Update Deutschland & Welt
Merken

Corona: Ansteckungsrate in Sachsen ganz leicht gesunken

Inzidenz im Freistaat sinkt von 176,4 auf 175,2, Studie zum Omikron-Ursprung: Entwicklung wurde übersehen: Bundesweite Inzidenz steigt leicht - unser Newsblog zu Corona.

 65 Min.
Teilen
Folgen
In Sachsen ist die Inzidenz ganz leicht gefallen.
In Sachsen ist die Inzidenz ganz leicht gefallen. © Britta Pedersen/dpa (Symbolbild)

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt – das Wichtigste in Kürze:

12.35 Uhr: Ansteckungsrate bleibt in Sachsen nahezu stabil

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Sachsen ist leicht zurück gegangen. Laut der aktuellen Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonnabend ist die Inzidenz auf 175,2 gesunken - nach 176,4 am Freitag. Bundesweit stieg der Wert von 205 am Vortag auf aktuell 207. Unter den Bundesländern hat Sachsen die sechstniedrigste Inzidenz hinter Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Im Freistaat gibt es erhebliche Unterscheide. Von den 13 Region in Sachsen hat nach wie vor der Landkreis Görlitz mit 102,3 den niedrigsten Wert. Der Landkreis Leipzig nimmt mit 252,5 den Spitzenplatz ein. Dresden hat mit einer von 128,4 auf 132,5 gestiegenen Inzidenz den drittniedrigsten Wert hinter Nordsachsen. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 wurden nach RKI-Angaben in Sachsen 1.902.091 Infektionen gemeldet - bei etwas mehr als vier Millionen Einwohnern.

Experten gehen seit geraumer Zeit davon aus, dass der Wert die Infektionslage nicht vollständig abbildet, weil sich nicht alle Infizierten testen lassen. In die Statistik gehen aber nur positive PCR-Tests ein. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Landesweit wurden nach RKI-Angaben seit Pandemiebeginn im März 2020 inzwischen knapp 1,9 Millionen Infektionen registriert.

10.12 Uhr: Studie zum Omikron-Ursprung: Entwicklung wurde schlichtweg übersehen

Auf das ursprüngliche Coronavirus folgten Alpha, Beta, Gamma und Delta als Varianten mit hoher Übertragbarkeit. Alle paar Monate kam eine neue, teils bald darauf dominierende Variante auf. Bis Ende 2021 Omikron erschien - und blieb. Einer im Fachmagazin "Science" veröffentlichten Studie der Charité Berlin zufolge gab es Omikron-Vorläufer auf dem afrikanischen Kontinent schon deutlich vor dem ersten Nachweis im November 2021. Anders als in verbreiteten Hypothesen zum Ursprung angenommen entstand die Variante demnach schrittweise über mehrere Monate in verschiedenen Ländern Afrikas. Diese Entwicklung sei mangels Analysen schlichtweg übersehen worden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die erstmals am 9. November 2021 in Südafrika nachgewiesene Corona-Variante B.1.1.529 am 26. November als "besorgniserregend" eingestuft. Trotz massiver Reisebeschränkungen verbreitete sich Omikron rasch weltweit und verursachte extrem viele Infektionen. Schon Ende Dezember 2021 hatte die Variante das zuvor dominierende Delta-Virus verdrängt. Bis heute dominieren Omikron-Subtypen weltweit das Infektionsgeschehen - und bringen aktuell Chinas Null-Covid-Strategie ins Wanken.

Omikron besaß im Vergleich zum ursprünglichen Sars-CoV-2 aus Wuhan eine ungewöhnlich hohe Zahl von etwa 30 Aminosäure-Änderungen allein im Spike-Protein. Die Vielzahl an Erbgutveränderungen brachte Experten zu der Annahme, die Variante habe sich womöglich in einem Menschen mit HIV oder einer anderen Form von Immunschwäche entwickelt. Eine weitere Hypothese geht davon aus, Omikron habe sich in Tieren entwickelt und sei dann wieder auf den Menschen übergesprungen.

Die Idee hinter der Immunschwäche-Hypothese: In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könnte sich Sars-CoV-2 über viele Monate vermehrt und Stück für Stück verändert haben, ohne je vom Immunsystem ausgeschaltet zu werden. Viele HIV-Patienten würden in Afrika nicht ausreichend therapiert, weshalb ihr Immunsystem deutlich geschwächt sei, hatten Experten erläutert. "Die vielen Mutationen sprechen für Entstehung in HIV-Patienten", hatte auch der damalige SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gemeint.

