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Corona: Über 80 neue Fälle in Mittelsachsen

Vier Pflegeeinrichtungen sind aktuell betroffen. Den höchsten Anstieg gab es im Altkreis Freiberg.

Vier Pflegeeinrichtungen in Mittelsachsen melden derzeit Fälle von Covid-19.
Vier Pflegeeinrichtungen in Mittelsachsen melden derzeit Fälle von Covid-19. © Symbolbild: dpa/Christoph Schmidt

Mittelsachsen. Die Pandemie hat Mittelsachsen weiter fest im Griff. Am Mittwoch lagen dem Gesundheitsamt insgesamt 82 neue Nachweise vor. Damit ist die Gesamtzahl der Fälle seit März auf 866 gestiegen. Der Inzidenzwert bleibt weiter über 50.

Allein 64 neue Nachweise wurden aus dem Altkreis Freiberg gemeldet. Die Zahl ist dort auf 454 Fälle gestiegen. Im Raum Mittweida gab es einen Anstieg um zehn auf 270 Fälle. Die wenigstens positiven Testergebnisse gibt es weiterhin im Altkreis Döbeln. Aber auch dort stieg die Zahl der Nachweise um acht auf 142. Laut Kreissprecher André Kaiser werden derzeit 22 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung in einem mittelsächsischen Krankenhaus behandelt, drei davon werden beatmet. 1.302 Personen befänden sich aktuell in Quarantäne.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

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Besonders betroffen sind in Mittelsachsen derzeit Pflegeeinrichtungen. Aus vier Häusern sind Fälle gemeldet worden. Am Mittwoch gingen erneut 20 Befunde aus einer Einrichtung ein. Zu den Orten und Namen äußerte sich die Behörde nicht. Gemeldet wurden Fälle ebenfalls aus dem Hort Seelitz sowie der Kita Regenbogen in Mittweida.

Statistik nachträglich aktualisiert

Kaiser weist zudem darauf hin, dass aus technischen Gründen am Mittwoch die Daten für Mittelsachsen auf der Internetseite des Freistaates nicht veröffentlicht werden konnten. Dies werde am Donnerstag nachgeholt.

Für Fragen sorgte zudem, dass der Landkreis auf der eigenen Internetseite nicht mehr den Inzidenzwert des Robert-Koch-Institutes angibt, sondern seit Dienstag den Wert des Sozialministeriums Sachsen. Kaiser hierzu: "Es gab die Empfehlung des Freistaates, dass für die Inzidenzen die von der Landesuntersuchungsanstalt zusammengefassten Zahlen maßgebend sind. Dieser Wert floss auch in die Allgemeinverfügung des Landkreises ein."

Da am Mittwoch jedoch keine neuen Zahlen veröffentlicht worden sind, war der Wert gesunken.  "Vor dem Hintergrund der neuen Fallzahlen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass der Wert weiterhin bei über 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Mittelsachsen liegt", stellte Kaiser klar.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben sich immer mehr Behörden im Landkreis dazu entschlossen, für den öffentlichen Besucherverkehr zu schließen, so unter anderem die Gemeinden Großweitzschen, Leisnig und Ostrau.

Auch die Weihnachtsmärkte stehen auf der Kippe. Die meisten Kommunen halten sich jedoch noch mit einer definitiven Absage zurück.

Die FDP Mittelsachsen fordert indes, in Hinblick auf das Ende der Herbstferien, über eine Entlastung im Schulbusverkehr nachzudenken. Denn dort werden ab Montag wieder zahlreiche Schüler auf engstem Raum zusammen sein. Abhilfe schaffen sollen hier private Unternehmen. Doch so einfach kann diese Idee nicht umgesetzt werden.

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