merken
Politik

Merkel: "Noch drei, vier schwere Monate"

Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass die Corona-Lage im Sommer "deutlich besser" wird. Allerdings sei das Coronavirus unberechenbar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am Mittwoch per Videokonferenz mit Mitarbeitern von Telefon-, Mail- und Chatseelsorgediensten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am Mittwoch per Videokonferenz mit Mitarbeitern von Telefon-, Mail- und Chatseelsorgediensten. © Clemens Bilan/EPA/EPA-EFE/dpa

Berlin. Die Corona-Lage in Deutschland wird nach Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch bis in den Sommer angespannt bleiben. "Das sind jetzt noch drei, vier schwere Monate: März, April, Mai, Juni", sagte Merkel am Mittwoch in einem öffentlichen Digital-Gespräch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen.

Danach würden die Effekte des Impfens deutlich werden, so Merkel. "Dann wird es deutlich besser, aber im Augenblick fällt jeder Tag schwer. Das merkt man ja jedem an." Der Frühling mache manches leichter, lasse aber auch die Einschränkungen mehr spüren.

Anzeige
Endspurt Richtung Zukunft
Endspurt Richtung Zukunft

Die Halbjahresnoten glattgebügelt und der Vorsatz, nochmal richtig Gas zu geben, zeigen es!

Der politische Umgang mit der Krise sei von Ungewissheit geprägt, sagte die Kanzlerin. "Wir versuchen jetzt, die Brücken zu bauen, aber wir wissen auch nicht, wohin wir die genau bauen. Also, das Ufer sehen wir ja auch nicht", sagte sie. "Das ist ja überhaupt das ganz Schwierige an einer Pandemie, dass man das Ende nicht kennt." Bei der großen Finanz- und Bankenkrise vor einigen Jahren sei klar gewesen, dass man die Ursache habe beheben und die klammen Banken wieder mit Geld versorgen müsse. Im Vergleich dazu sei in der Pandemie vieles unklar, so Merkel. "Ich weiß es auch nicht, was dieses Virus noch anstellt", und ob es etwa zu weiteren Mutationen komme.

Weiterführende Artikel

Corona: 19.185 Neuinfektionen in Deutschland

Corona: 19.185 Neuinfektionen in Deutschland

Inzidenz steigt leicht, Polizei in Meck-Pomm verbannt erneut Eingereiste, "Querdenken" in Dresden bleibt weitgehend friedlich - unser Newsblog.

Impftermin in Sachsen: Alle wichtigen Infos

Impftermin in Sachsen: Alle wichtigen Infos

Termine für eine Corona-Schutzimpfung sind begehrt. Wer ist wann an der Reihe? Alle wichtigen Infos zu Anmeldung, Hotline, Dokumenten und Orten in Sachsen.

Sachsen erwartet 4,7 Millionen Impfdosen bis Juni

Sachsen erwartet 4,7 Millionen Impfdosen bis Juni

Der Freistaat will im zweiten Quartal landesweit täglich 20.000 Menschen gegen Corona immunisieren. Dabei sollen ab April auch Hausärzte helfen.

Im Vogtland soll sich jeder über 18 impfen lassen können

Im Vogtland soll sich jeder über 18 impfen lassen können

Der Vogtlandkreis ist Sachsens Corona-Hotspot. Die Impfpriorisierung soll deshalb dort bald keine Rolle mehr spielen. Das sind die Pläne.

In dem rund anderthalbstündigen Gespräch berichteten Mitarbeiter von Telefon-, Mail- und Chatseelsorgediensten Merkel von ihren Erfahrungen. Mehrere Teilnehmer berichteten etwa, dass in der Pandemie Hilfe aus dem Umfeld Ratsuchender zum Teil wegbreche und auch Hilfsangebote Dritter ausdünnten oder schwerer zu vermitteln seien. Mehrere Gesprächspartner Merkels sprachen auch von ihren Sorgen, dass nach der Krise im sozialen Bereich gekürzt werde. (dpa)

Mehr zum Thema Politik