Das Coronavirus SARS-CoV-2, das von einem Patienten in den USA isoliert wurde und aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen austritt.
Das Coronavirus SARS-CoV-2, das von einem Patienten in den USA isoliert wurde und aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen austritt. © Niaid-Rml/National Institute of Allergy and Infectious Diseases/dpa (Archiv/Symbolbild)

Sonnabend, 7.30 Uhr: RKI registriert 27.841 Neuinfektionen - Inzidenz bei 207,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 207,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 205 gelegen (Vorwoche: 189,5).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 27.841 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 24.687) und 89 Todesfälle (Vorwoche: 107) innerhalb eines Tages. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.557.861 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Vergleiche der Daten sind wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik.

Corona-Pandemie - Das passierte am Freitag

17:12 Uhr: 1.019 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerium hat am Freitag 1.019 Neuinfektionen registriert. Im gleichen Zeitraum gab es keine neuen Todesfälle. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt damit 1.902.073. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 176,4.

13.48 Uhr: Weniger Geburten durch Belastungen der Corona-Pandemie

Die späte Impfempfehlung für Schwangere und die Belastungen der Corona-Pandemie haben 2022 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) zu einem Rückgang der Geburten geführt. Von Januar bis August seien nach vorläufigen Zahlen etwa acht Prozent weniger Kinder geboren worden als im selben Zeitraum 2021, teilte Destatis am Freitag in Berlin mit.

Laut Olga Pötzsch, Referentin von Destatis, gibt es drei Faktoren, die den Rückgang erklären könnten. Zum einen sei die Corona-Impfung am Anfang priorisiert worden - junge, gesunde Menschen hätten sich dadurch nicht impfen lassen können. "Und es gab sehr lange Zeit keine explizite Empfehlung der Stiko für Schwangere und Stillende", sagte Pötzsch. Diese habe die Stiko, also die Ständige Impfkommission, erst im September 2021 gegeben. "Und man kann vermuten, dass Paare, die sich ein Kind wünschten, tatsächlich das abwarten wollten, sich erstmal vielleicht impfen lassen wollten."

Ein zweiter Grund sei die Belastung junger Familien mit Kindern während der Pandemie. "Und da sehen wir auch einen Rückgang, so gerade bei zweiten Geburten und weiteren Geburten", sagte Pötzsch. "Das heißt also, dass die Familien unter großen Belastungen standen und die Entscheidung für ein weiteres Kind wahrscheinlich jetzt auch schwieriger fiel."

Auch das geburtenstarke Jahr 2021 spiele eine Rolle. Man habe gerade nach dem Aufheben des Lockdowns 2020 vermehrt Schwangerschaften beobachtet, denen ein Anstieg der Geburten im März und April 2021 folgte, sagte die Expertin. Dass sei eine untypische Entwicklung. "Die dann im vergleichsweise geburtenreichen Jahr 2021 geborenen Kinder fehlen nun bei den Geburten 2022", teilte Destatis mit.

13.14 Uhr: Fatale Folgen für behinderte Menschen - Kritik an Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie

Die Corona-Schutzmaßnahmen gehen Interessenvertretern für Menschen mit Behinderung manchmal zu weit. Der Behindertenbeauftragte der Stadt Würzburg, Julian Wendel, kritisiert, dass Menschen mit Handicap weiterhin als "vulnerabel" eingestuft werden. Die Folge: Sie werden geschützt - ob sie es wollen oder nicht. "Eine Berliner Freundin von mir befindet sich ganz in der Nähe auf Reha, doch ich kann sie nicht besuchen, weil Besucher auch mit Maske und Test nicht hereingelassen werden", schildert der 38-Jährige, der an spinaler Muskelatrophie leidet. Für ihn ist das eine "überzogene Vorsicht". Kontakt müsse endlich wieder normal werden, fordert er. "Für Menschen mit einer Behinderung ist es sowieso schon sehr schwer, sozial teilzuhaben."

Was Kontaktbeschränkungen anrichten können, sehe er an einem Mitstreiter aus dem kommunalen Behindertenbeirat: "Er wurde in der Pandemie depressiv und lag lange in der Klinik." Julian Wendel kann aufgrund seiner schweren Behinderung nur mit Hilfe seine Wohnung verlassen. Bisher konnte er sich für Ausflüge oder Besuche bei Freunden auf Assistenzkräfte verlassen. Durch die Corona-Krise kam es jedoch zu einem Fachkräftemangel, der sich auch auf die persönliche Assistenz auswirkt: "Es wird immer schwerer, Assistenzkräfte zu finden", sagt Wendel. Er habe deshalb schon private Treffen absagen müssen.

