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Döbeln: Schüler nach Hause geschickt

In zwei Klassen der Schloßbergschule wurden Schüler als Kontaktpersonen ermittelt. Der Landkreis meldet einen weiteren Todesfall.

Die Schulleiterin der Schloßbergschule in Döbeln hat knapp 20 Kinder vorsorglich nach Hause geschickt.
Die Schulleiterin der Schloßbergschule in Döbeln hat knapp 20 Kinder vorsorglich nach Hause geschickt. © André Braun/DA-Archiv

Döbeln/Mittelsachsen. Am Dienstag sind knapp 20 Schüler der Döbelner Schloßbergschule nach Hause geschickt worden. Wie aus der Schule zu erfahren war, habe es sowohl in der zweiten als auch in der neunten Klasse Schüler gegeben, die als Kontaktperson ersten Grades ermittelt worden sind. Das heißt, sie haben ein erhöhtes Risiko, sich bei einer bereits erkrankten Person angesteckt zu haben. 

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Zum Schutz der Lehrer sowie anderer Schüler habe die Schulleiterin den Entschluss gefasst, und die betroffenen Klassen vorerst nach Hause geschickt. Die Schüler sollen nach Angaben der Schule noch am Dienstag getestet werden. Ein positives Testergebnis liege bisher von keinem Schüler vor, wurde betont. 

14 Tage Quarantäne für Kontaktpersonen

Am Donnerstag, 29. Oktober, war die Döbelner Kita Kleeblatt nach zwei bestätigten Corona-Fällen geschlossen worden. Die Kontaktpersonen sollten am Montag getestet werden. Die Ergebnisse lagen am Dienstag noch nicht vor, äußerte sich Kaiser. 

Dass zwischen dem Bekanntwerden und den Tests so viel Zeit vergehe, verwunderte manche Leser. Laut Kreissprecher André Kaiser berufe sich das Gesundheitsamt dabei auf Erfahrungswerte. "Denn das Virus hat eine gewisse Inkubationszeit", so Kaiser weiter.

Personen, die als Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt werden, müssten laut Kaiser ab dem Bekanntwerden der Lage in Quarantäne. Diese dürfen sie auch nach Vorlage eines negativen Corona-Tests nicht verlassen. Die angeordnete Quarantäne umfasst für Kontaktpersonen 14 Tage. Dies entspricht der maximalen Dauer der Inkubationszeit. Gerechnet wird ab dem letzten Tag des Kontaktes zu der infizierten Person. 

Ein weiterer Todesfall in Mittelsachsen

Unterdessen ist die Zahl der Nachweise im Landkreis am Dienstag um 60 gestiegen, wie aus der aktualisierten Statistik des Landratsamtes hervorgeht. Damit sind bisher seit Ausbruch der Pandemie im März 1.349 Mittelsachsen positiv auf das Virus getestet worden. 

Für den Altkreis Döbeln sind sieben neue Nachwiese angeführt (208), für den Raum Freiberg 28 (695), im Bereich Mittweida gibt es eine Steigerung um 25 neue Fälle (446). 

Gemeldet worden ist auch ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit dem Virus. "Es handelt sich dabei um einen 91-jährigen Mann mit Vorerkrankung", informierte Kaiser. Damit ist die Zahl der Verstorbenen, bei denen Covid-19 nachgewiesen worden ist, auf elf gestiegen. 

Eine weitere Zunahme gab es bei den Patienten, die klinisch betreut werden müssen. Gegenüber Montag sind fünf weitere Betroffene stationär aufgenommen worden. Damit liegt die Zahl der Patienten mit Covid-19, die sich in einem Krankenhaus befinden, in Mittelsachsen aktuell bei 44, sieben Erkrankte (+1) müssen beatmet werden. In der Leisniger Helios-Klinik werden seit Dienstag insgesamt fünf Corona-Patienten betreut (+1), ein Betroffener befindet sich dabei auf der Intensivstation. 

Aktuell befinden sich 1.514 Personen in Mittelsachsen in Quarantäne. Das sind 17 mehr als am Montag. 

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