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Corona in Sachsen: 2.035 Neuinfektionen registriert

Höchste Inzidenz in Leipzig, 2,4 Millionen Euro Corona-Hilfe zusätzlich für Sachsens Staatstheater, Pflegeheime sind weiterhin Corona-Hotspots - unser Newsblog zu Corona.

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Sachsens Sozialministerium hat am Dienstag 2.035 neue Corona-Infektionen gemeldet.
Sachsens Sozialministerium hat am Dienstag 2.035 neue Corona-Infektionen gemeldet. © SZ/Uwe Soeder

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt – das Wichtigste in Kürze:

16.58 Uhr: 2,4 Millionen Euro Corona-Hilfe zusätzlich für Sachsens Staatstheater

Sachsens Staatstheater bekommen eine weitere Corona-Hilfe vom Freistaat in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Das Kabinett habe dem zugestimmt, um die erneut hohen Verluste von Staatsoper und -schauspiel auszugleichen, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Dienstag in Dresden. Die Deckungslücke konnte nicht wie 2021 durch Kurzarbeitergeld ausgeglichen werden, da der Spielbetrieb bis Mitte Januar eingestellt und die Platzkapazität bis Juli reduziert waren. "Und das Publikum ist nicht so zurückgekommen wie erwartet, die Ticketpreise sind deutlich niedriger." Die Staatstheater haben ein Haushaltsbudget von insgesamt 130 Millionen Euro.

Laut Klepsch fehlen die nationalen und internationalen Touristen, gerade aus den wichtigen Märkten Russland und China. Bei internationalen Gästen seien noch lange nicht wieder 50 Prozent vom Vor-Pandemie-Niveau erreicht.

Laut Klepsch flossen in diesem Jahr insgesamt 42 Millionen Euro zusätzlich aus Förderprogrammen für Kultureinrichtungen im Land. Mit "passgenauer Hilfe" in der akuten Phase sei es gelungen, kulturelles Angebot und Infrastruktur zu erhalten. So standen für Härtefälle über 16,6 Millionen Euro zur Existenzsicherung bereit, die voraussichtlich mit rund 12 Millionen Euro nicht voll abgeschöpft werden. Mit weiteren 16,7 Millionen Euro wurden über 400 Einrichtungen in ihrer Arbeit gefördert.

15.29 Uhr: Sachsen meldet 2.035 neue Corona-Infektionen

Sachsens Sozialministerium hat am Dienstag 2.035 neue Corona-Infektionen gemeldet. Zudem wurden zwei weitere Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 fielen in Sachsen bisher 1.898.004 Tests auf das Virus laborbestätigt positiv aus, 16.357 Menschen starben. Die Zahl der Genesenen wird mit 1.867.900 angegeben.

Die Sieben-Tage Inzidenz schwankt in den 13 Regionen in Sachsen zwischen 42 und 255. Die Stadt Leipzig hat mit 255,7 die höchste Inzidenz, im Landkreis Zwickau ist der Wert, der die gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche angibt, mit 42,4 am niedrigsten.

14.11 Uhr: Berlin verlängert Corona-Hilfen für Kulturszene

Kulturprojekte in Berlin können als Folge der Corona-Pandemie auf eine Verlängerung bestimmter Hilfen setzen. Der Senat beschloss am Dienstag, das Programm "Perspektive Kultur" zu einer Härtefallregelung auszuweiten.

Über das Zuschussprogramm Soforthilfe IV wurden von Mitte 2020 bis Mitte dieses Jahres mehr als 200 Kultur und- Medienunternehmen mit rund 42 Millionen Euro unterstützt. Damit sollte ein Wiederhochfahren des kulturellen Betriebs nach der Pandemie unterstützt werden. Aufgrund weiterhin bestehender wirtschaftlicher Auswirkungen der Pandemie werden weiter Kultur- und Medienunternehmen unterstützt, die etwa von akuten Liquiditätsengpässe betroffen sind.

