Update Deutschland & Welt
Merken

1.346 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Inzidenz in Deutschland steigt wieder über 200, Sächsische Impfzentren schließen zum Jahresende, Landkreis Leipzig hat höchste Inzidenz - unser Newsblog zu Corona.

 62 Min.
Teilen
Folgen
Eine Frau macht einen Corona Selbsttest. In Sachsen ist die 7-Tage-Ansteckungsrate weiter gestiegen.
Eine Frau macht einen Corona Selbsttest. In Sachsen ist die 7-Tage-Ansteckungsrate weiter gestiegen. © Bernd Weißbrod/dpa (Symbolbild)

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt – das Wichtigste in Kürze:

21.17 Uhr: RKI: Sinkender Trend bei Corona-Inzidenz gestoppt

Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) zunächst gestoppt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie vom Donnerstagabend. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken.

Allerdings liefern die Inzidenzen nur ein unvollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Die meisten Ergebnisse des Berichts beziehen sich auf die vergangene Woche. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Menschen mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion und COVID-19 ging ebenfalls nicht weiter zurück. Neben Corona belasten derzeit auch andere Krankheiten das Gesundheitssystem. "Der Infektionsdruck ist im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch, da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern ist", schreibt das RKI.

17.30 Uhr: 1.346 Neuinfektionen in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerium hat am Donnerstag 1.346 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet. Im gleichen Zeitraum kamen acht Todesfälle dazu. Damit steigt die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 1.901.054. Die Inzidenz liegt in Sachsen derzeit bei 170,8.

14.50 Uhr: Pflegeanbieter warnen vor Finanzierungslücke bei Corona-Tests

Private Altenpflegeanbieter haben vor einer Lücke bei der staatlichen Finanzierung von Corona-Schnelltests gewarnt. Es sei völlig unverständlich, dass für die Pflegeheime eine gesetzliche Testpflicht bis 7. April 2023 gelte, die Kosten laut Testverordnung aber nur bis zum 28. Februar übernommen werden sollten, erklärte der Arbeitgeberverband Pflege am Donnerstag. Die Bundesregierung müsse das Problem schnell lösen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse Finanzminister Christian Lindner (FDP) klar machen, dass die Gesundheit der Pflegebedürftigen kein Sparposten sei.

Kostenlose "Bürgertests" soll es bis ins neue Jahr unter anderem weiterhin vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen geben. Dies gilt laut einer geänderten Verordnung vorerst befristet bis 28. Februar 2023. Das Infektionsschutzgesetz, das bis 7. April gilt, schreibt eine Testpflicht vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen vor.

12.31 Uhr: Weiterbildung in Unternehmen erreichte 2020 Rekordquote

Im Corona-Jahr 2020 haben in Deutschland erstmals mehr als die Hälfte aller Beschäftigten an internen Weiterbildungen ihrer Unternehmen teilgenommen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, war der Wert von 52 Prozent die bisher höchste gemessene Teilnahmequote. Sie lag den Angaben zufolge acht Prozentpunkte höher als im Jahr 2015 und 16 Prozentpunkte höher als im ersten Erhebungsjahr 1999. Der Umfang der betrieblichen Fortbildung wird alle fünf Jahre erfragt.

Die Beschäftigten nahmen im 2020 auch länger an den intern angebotenen Kursen teil. So verbrachten die Mitarbeitenden im Durchschnitt 28 Stunden in Lehrveranstaltungen. Im Jahr 2015 waren es durchschnittlich noch 22 Stunden. Überdurchschnittlich starke Anstiege bei den Teilnehmerquoten verzeichneten die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (plus 22 Prozentpunkte), der Sektor Information und Kommunikation (plus 20 Prozentpunkte) und das Gastgewerbe (plus12 Prozentpunkte).

Laut Destatis wurden rund 14.000 Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen befragt. Ob in der Pandemie Unternehmen kurzfristig mehr oder weniger Weiterbildungen anboten oder wie sie ihr Angebot an Online-Fortbildungen erweiterten, lasse sich aus den Ergebnissen nicht schließen, hieß es.

