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Wie Prominente im Corona-Jahr Weihnachten feiern

„Es geht den Staat nichts an, wie ich Weihnachten feiere“, fand Friedrich Merz. Nun hat er es trotzdem verraten. Und viele weitere Prominente auch.

Prominente erzählen, wie sie dieses Jahr die Festtage verbringen.
Prominente erzählen, wie sie dieses Jahr die Festtage verbringen. © Dpa, Collage: Manuel Kostrzynski/Tsp

Mit Geld kann man sich viel kaufen - aber in Corona-Zeiten kein klassisches Weihnachtsfest. Nicht einmal online. Prominente erzählen, wie sie dieses Jahr die Festtage verbringen: Was Max Raabe, Franziska Giffey, Eckart von Hirschhausen und viele weitere vorhaben, können Sie hier nachlesen.

Reinhard Mey:

Reinhard Mey, Liedermacher
Reinhard Mey, Liedermacher © Gerald Matzka/dpa

„Wir feiern Weihnachten schon immer eher ruhig und bescheiden im engen Familienkreis, so dass die Corona-Maßnahmen unser Weihnachtsfest nicht allzu sehr einschränken. Wir haben uns angewöhnt, auch in dieser Jahreszeit und bei jeder Witterung jeden Tag warm angezogen ein Weilchen im Freien zu verbringen, eine Tasse Kaffee oder ein Glas selbstgemachten Glühwein in der Hand. Das werden wir auch Weihnachten tun. Wir treffen uns noch im Hellen draußen mit unseren Kindern. Am späten Nachmittag überraschen wir uns gegenseitig mit kleinen Geschenken. Mein Enkel und ich spielen vielleicht ein wenig Gitarre, er hat gerade damit angefangen und noch große Lust dazu. Am frühen Abend gibt’s dann traditionell Raclette und Obstsalat nach Großmutter Hertha, meiner Mutter.

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Max Raabe:

Max Raabe, Sänger
Max Raabe, Sänger © Hendrik Schmidt/dpa

„Falls meine Familie besorgt ist, habe ich angeboten nicht dorthin zu fahren. Es ist ein merkwürdiges Jahr, da ist ein merkwürdiges Weihnachtsfest nur konsequent.
Aber, ich hab mich neulich mit dem Nikolaus unterhalten, er hat mir versprochen „nächstes Jahr wird alles besser!“

Helene Fischer:

Helene Fischer, Sängerin
Helene Fischer, Sängerin © Britta Pedersen/dpa

„Ganz wenig.“

Gregor Gysi:

Gregor Gysi, Politiker (Die Linke)
Gregor Gysi, Politiker (Die Linke) © Christoph Soeder/dpa

„Leider nicht so, wie ich es geplant hatte. Ich wollte gern nach Hiddensee, aber das geht nicht. Also werde ich nun zu viert Weihnachten zu Hause feiern.“

Volker Kutscher:

Volker Kutscher, Schriftsteller
Volker Kutscher, Schriftsteller © Oliver Berg/dpa

„Weihnachten 2020. Ich will eigentlich gar nicht darüber nachdenken. An diesen drei Tagen haben wir uns sonst immer alle gesehen, waren einmal im Jahr alle zusammen, Eltern, Geschwister, Kinder, Neffen, Nichten, dasselbe in der Familie meiner Freundin, haben am zweiten Weihnachtstag dann je nach Stimmung und Kalender mehr oder weniger groß meinen Geburtstag gefeiert. Dieses Jahr gibt‘s keine Stimmung und keine Feier. Keine einzige. Alles abgesagt. Eins steht schon fest: Weihnachten 2020 ist nicht das Fest der Liebe, nicht das der Familie, sondern das der Unwägbarkeiten.

Pläne werden geschmiedet und gleich darauf wieder über den Haufen geworfen. Mal sehen, was noch möglich ist. Verantwortbar möglich ist. Kein Feiern wie sonst jedenfalls. Eher kurze Stippvisiten mit Masken und Abstand und Geschenkeabwerfen an der Haustür. O, Du fröhliche! Klingt weiß Gott nicht sehr verlockend, doch will man wirklich tun, als sei alles wie immer? Ich persönlich habe keine große Angst vor dem dämlichen Virus, aber ich weiß, dass es tückisch ist, und unter gar keinen Umständen möchte ich das Risiko eingehen, womöglich meine Eltern anzustecken, das würde ich mir nie verzeihen.“

Franziska Giffey:

Franziska Giffey, Politikerin (SPd)
Franziska Giffey, Politikerin (SPd) © Wolfgang Kumm/dpa

„Dieses Jahr ist alles anders. Ich versuche auch in der Familie das Beste daraus zu machen. Gefeiert wird bei uns im kleinsten Kreis mit den Klassikern: Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat am Heiligen Abend und Gänsebraten am 1. Weihnachtsfeiertag. Ich freue mich auf die Weihnachtsspaziergänge an frischer Luft, ein bisschen mehr schlafen, Plätzchen backen, Weihnachtsfilme schauen und mal wieder Gitarre spielen.

