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Besuchsverbot in Mittweidaer Klinik

Am Donnerstag gibt es 14 neue Fälle im Landkreis. Erneut wurde ein Kita-Kind positiv getestet. In den Kliniken werden derzeit keine Corona-Patienten betreut.

Die Zahl der Nachweise von Covid-19 ist in Mittelsachsen am Donnerstag auf 519 gestiegen.
Die Zahl der Nachweise von Covid-19 ist in Mittelsachsen am Donnerstag auf 519 gestiegen. © dpa-Zentralbild

Mittelsachsen. Die Statistik des Landratsamtes verkündet auch für Donnerstag einen Anstieg der Nachweise von Covid-19 in Mittelsachsen. 14 neue positive Testergebnisse wurden dem Gesundheitsamt seit Mittwoch vorgelegt. Damit ist die Gesamtzahl der Nachweise auf 519 gestiegen. Die Kontaktermittlung zu den neuen Fällen laufe noch, so Peggy Hähnel, Pressereferentin am Landratsamt Mittelsachsen.

Wie der aktuelle Inzidenz-Wert für Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ist, steht derzeit noch nicht genau fest. Die Behörden melden diesbezüglich verschiedene Werte. Der Landkreis nähert sich jedoch dem Wert 20 an. Ab diesem werden nach aktueller Satzung Sport- und Großveranstaltungen verboten, hieß es am Mittwoch von Peggy Hähnel.

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Ausschlaggebend für das Landratsamt ist der Wert, den das Robert-Koch-Institut angibt. Dort lag der Wert am Donnerstagnachmittag bei 17,1. Allerdings bezog sich diese Angabe noch auf 505 Nachweise. Die 14 neuen Nachweise werden erst am Freitag in die Berechnung einfließen.

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In der Region Freiberg sind am Donnerstag sechs neue Fälle dazugekommen (239), im Raum Mittweida sieben (170). Im Altkreis Döbeln ist der Anstieg nach wie vor verhalten mit einem neuen Nachweis (110). Vier weitere Personen gelten zudem rein rechnerisch als genesen (425).

Im Altkreis Mittweida ist auch eine Gemeinschaftseinrichtung betroffen. Die Gemeinde Lichtenau informierte bereits am Mittwoch auf der Internetseite über einen Fall in der Kita in Oberlichtenau. Peggy Hähnel bestätigte, dass dort ein Kind positiv getestet worden ist.

Die Kita-Gruppe der Einrichtung wurde bis einschließlich Freitag geschlossen. Die Zeit werde genutzt, um mit dem Gesundheitsamt ab Montag den sicheren Weiterbetrieb der Kita zu besprechen. Die teilweise Schließung der Kita sei eine Entscheidung der Gemeinde gewesen, äußerte sich Hähnel. Die Krippe soll nach Angaben der Kommune weiter geöffnet bleiben.

Am Sonnabend werde es eine Teststation in der Kita geben. Zum Test eingeladen würden Kontaktpersonen, die telefonisch informiert würden, heißt es weiter. Nach Angaben von Peggy Hähnel werden sich rund 50 Erwachsene und Kinder einem Test unterziehen.

Besuche in Mittweida eingeschränkt

Trotz der stetig weiter wachsenden Zahlen an Neuinfektionen halten die Kliniken der Region in Döbeln und Leisnig sowie in Freiberg an den aktuell geltenden Regularien für Besucher fest. Ein Besuchsverbot ist bisher nicht eingerichtet worden, auch nicht für das Fachkrankenhaus Bethanien in Hochweitzschen. „Sollte es für notwendig erachtet werden, ist auch eine erneute Besuchssperre nicht auszuschließen. Sollte diese notwendig werden, wird es dennoch Härtefallregelungen geben“, äußerte sich Michael Veihelmann, theologischer Geschäftsführer des Fachkrankenhauses.

In Bethanien gelten derzeit begrenzte Besuchszeiten. Zwischen 15 bis 17 Uhr können Patienten pro Pro für jeweils eine Stunden einen Besucher empfangen. Ähnlich sieht es in Döbeln aus. Dort sind Besucher derzeit noch Mittwoch sowie Sonntag für je eine Stunde möglich, so Verwaltungsleiter Martin Preißer. Täglich zwischen 14 und 17 Uhr können Patienten in der Helios-Klinik in Leisnig für maximal eine Stunde einen Besucher empfangen.

Ein Besuchsverbot habe in Freiberg zur Debatte gestanden, informierte Sprecherin Dr. Ulrike Träger von der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen gGmbH, aber noch nicht umgesetzt.

Im Mittweidaer Krankenhaus wird ab dem 19. Oktober erneut ein Besuchsverbot verhängt. „Wir möchten die Patienten und Mitarbeiter unseres Hauses bestmöglich schützen und die medizinische Versorgung unserer Patienten sicherstellen. Die Regelung gilt für alle Angehörigen von Patienten der Normalstationen. Sonderregelungen gelten wie bereits im Frühjahr für den Kreißsaal, die Kinderstation, ITS und Palliativstation. Wir bitten die Angehörigen um Verständnis und vorherige Absprache auf der Station“, so LMK-Sprecherin Ines Schreiber.

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Aktuell wird in Mittelsachsen in den Kliniken Mittweida, Leisnig, Freiberg und Döbeln kein Patient mit Covid-19 behandelt. In Freiberg befänden sich Verdachtsfälle zur Behandlung auf Station, heißt es von Dr. Ulrike Träger. Die Einrichtungen seien jedoch weiter in der Lage, zukünftig Corona-Patienten zu behandeln. „Die Isolierbereiche wurden nicht rückgebaut, sondern zwischenzeitlich für andere Infektionspatienten genutzt, die sonst auf der jeweiligen Station isoliert werden“, heißt es zum Beispiel aus Freiberg.

Nach wie vor werden zudem in den drei Einrichtungen alle Behandlungen und Operationen wie geplant durchgeführt.

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