"Blinde Menschen haben unter den Kontaktbeschränkungen extrem gelitten", sagt Markus Rummel, ein blinder Rentner aus Würzburg. Denn Blinde seien auf Körperkontakt angewiesen. Weil sie keine Mimik erfassen können, sei der Händedruck so wichtig. "Ich habe immer wieder mal ganz automatisch meine Hand hingestreckt, aber es kam in der Zeit des Kontaktverbots nur ein einziges Mal vor, dass mir jemand die Hand gab", sagte der ehemalige Musiktherapeut der Würzburger Blindeninstitutsstiftung.

12.30 Uhr: Nach Ausfällen wegen Corona: Weihnachts-Vesper wieder vor Dresdner Frauenkirche

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause findet am 23. Dezember wieder eine weihnachtliche Open-Air-Vesper vor der Dresdner Frauenkirche statt. Die Predigt hält der sächsische evangelische Landesbischof Tobias Bilz, wie die Stiftung Frauenkirche Dresden am Freitag auf ihrer Webseite mitteilte. Erwartet werden auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie der Dresdner Superintendent Christian Behr. Die musikalische Leitung hat der Trompeter und Dirigent Ludwig Güttler.

Es ist die 30. Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche. Erwartet werden auf dem Neumarkt wieder mehrere tausend Menschen. Die erste Veranstaltung dieser Art fand am 23. Dezember 1993 vor dem kurz zuvor aus den Trümmern freigelegten Altar der Frauenkirche statt. Die Vesper einen Tag vor Weihnachten gilt als größter regelmäßig unter freiem Himmel stattfindender Gottesdienst in Deutschland. In den vergangenen beiden Jahren fand sie coronabedingt in der Kirche ohne Publikum statt, wurde aber vom MDR-Fernsehen übertragen. Auch in diesem Jahr ist eine MDR-Liveübertragung geplant.

23.12.2021: Die Vesper vor der Frauenkirche musste das zweite Mal wegen der Corona-Beschränkungen ausfallen. Dieses Jahr soll sie wieder stattfinden.
23.12.2021: Die Vesper vor der Frauenkirche musste das zweite Mal wegen der Corona-Beschränkungen ausfallen. Dieses Jahr soll sie wieder stattfinden. © Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild (Archiv)

11.38 Uhr: Deutliche mehr Grippefälle in Sachsen als vor Corona

Seit Beginn der aktuellen Grippesaison im Oktober sind bis Ende vergangener Woche 1639 Infektionen in Sachsen registriert worden. Nach dem am Freitag veröffentlichten jüngsten Wochenbericht der Landesuntersuchungsanstalt ist die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen deutlich angestiegen und liegt über den Vergleichswerten der Jahre vor der Corona-Pandemie. Ursächlich dafür sei weiter die gleichzeitige Zirkulation verschiedener Viren, wobei Influenza- und RSV-Viren dominieren.

Mit 786 kam fast die Hälfte aller Fälle in der vergangenen Woche dazu, die Zahl der geführten Nachweise erhöhte sich demnach um 179 Prozent gegenüber der Vorwoche. Dabei gab es auch zwei größere Ausbrüche: in einer Grundschule, wo vier Kinder und eine Lehrerin erkrankten, und in einem Seniorenheim mit 24 Betroffenen. Gut ein Viertel aller Erkrankten waren den Angaben zwischen 25 und 49 Jahren alt. Bisher 137 Patienten wurden im Krankenhaus behandelt.

9.35 Uhr: RKI meldet steigende Inzidenz und 1,9 Millionen positive Tests in Sachsen

In Sachsen steigt die Ansteckungsrate weiter. Die Corona-Inzidenz, also die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, erhöhte sich laut der aktuellen Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag auf 176,4 - nach 170,8 am Donnerstag. Bundesweit stieg der Wert von 201,0 am Vortag auf aktuell 205 (siehe auch Beitrag um 5.26 Uhr). Bundesweit hat Sachsen inzwischen nur noch die sechstniedrigste Inzidenz hinter Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen.

In den 13 Region in Sachsen reicht die Spanne der Inzidenzen vom Landkreis Görlitz mit dem niedrigsten Wert von 103,5 und der Stadt Leipzig mit 267,5 an der Spitze. Dresden hat mit 128,4 den zweitniedrigsten Wert. Seit Donnerstag ist der Ansteckungswert überall in den dreistelligen Bereich angestiegen. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 wurden nach RKI-Angaben in Sachsen 1.901.120 Infektionen gemeldet - bei etwas mehr als vier Millionen Einwohnern.

Experten gehen seit geraumer Zeit davon aus, dass der Wert die Infektionslage nicht vollständig abbildet, weil sich nicht alle Infizierten testen lassen. In die Statistik gehen aber nur positive PCR-Tests ein. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Landesweit wurden nach RKI-Angaben seit Pandemiebeginn im März 2020 inzwischen knapp 1,9 Millionen Infektionen registriert.