Statt Weihnachtsbesuchen werde ich mit lieben Freunden und Verwandten telefonieren und ein paar mehr Weihnachtskarten schreiben als sonst. Auch wenn wir nicht alle unsere Liebsten persönlich sehen können, ist es schön zu wissen, dass man aneinander denkt.“

Eckart von Hirschhausen:

Eckehart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist.
Eckehart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist. © Christian Juppe

„Wenn diese Pandemie zu irgendetwas gut ist, dann doch um zu verstehen, dass menschliche Nähe mehr zum Glück beiträgt als Konsum. Und weil Nächstenliebe bei diesem Fest leider bedeutet, Abstand zu halten, haben wir uns in der Familie ein neues Ritual ausgedacht. Statt Zeug zu verschenken, schreiben wir uns gegenseitig Briefe. Wir haben wie beim Wichteln Paarungen gezogen, und so schreibe ich dieses Jahr meinem 20jährigen Neffen, was ich an ihm schätze. Ohne Emojis. Dafür mit Briefmarke.“

Friedrich Merz:

Friedrich Merz, Politiker (CDU)
Friedrich Merz, Politiker (CDU) © Kay Nietfeld/dpa

„Wir feiern jedes Jahr mit vier Generationen in der Familie. Meine Eltern sind jetzt aber so hochbetagt, dass sie nicht mehr reisen können, deswegen werden wir sie in Brilon besuchen und wegen Corona zeitversetzt die anderen Teile der Familie sehen.“

Caroline Peters:

Caroline Peters, Schauspielerin
Caroline Peters, Schauspielerin © Hans Punz/APA/dpa

„Wir verbringen Weihnachten dieses Jahr im engsten Familienkreis zuhause. Wir kochen, bewundern unseren Weihnachtsbaum und wünschen uns bessere Zeiten. An den Feiertagen werden wir im Garten eines Familienmitglieds einen heißen Punsch mit Abstand in Ski- Anzügen trinken, um uns zu sehen und gleichzeitig nicht gegenseitig in Gefahr zu bringen.

Auf Geschenke wollen wir weitgehend verzichten abgesehen von Spenden, um erstens nicht shoppen zu müssen, und zweitens nicht Postboten und Paketdienste in den Wahnsinn zu treiben. Als Teilhaberin des Postkarten Verlags art postal mache ich auch mit bei dem landesweiten Aufruf aus der SZ an Altenheime in Deutschland Postkarten zu versenden mit Glückwünschen an unbekannte Personen, denen sonst keiner schreibt. Und bei allem springt sicher auch irgendwo eine gute Flasche Champagner für mich und meinen Partner raus.“

David Hasselhoff:

David Hasselhoff, Schauspieler
David Hasselhoff, Schauspieler © Familie Hasselhoff

„Ich plane mit meinen Töchtern und meiner walisischen Frau Hayley über die Feiertage in Los Angeles zu bleiben. Wegen der Pandmie können wir leider nicht nach Wales, wo Hayleys Familie lebt. Aber es gibt uns trotzdem Zeit einmal durchzuatmen und über 2020 nachzudenken und das, was 2021 kommt. Respekt und Mitgefühl – das sind die Gedanken, die ich gerade für alle auf der Welt habe. Frohe Weihnachten and a Hoffy New Year!“

Philipp Amthor:

Philipp Amthor, Politiker (CDU)
Philipp Amthor, Politiker (CDU) © Jens Büttner/dpa

„Ich freue mich auf Weihnachten im kleinsten Familienkreis in meiner Heimat in Ueckermünde. Traditionell wird es am ersten Weihnachtsfeiertag eine vorpommersche Gans und einen Familienspaziergang mit frischer Seeluft am Stettiner Haff geben. Persönlich freue ich mich auch auf die Weihnachtsgottesdienste an Heiligabend und am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag.“

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