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Weitere Tests im Roßweiner Pflegeheim

Bislang gab es nur Fälle auf einem Wohnbereich. Nun wurde das Virus auch bei einer Mitarbeiterin auf einem anderen Bereich nachgewiesen.

Das Gesundheitsamt hat erneut 50 Tests im Pflegeheim in Roßwein durchgeführt.
Das Gesundheitsamt hat erneut 50 Tests im Pflegeheim in Roßwein durchgeführt. © Lars Halbauer

Roßwein. Die Ausbreitung des Coronavirus im Roßweiner Seniorenpflegeheim "Berta Börner" ist noch nicht gestoppt. Wie Thomas Richter, Geschäftsführer der Diakonie Döbeln, dem Träger des Hauses, noch am Donnerstag informierte, sei eine weitere Mitarbeiterin positiv auf Covid-19 getestet worden.

"Die Information erhielten wir am vergangenen Freitag. Die Mitarbeiterin war nicht auf dem betroffenen Wohnbereich 3 tätig, sondern auf dem Wohnbereich 1", so Richter. Es folgten als Sofortmaßnahme 35 Schnelltests auf dem nun zweiten betroffenen Wohnbereich. Alle seien jedoch negativ ausgefallen.

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Am Dienstag waren erneut Vertreter des Gesundheitsamtes in der Einrichtung und haben insgesamt 50 Abstriche genommen, sowohl von den Wohnbereichen 1 als auch 2. Bis Donnerstag lagen die Ergebnisse allerdings noch nicht vor.

Testkonzept für Wiedereröffnung steht

Am 4. November war eine erste Bewohnerin des Hauses positiv auf das Virus getestet worden. Seitdem war bei insgesamt 17 Bewohnern sowie vier, seit vergangenem Freitag nun fünf, Mitarbeitern eine Infektion nachgewiesen worden. "Eine Bewohnerin ist heute ins Krankenhaus gekommen", sagte Richter. Zwei waren in der vergangenen Woche stationär behandelt worden. Darüber hinaus seien die Bewohner bislang symptomfrei.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Personell sei der Betrieb in dem Haus abgesichert, bekräftigte der Geschäftsführer der Diakonie. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr engagiert. Es läuft." In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt waren in der vergangenen Woche auch positiv getestete Mitarbeiter auf dem zunächst anfangs allein betroffenen Wohnbereich 3 im Einsatz. Nach Dienstschluss mussten sich die Mitarbeiter allerdings in Quarantäne begeben.

Das Seniorenpflegeheim ist aufgrund der Corona-Fälle nach wie vor für die Öffentlichkeit geschlossen. Besuche sind daher aktuell nicht möglich. Das bleibt so, bis die Testergebnisse vorliegen, erklärte Richter. Wenn das Haus wieder öffnet, dann werde ein Testkonzept umgesetzt, das bereits erstellt worden sei.

Zusätzlich zu Mobiltelefonen ist nun auch ein Laptop für die Bewohner gekauft worden, um die Kommunikation mit den Angehörigen während der Schließzeit der Einrichtung zu verbessern. So ist es beispielsweise möglich, den Internettelefondienst Skype zu verwenden, der auch Videoanrufe ermöglicht.

Stand Donnerstag sind im Landkreis Mittelsachsen in insgesamt 13 Pflegeeinrichtungen beziehungsweise -betrieben Corona-Fälle registriert worden.

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