7.50 Uhr: Chinas Covid-19-Impfproblem: Wozu Forscher jetzt raten

Auf dem Weg aus der Covid-19-Pandemie in China dürften Impfstoffe eine entscheidende Rolle spielen - aber sollten es besser westliche statt chinesische Präparate sein, wie manche Experten vorschlagen? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. "Unter dem Strich kann man sicher sagen, dass die mRNA-Impfstoffe nach Studiendaten effizienter als die chinesischen Präparate sind, wenn es um das Vermeiden schwerer Covid-19-Verläufe geht", sagte Sebastian Ulbert, Abteilungsleiter Impfstoffe und Infektionsmodelle am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig. "Das heißt aber nicht, dass die dortigen Impfstoffe völlig versagen. Die sehr harte Kritik an Chinas Impfstoffen, die man teils aus den USA und Europa hört, halte ich daher für unangemessen."

"Bis zum Aufkommen von Omikron konnte man sagen, dass die chinesischen Impfstoffe funktionieren und auch erst einmal genügend Schutz vor schwerer Erkrankung bieten", sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Insgesamt habe China zehn Covid-19-Impfstoffe zugelassen. Der entscheidende Unterschied zwischen mRNA-Impfung und Totimpfstoffen besteht dem Immunologen zufolge darin, dass bei der mRNA-Impfung der Bauplan für Teile des Virus in menschliche Zellen eingeschleust wird, die dann wie bei einer richtigen Infektion diese Virusteile produzieren.

"Bei Totimpfstoffen liegen Virusbestandteile außerhalb unserer Zellen vor. Dementsprechend reagiert das Immunsystem auch unterschiedlich auf die Impfstoffe." Es würden zwar in beiden Fällen spezifische Antikörper gebildet, die mRNA-Impfstoffe regten aber die T-Zellen stärker an, die wichtig sind für einen länger anhaltenden Schutz vor einem schweren Verlauf, so Watzl. Die bisher in China genutzten Impfstofftechnologien erforderten eigentlich ein häufigeres Nachimpfen, meint der Immunologe. Also zum Beispiel regelmäßige Updates wie bei uns jährlich im Herbst bei der Grippeschutzimpfung. "In China haben aber viel weniger Menschen als bei uns eine Auffrischimpfung bekommen. Deshalb kann das Land das Virus nicht laufen lassen."

Stanley Ng Chau-pei, Mitglied des Pro-Peking-Lagers und des Legislativrats von Hongkong, erhält eine Dosis des chinesischen Corona-Impfstoffs.
Stanley Ng Chau-pei, Mitglied des Pro-Peking-Lagers und des Legislativrats von Hongkong, erhält eine Dosis des chinesischen Corona-Impfstoffs. © Kin Cheung/AP/dpa

6.25 Uhr: Sachsens Brauereien erholen sich nur langsam von Corona-Jahren

Die sächsischen Brauereien erholen sich vom Einbruch der Corona-Jahre bislang nur langsam. 2022 werde die Branche voraussichtlich mit einem leichten Absatzplus abschließen, sagte der Geschäftsführer des Sächsischen Brauerbunds, Thomas Gläser. "Allerdings haben die sächsischen Brauereien in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 zusammen über acht Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 verloren." In den ersten neun Monaten sei der Bierabsatz in Sachsen mit 0,4 Prozent nur leicht im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Das gute Wetter in diesem Sommer habe zwar geholfen, sagte Gläser. "Es war deutlich spürbar, dass die Menschen nach zwei Jahren Corona endlich wieder Lust zum Feiern hatten." Den Brauereien machten aber die coronabedingten Auswirkungen in der Gastronomie zu schaffen. Viele Betriebe hätten geschlossen oder nur verkürzt geöffnet. Was das eine mit dem anderen zu tun hat und wie es weitergehen könnte, erfahren Sie hier im Artikel.

Freitag, 5.26 Uhr: RKI registriert 30.420 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 205,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 205,0 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 201,9 gelegen (Vorwoche: 190,8; Vormonat: 279,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 30.420 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 30.016) und 166 Todesfälle (Vorwoche: 274) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.530.020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona-Pandemie: Das geschah am Donnerstag

21.17 Uhr: RKI: Sinkender Trend bei Corona-Inzidenz gestoppt

Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) zunächst gestoppt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie vom Donnerstagabend. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken.

Allerdings liefern die Inzidenzen nur ein unvollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Die meisten Ergebnisse des Berichts beziehen sich auf die vergangene Woche. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Menschen mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion und COVID-19 ging ebenfalls nicht weiter zurück. Neben Corona belasten derzeit auch andere Krankheiten das Gesundheitssystem. "Der Infektionsdruck ist im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch, da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern ist", schreibt das RKI.