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Corona: Mittelsachsen ist jetzt Risikogebiet

Elf weitere Personen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Inzidenzwert liegt nun bei 51,3.

Im Landkreis Mittelsachsen ist der Inzidenzwert über 50 gestiegen.
Im Landkreis Mittelsachsen ist der Inzidenzwert über 50 gestiegen. © Symbolfoto: dpa

Mittelsachsen. Das Gesundheitsamt hat am Freitag elf neue Corona-Fälle an den Freistaat gemeldet. Damit stieg die Zahl seit März auf 706. Diese verteilt sich auf den Altkreis Döbeln mit 126 (plus 2), den Altkreis Mittweida mit 240 (plus 2) und den Altkreis Freiberg mit 340 Fällen (plus 7). Rein rechnerisch sind 459 Personen wieder gesund.

Laut Robert-Koch-Institut hat der Landkreis den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten und gilt nun als Risikogebiet.

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 Aus diesem Grund werde Mittelsachsen Anfang kommender Woche eine neue Allgemeinverfügung erlassen, teilt das Landratsamt mit. Bis dahin gelten die derzeitige Allgemeinverfügung des Landkreises und die dort festgelegten Werte für Veranstaltungen und Zusammenkünfte.

In der kommenden Woche ist auch eine Informationsveranstaltung des Landkreises mit den Kommunen zu den Weihnachtsmärkten geplant. „Es geht darum, zu erörtern, unter welchen Gesichtspunkten die Genehmigung von Hygienekonzepten möglich wäre“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller.

Tests in Pflegeheimen und Schule

Am Freitag wurden Bewohner sowie Pflegekräfte in Pflegeeinrichtungen in Eppendorf und Großhartmannsdorf sowie Schüler der Grundschule in Claußnitz im Gesundheitsamt in Mittweida getestet.

 Bei den Tests in den Pflegeeinrichtungen wurde das Gesundheitsamt vom DRK Döbeln-Hainichen unterstützt. Außerdem ist eine Vertreterin der Hilfsorganisation Mitglied im Krisenstab des Landkreises.

„Wir sind sehr dankbar für diese fachliche und personelle Unterstützung von Beginn an“, so Landrat Matthias Damm (CDU). Damit seien im Gesundheitsamt Kapazitäten frei, um die Kontakte von positiv getesteten Personen zu ermitteln. In einem Pflegeheim in Mittweida wird am Montag getestet. 

„Auch dort testen wir zunächst die entsprechenden Kontaktpersonen und bei Bewohnern mit Symptomen“, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Rund 1.000 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Besucherstopp in Helios-Klinik

Nach dem extremen Anstieg der Corona-Infektionszahlen zieht die Helios-Klinik Leisnig die Reißleine. Ab dem 24. Oktober gilt ein Besucherstopp. „Wir bitten unsere Patienten und deren Angehörige um Verständnis und aktive Mithilfe“, sagt Geschäftsführerin Melanie Rosche.

In medizinisch oder sozial begründeten Ausnahmen seien Besuche möglich, jedoch nur nach vorherigem telefonischen Kontakt mit den Stationen. Die Entscheidung, ob ein Besuch gestattet wird, obliege dem medizinischen Personal, müsse von diesem genehmigt werden und angemeldet sein. Der Besuch werde maximal für eine Person pro Tag in einem abgestimmten Zeitraum gestattet.

 „Entbindende Mütter dürfen nach wie vor eine Begleitperson zur Geburt mitbringen. Aber auch sie sollten sich unbedingt vorher im Kreißsaal melden“, sagt Pressesprecherin Juliane Dylus.

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In jedem Fall müssten die Abstandsregeln eingehalten, während des gesamten Aufenthalts ein Mund-Nasen-Schutz getragen sowie beim Betreten der Klinik die Hände desinfiziert werden. Sind Erkältungs- oder Grippesymptome aufgetreten, ist ein Besuch ausgeschlossen.

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