

Kreis bittet Freistaat um Hilfe

Zu einer weiteren Unterstützung für das Gesundheitsamt konnte Kreissprecher André Kaiser noch keine Angaben machen. Es sei um weitere Hilfe beim Freistaat gebeten worden. Jener hat nun unter anderem Studenten der Hochschule Meißen sowie der Fortbildungszentren für den Einsatz in Gesundheitsämtern geschult. 

Aber ob auch Mittelsachsen davon profitieren wird, steht derzeit noch nicht fest. Das Landratsamt werde sich laut Kaiser erst äußern, wenn die Helfer ihre Tätigkeit für die Behörde aufgenommen haben.

Zurzeit wird das Gesundheitsamt von 13 Soldaten der Bundeswehr sowie Kräften des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt. Die Soldaten, die bei der telefonischen Kontaktermittlung helfen, sind vor Ort im Gesundheitsamt. Die Kräfte des DRK unterstützen bei den Tests.

FDP fordert Kommunen zu Hilfe auf

Unterdessen fordert der Kreisverband Mittelsachsen der FDP die Städte und Gemeinden auf, mit aktuell unterbeschäftigtem öffentlichen Personal das Gesundheitsamt zu unterstützen. „Die Gesundheitsämter sind vielerorts mit ihrer Arbeit längst an der Kapazitätsgrenze angekommen. Kein Wunder, denn für die intensive Kontaktverfolgung wie bei dieser Großpandemie sind sie personell nicht ausreichend aufgestellt“, so die Einschätzung des Kreisverbandes in einer Pressemitteilung.

Auf der anderen Seite könne ein Teil der Mitarbeiter von geschlossenen kommunalen Kultur- und Freizeiteinrichtungen mindestens bis Ende November keiner Beschäftigung am bisherigen Arbeitsort nachgehen. 

„Wir fordern daher den Landkreis auf, zu prüfen, ob aktuell unterbeschäftigte Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes das Gesundheitsamt des Landkreises Mittelsachsen auf freiwilliger Basis personell unterstützen können“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Diese Mitarbeiter könnten das Team im Gesundheitsamt beispielsweise bei der Kontaktverfolgung sowie anderen Tätigkeiten unterstützen, um die Fachexperten zu entlasten. 

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