12.30 Uhr: Hamburger Ärztin wegen falscher Corona-Testzertifikate angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat eine Hamburger Ärztin wegen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse in 163 Fällen sowie Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angeklagt. Dem Sohn der Angeklagten, einem Hamburger Rechtsanwalt, wird Beihilfe hierzu vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Rechtsanwalt soll auf einer Webseite zwischen November 2019 und Januar 2022 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zum Preis von jeweils 14 Euro sowie kostenlose Corona-Testzertifikate und Genesenen-Nachweise angeboten haben. Die Dokumente waren jeweils ausgestellt und unterschrieben von seiner Mutter, einer Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Beide Angeklagte sollen sich darin einig gewesen sein, dass eine vorherige Untersuchung oder ein persönlicher Kontakt zu den Patienten nicht stattfinden sollte. Auch ein Corona-Test unter ärztlicher oder fachkundiger Aufsicht oder ein PCR-Test waren zum Erhalt der Bescheinigung nicht erforderlich.

11.14 Uhr: Viel weniger Böller und Raketen importiert als noch vor Corona

Auch wenn es zu Silvester voraussichtlich kein Verkaufsverbot für Böller und Raketen geben dürfte, liegen die Importe von Feuerwerkskörpern derzeit deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Von Januar bis September 2022 wurden rund 5.700 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Das waren 81 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vor-Corona-Jahres 2019, damals waren es 29.800 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Import von Feuerwerk aber wieder um 2.300 Tonnen. In den Jahren zuvor war das dritte Quartal das jeweils importstärkste. Fast alle Raketen und Böller stammten aus China.

Im Gegensatz zu den Importen nahmen die Exporte von Böllern und Raketen aus Deutschland von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum und dem Vor-Corona-Jahr 2019 deutlich zu. Insgesamt 2.700 Tonnen Feuerwerkskörper wurden ins Ausland exportiert. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 1.100 Tonnen, von Januar bis September 2019 rund 2.000 Tonnen. Wichtigste Abnehmer von Feuerwerkskörpern aus Deutschland waren in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 die Niederlande (49 Prozent), Italien (23 Prozent) und Belgien (18 Prozent).

10.47 Uhr: Barmer-Pflegereport: Pflegeheime sind weiterhin Corona-Hotspots

Während in der Gesamtbevölkerung die Ansteckungszahlen zurückgehen, sind in diesem Jahr viel mehr Pflegekräfte an Covid-19 erkrankt als in den beiden ersten Jahren der Pandemie. Das geht aus dem aktuellen Barmer-Pflegereport 2022 hervor, der am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde.

Danach wurden die Spitzenwerte der Covid-19-Erkrankungen im März und Juli festgestellt. Im März kamen 158 Krankschreibungen auf 10.000 Pflegekräfte und damit 14 Mal so viel wie im Vorjahresmonat und mehr als zu jedem anderen Zeitpunkt in der Pandemie. Im Juli wurde der zweithöchste Wert gemessen. Mehr Infos dazu finden Sie im Artikel.

10.20 Uhr: Inzidenz in Sachsen bei 151,9 - Anstieg um 25 gegenüber Vorwoche

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist im Vergleich zur Vorwoche wieder gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erhöhte sich laut der aktuellen Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag von 127,1 am vorigen Dienstag auf jetzt 151,9. Am Montag betrug die 7-Tage-Inzidenz mit 148,8 etwas weniger als aktuell. Bundesweit steig der Wert von 178,3 am Montag auf jetzt 190,6 (siehe auch Beitrag um 5.14 Uhr)

Regional liegt die Spanne in Sachsen weit auseinander - zwischen dem Landkreis Görlitz mit dem niedrigsten Wert von 79,8 und der Stadt Leipzig mit 255,7 an der Spitze. Dresden hat mit 92,6 den zweitniedrigsten Wert der 13 sächsischen Regionen.

Experten gehen seit geraumer Zeit davon aus, dass der Wert die Infektionslage nicht vollständig abbildet, weil sich nicht alle Infizierten testen lassen. In die Statistik gehen aber nur positive PCR-Tests ein. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Landesweit wurden nach RKI-Angaben seit Pandemiebeginn im März 2020 inzwischen knapp 1,9 Millionen Infektionen registriert.

