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Deutschland & Welt

Wird der Lockdown verlängert?

Mehrere Politiker sprechen sich schon jetzt für eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen aus. Bald soll eine Entscheidung fallen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich für eine Verlängerung des Lockdowns ausgesprochen.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich für eine Verlängerung des Lockdowns ausgesprochen. © Michael Reichel/dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) rechnet damit, dass die aktuellen Corona-Einschränkungen nicht am 10. Januar enden werden. "Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss." Er richte sich darauf ein, "dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen."

Die im Dezember bundesweit beschlossenen Corona-Maßnahmen gelten bisher - sie dürfen nur für höchstens vier Wochen beschlossen werden - bis zum 10. Januar. Am 5. Januar wollen Ministerpräsidenten und Bundesregierung in einer Telefonschalte beraten, wie und ob der Lockdown weitergeht.

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Rückzug aus Angst vor dem Virus

Kanzleramtschef Helge Braun hält das für wahrscheinlich. "Ich rechne damit, dass wir zunächst am 5. Januar, wenn wir uns das nächste Mal treffen, das Ganze noch nicht genau beurteilen können und deswegen den Lockdown noch fortsetzen müssen", sagte der CDU-Politiker am Montag in einem Interview mit RTL/ntv. Auch der Regierungschef des Saarlands Tobias Hans (CDU) sprach sich für eine Verlängerung aus. Die aktuellen Infektionszahlen seien trügerisch, sagte er den Sendern.

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Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Zahl der Corona-Toten in Deutschland heute ohne die seit März ergriffenen Maßnahmen um ein Vielfaches höher wäre. Die Zahl lasse sich zwar schwer ermitteln, weil die Menschen sich aus Angst vor dem Virus stark zurückgezogen hätten, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. "Sicherlich wären aber bisher 250.000 Menschen in Deutschland gestorben und wir hätten noch immer keine vollständige Herdenimmunität", fügte er hinzu. (dpa mit SZ/mxh)

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