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Kreis Meißen: Inzidenz fällt unter die Marke von 900

Doch immer noch sind 188 Bewohner des Landkreises Meißen wegen Corona im Krankenhaus. 164 von ihnen sind ungeimpft.

Von Ulf Mallek
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Ein Impfpass und ein Smartphone mit der App CovPass. Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate künftig nur noch neun Monate gültig. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft. Im Landkreis Meißen ist die Inzidenz am Dienstag auf 860,8 gefallen.
Ein Impfpass und ein Smartphone mit der App CovPass. Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate künftig nur noch neun Monate gültig. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft. Im Landkreis Meißen ist die Inzidenz am Dienstag auf 860,8 gefallen. © Stefan Puchner/dpa

Meißen. Es geht weiter abwärts. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt am Dienstag 860,8 (Vortag: 933,6). Gegenüber Montag sind 52 weitere positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen hinzugekommen. Mit neun gegenüber Montag korrigierten Fällen gibt es im Landkreis Meißen bislang insgesamt 42.631 positiv getestete Fälle. Von diesen befinden sich gegenwärtig 4.413 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 188 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon sind 24 Personen geimpft und 164 ungeimpft. 38 der hospitalisierten Personen werden auf der Intensivstation behandelt. Von diesen sind zwei Personen geimpft und 36 ungeimpft. 800 Personen sind insgesamt verstorben. Dies sind zwei weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten aktiven Infektionen meldet das Gesundheitsamt jetzt für Radebeul (489). Danach folgen Riesa (468), Meißen (451), Großenhain (350) und Coswig (327). Am anderen Ende liegt Strehla mit 31 aktiven Infektionen vor Hirschstein (54) und Priestewitz (62). Die meisten Sterbefälle seit Pandemiebeginn gab es in Riesa, wo laut Gesundheitsamt mittlerweile 143 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion verstorben sind. Dahinter liegen Radebeul (115) und Meißen (106). Die höchste Inzidenz unter den Kommunen im Landkreis hat Niederau (2.014,2) vor Käbschütztal (1.814,9) und Weinböhla (1.442,6). (Stand: 20. Dezember 2021)

Jetzt wird Moderna verimpft

In den kommunalen Impfstellen wird ab dem 21. Dezember vor allem der Impfstoff von Moderna verimpft. Mit dem noch vorhandenen Impfstoff von Biontech werden vorrangig Personen unter 30 Jahren geimpft, so das Landratsamt. Um weiteren Impfstoff von Biontech zu erhalten, hat sich Landrat Ralf Hänsel Hilfe suchend an das sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gewandt. Allerdings ist eine Umverteilung zwischen den Kontingenten des Freistaates und der Landkreise nicht möglich.

Allerdings erhöhe eine Auffrisch-Impfung mit Moderna die Immunabwehr des Körpers gegen die neue Omikron-Variante offenbar deutlich. Durch den Booster steige der Antikörperspiegel um das 37-Fache, so der Hersteller. Die Forscher hatten den Antikörperlevel 29 Tage nach der Booster-Impfung im Labor analysiert. Der Mainzer Hersteller Biontech hatte zuvor mitgeteilt, dass für einen ausreichenden Schutz vor der Omikron-Variante ebenfalls drei Dosen seines Impfstoffs nötig seien. Ersten Labordaten zufolge schützten zwei Dosen nicht ausreichend vor einer Infektion mit dieser Variante. Das Ragon-Institut in Boston (USA) war in einer neuen Studie zum Ergebnis gekommen, dass der Antikörperspiegel beim Vakzin von Biontech nach einer gewissen Zeit schneller abfiel als beim Moderna-Impfstoff. Den Forschern zufolge sind aber beide Impfstoffe gut wirksam gegen die Omikron-Variante.

In den kommunalen Impfstellen im Landkreis Meißen können generell nur Personen ab dem 16. Lebensjahr geimpft werden. Zudem werden in den Impfstellen zur Unterstützung noch Krankenschwestern und Krankenpfleger benötigt. Wer Zeit und Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich mit einer E-Mail an [email protected] beim Landratsamt melden.