9.13 Uhr: Disneyland in Shanghai muss wegen Corona-Maßnahmen erneut schließen

Wegen der strikten Corona-Maßnahmen in China muss das Disneyland in Shanghai schon wieder seine Tore für Besucher schließen. Wie lange die Schließung anhalten werde, sei noch unklar, teilte der Vergnügungspark am Dienstag mit. Der Park hatte erst vor einigen Tagen nach einer Corona-Schließung wieder geöffnet. Wegen der strengen Vorgaben der Regierung musste das Disneyland bereits mehrfach in diesem Jahr schließen, im Frühjahr sogar über einen Zeitraum von rund drei Monaten.

Nach einem stetigen Anstieg der landesweiten Infektionszahlen meldete Chinas Gesundheitskommission am Dienstag erstmals wieder einen leichten Rückgang der täglichen Neuinfektionen auf rund 38.400 Fälle. Am Vortag war ein Höchststand von mehr als 40.000 zusätzlichen Ansteckungen gemeldet worden.

8.22 Uhr: 28-Jähriger wegen Corona-Krawallen am Reichstagsgebäude vor Gericht

Mehr als zwei Jahre nach Krawallen am Reichstagsgebäude in Berlin kommt am Dienstag ein 28-Jähriger wegen Landfriedensbruchs vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 29. August 2020 Polizeisperren am Bundestag beiseite geschafft zu haben, um einen Durchbruch zur Treppe des Gebäudes zu ermöglichen. Damals hatten sich Hunderte nach einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen vor dem Reichstagsgebäude versammelt. Einige stürmten dann auf die Treppe des Parlaments, was bundesweit Schlagzeilen machte.

Der Angeklagte war nach Gerichtsangaben nicht darunter. Zu dem Prozess kommt es nun, weil der Mann gegen einen Strafbefehl über 1800 Euro Einspruch einlegte. In Zusammenhang mit den Krawallen hat die Staatsanwaltschaft bislang etwa 85 Verfahren bearbeitet. Ein Großteil wurde eingestellt, weil Beweise nicht ausreichten oder Täter nicht identifiziert werden konnten. In fünf Fällen dauern die Ermittlungen an, wie ein Behördensprecher auf Anfrage mitteilte. Zwei Verfahren seien an andere Staatsanwaltschaften abgegeben worden. Einen Mann sprach das Amtsgericht Tiergarten im vergangenen Juli wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte schuldig. Er muss 2400 Euro Geldstrafe zahlen.

29.08.2020: Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen stehen auf den Stufen zum Reichstagsgebäude.
29.08.2020: Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen stehen auf den Stufen zum Reichstagsgebäude. © Achille Abboud/NurPhoto/dpa (Archiv)

6.07 Uhr: Massive Polizeipräsenz verhindert neue Proteste in China

Massive Polizeipräsenz hat in mehreren chinesischen Städten ein mögliches Wiederaufflammen der Proteste gegen die harte Null-Covid-Politik der Regierung verhindert. In der Hauptstadt Peking und in Metropolen wie Shanghai, Guangzhou oder Hangzhou waren seit Montag verstärkt Sicherheitskräfte auf den Straßen zu sehen. Vielfach wurden Passanten angehalten und mussten ihre Handys zeigen, die auf verdächtige Inhalte oder Programme wie Tunneldienste (VPN) zur Umgehung der chinesischen Zensur untersucht wurden.

In Peking war besonders die Uferpromenade des Liangma-Flusses in der Nähe des Diplomatenviertels gesichert, wo am Sonntagabend Hunderte demonstriert hatten. In Shanghai waren Sperren an der Wulumuqi-Straße errichtet worden, um größere Menschenansammlungen wie am Wochenende zu verhindern. Aus Protest gegen die rigorosen Maßnahmen der Null-Covid-Politik wie wiederholte Lockdowns, Zwangsquarantäne, Massentests und ständige Kontrolle über Corona-Apps waren am Wochenende in mehreren Städten der Volksrepublik Tausende von Menschen auf die Straßen gegangen. Mehr zu den Protesten in China lesen Sie hier im Artikel.