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Fast 50 neue Fälle in der Region Döbeln

Am Freitag ist die Zahl der Nachweise auch im Altkreis stark gestiegen. Die Lage in den Kliniken spitzt sich zu.

Genau 242 neue positive Testergebnisse sind am Freitag von Landratsamt Mittelsachsen gemeldet worden.
Genau 242 neue positive Testergebnisse sind am Freitag von Landratsamt Mittelsachsen gemeldet worden. © Tom Weller/dpa

Mittelsachsen. Über 240 neue Nachweise des Coronavirus hat der Landkreis am Freitag vermeldet. Dieses Mal gab es auch zahlreiche neue positive Testergebnisse aus der Region Döbeln. Dort ist die Zahl der Nachweise um 49 auf nunmehr 791 seit Ausbruch der Pandemie im März gestiegen.

Fast doppelt so hoch waren die Anstiege in den Bereichen Freiberg (98/3.152) sowie Mittweida (95/2.142). Nicht zu verzeichnen war am Freitag ein weiterer Todesfall.

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Die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Zunächst allerdings nur für Menschen, die zur Gruppe der höchsten Priorität gehören.

Keine Entlastung ist in den Kliniken in Sicht. Nachdem es am Donnerstag einen leichten Rückgang an Patienten gegeben hatte, sind zum Freitag 14 weitere Erkrankte in die Krankenhäuser eingeliefert worden. Die Zahl der stationär Behandelten ist damit auf 155 gestiegen. Am vergangenen Freitag befanden sich 33 Patienten weniger in den Krankenhäusern. Zugenommen hat auch die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen. Diese lag am Freitag bei 17.

In der Helios-Klinik in Leisnig wurden am Freitag zehn Patienten mit einem Covid-19-Infekt behandelt, vier davon mussten intensivmedizinisch betreut werden. Anders sieht es in den Krankenhäusern in Mittweida und Freiberg aus.

Zwischen 35 und 60 Corona-Patienten pro Tag

Am Kreiskrankenhaus in der Bergstadt werden zurzeit im Schnitt täglich zwischen 50 und 60 Covid-19-Patienten behandelt, meist sechs davon mit Beatmung auf der ITS, informierte Dr. Ulrike Träger von der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH. Es werde inzwischen komplett auf vermeidbaren Operationen verzichtet. Zwei der vier OP-Säle werden noch für Notfälle sowie nicht verschiebbare Eingriffe genutzt, sagte Träger.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Die personelle Situation am Haus sei aufgrund der Erkrankung von ärztlichem und pflegerischem Personal angespannt. Zeitweise sei die Klinik bereits von der Notversorgung abgemeldet worden. „Durch diese Abmeldung reduzierte sich das Notfallprogramm um etwa fünf Prozent“, erklärte Dr. Andreas Fichtner, ärztlicher Leiter Notfall- und OP-Management am Kreiskrankenhaus. „Wir verlegen außerdem Patienten regional und über die sächsischen Landesgrenzen hinaus.“

Im Krankenhaus in Mittweida beläuft sich die Zahl der Corona-Patienten pro Tag auf 35 bis 40, heißt es in einer Mitteilung der Klinik an die Patienten. Der Pandemiebereich ist auf eine Station mit 44 Betten erweitert worden, Operationen werden zunehmend verschoben. Wie in Freiberg sei auch in Mittweida die personelle Situation aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäne von Mitarbeitern angespannt.

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