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Corona: Immer mehr Klinik-Personal betroffen

Auch am Donnerstag gibt es wieder 188 neue Fälle. Die Klinik in Mittweida hat noch Platz für Patienten, aber immer mehr Personal-Ausfälle.

Am Krankenhaus in Mittweida gibt es personelle Ausfälle, weil Mitarbeiter selbst positiv getestet worden sind oder sich in Quarantäne befinden.
Am Krankenhaus in Mittweida gibt es personelle Ausfälle, weil Mitarbeiter selbst positiv getestet worden sind oder sich in Quarantäne befinden. © Sven Hoppe/dpa

Mittelsachsen. Trotz Lockdown bleiben die Corona-Zahlen auch in Mittelsachsen auf hohem Niveau. Mit 188 neuen Nachweisen gab es am Donnerstag den bisher höchsten Anstieg in dieser Woche. Vor allem aus dem Bereich Freiberg wurden zahlreiche neue Fälle gemeldet (124/2.444). Im Raum Mittweida gab es 46 positive Testergebnisse (1.645), im Altkreis Döbeln 15 (616).

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus ist am Donnerstag unverändert bei 24 geblieben. Der Inzidenzwert für den Landkreis ist nach Berechnungen des Robert-Koch-Institutes auf 309,1 geklettert.

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Erneut gestiegen ist die Zahl der Betroffenen, die in einem der mittelsächsischen Krankenhäuser versorgt werden muss. Am Donnerstag waren 118 Patienten in stationärer Behandlung, sechs mehr als am Mittwoch. Insgesamt zwölf Erkrankte wurden beatmet. Auch in Leisnig ist die Zahl der Patienten weiter gestiegen. Inzwischen werden dort laut Tagesbericht der Klinik 16 Infizierte versorgt, vier Personen befinden sich auf der ITS.

Kliniksprecherin: „Noch nicht im Notfallmodus“

Höher sind die Patientenzahlen am Klinikum in Mittweida. Nach Angaben von Sprecherin Ines Schreiber wurden in der Einrichtung am Mittwoch 27 Patienten mit Covid-19 behandelt, zwei davon befanden sich auf der Intensivstation. „Keiner davon muss invasiv beatmet werden“, so Schreiber. Zudem wurden fünf Verdachtsfälle in der Klinik versorgt.

Noch verfügt das Haus über Kapazitäten für die weitere Aufnahme von Corona-Patienten. „Neben unserem Isolations- und Verdachtsbereich stehen acht Intensivbetten inklusive Beatmungsmöglichkeit zur Patientenversorgung zur Verfügung. Bei Bedarf können weitere vier Intensivbetten in unserer Tagesklinik zugeschaltet werden. Momentan ist dies nicht der Fall“, sagte die Sprecherin.

Allerdings sei es aus personeller Sicht nur bedingt möglich, die Behandlungskapazitäten aufzustocken, da immer mehr Personal selbst infiziert oder von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sei. Mittels Antigen-Schnelltests werden die Mitarbeiter je nach Patientenkontakt einmal wöchentlich oder monatlich auf das Virus getestet. Einen Schnelltest gibt es auch für alle Patienten, die in das Krankenhaus aufgenommen werden.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

„Noch befinden wir uns nicht im Notfallmodus, es wird lediglich ein Teil der geplanten Eingriffe verschoben. Wenn wir jedoch Kapazitäten aufstocken müssten, würde es nicht anders möglich sein, als über Personalverlagerungen und Aussetzung des Regelprogramms“, machte Ines Schreiber deutlich. Die Klinik sei bemüht darum, aufnahmefähig für Covid-19-Patienten zu bleiben, sowohl im Bereich der ITS als auch auf der normalen Station. Es seien auch Patienten aus anderen Häusern übernommen worden, informierte Schreiber.

Eine Lenkung der Patientenströme erfolge über die Koordinierungsstelle im Landesdirektionsbezirk Chemnitz, die sich am Klinikum Chemnitz befindet. Die Notfallversorgung in Mittweida sei weiterhin zu jeder Zeit gewährleistet. Dies schließe auch die Operationen im Zuge der Notfallversorgung mit ein.

Polizei löst Party auf

Die Polizeidirektion Chemnitz hatte am Mittwoch nach Bürgerhinweisen sowie bei eigenen Hinweisen zahlreiche Verstöße gegen die Beschränkungen nach der Corona-Schutz-Verordnung festgestellt. In 36 Fällen wurden Ordnungswidrigkeiten angezeigt.

So stellten die Beamten unter anderem im Freiberger Ortsteil Zug gegen Mitternacht in einem Wohnhaus eine Gruppe von neun Personen fest, die gemeinsam eine Party gefeiert hatten. Die Veranstaltung wurde beendet. Alle Anwesenden erhielten eine Anzeige.

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