9.41 Uhr: Inzidenz steigt in Sachsen weiter an - keine Region mehr unter 100

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist weiter gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erhöhte sich laut der aktuellen Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag auf 170,8 - nach 164,7 am gestrigen Mittwoch. Bundesweit stieg der Wert von 196,7 am Vortag auf aktuell 201,9 (siehe auch Beitrag um 5.15 Uhr). Bundesweit hat Sachsen weiterhin die fünftniedrigste Inzidenz hinter Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Rheinland-Pfalz.

Regional liegt die Spanne in Sachsen weit auseinander - zwischen dem Landkreis Görlitz mit dem niedrigsten Wert von 103,5 und der Stadt Leipzig mit 264,7 an der Spitze. Dresden hat mit 114,9 den zweitniedrigsten Wert der 13 sächsischen Regionen. Nachdem am Mittwoch noch der Kreis Görlitz und am Dienstag noch vier Regionen einen Ansteckungswert von unter 100, liegt jetzt keine mehr unter diesem Wert. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 wurden nach RKI-Angaben in Sachsen fast 1,9 Millionen Infektionen gemeldet - bei etwas mehr als vier Millionen Einwohnern.

Experten gehen seit geraumer Zeit davon aus, dass der Wert die Infektionslage nicht vollständig abbildet, weil sich nicht alle Infizierten testen lassen. In die Statistik gehen aber nur positive PCR-Tests ein. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Landesweit wurden nach RKI-Angaben seit Pandemiebeginn im März 2020 inzwischen knapp 1,9 Millionen Infektionen registriert.

6.46 Uhr: Chinas Vizepremier sprich von "neuem Stadium" in Pandemie

Nach Protesten gegen die strikten Corona-Maßnahmen hat Chinas Vize-Premierministerin von einem "neuen Stadium der Pandemie" gesprochen und damit erneut Spekulationen über mögliche Lockerungen ausgelöst. "Da die Omikron-Variante weniger pathogen geworden ist, mehr Menschen geimpft werden und wir mehr Erfahrungen in der Covid-Prävention gesammelt haben, befindet sich unser Kampf gegen die Pandemie in einem neuen Stadium und bringt neue Aufgaben mit sich", sagte Vize-Premierministerin Sun Chunlan am Mittwoch bei einem Treffen der Nationalen Gesundheitskommission.

Die rigorosen Maßnahmen der Behörden als Reaktion auf die neue Corona-Welle führten am Wochenende zu Protesten in mehreren Millionenmetropolen. Es war die größte öffentliche Demonstration von Unmut in China seit Jahrzehnten. Als Reaktion auf die Versammlungen wurde eine massive Polizeipräsenz auf den Straßen von Peking, Shanghai und anderen Städten mobilisiert, um ein Wiederaufflammen der Demonstrationen zu verhindern.

Schon vor dem Ausbruch der Proteste hatten die Behörden eine Anpassung der Corona-Maßnahmen beschlossen. Da die Infektionszahlen jedoch zuletzt stark anstiegen, verhängten viele Städte zusätzlich Maßnahmen. Die Gesundheitskommission forderte die lokalen Behörden auf, sich strikt an die Vorgaben zu halten. Am Dienstag kündigte die Kommission zudem an, die Impfkampagne stärker vorantreiben zu wollen - besonders in der älteren Bevölkerung. Aus Angst vor Nebenwirkungen wurden Ältere in dem 1,4-Milliarden-Einwohner-Land bislang weniger geimpft. Nur 40 Prozent der Menschen über 80 Jahren haben eine Booster-Spritze bekommen.

Donnerstag, 5.15 Uhr: RKI registriert 36.115 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 201,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 201,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 196,7 gelegen (Vorwoche: 186,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 36.115 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 38.090) und 152 Todesfälle (Vorwoche: 163) innerhalb eines Tages. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.499.600 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Diese Angaben liefern nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Corona-Pandemie - Das geschah am Mittwoch

19.48 Uhr: "Wir haben die meisten Anträge auf Berufsunfähigkeit nach Corona"

Die Unfallkasse Sachsen versichert Feuerwehrleute, Schüler oder Pfleger. Zurzeit sind es Coronafälle, die die Statistik nach oben treiben. Mit welchen Folgen, erklärt Geschäftsführer Martin Winter im Interview.

18.54 Uhr: Bayern will Bußgelder wegen Ausgangsbeschränkungen zurückzahlen

Wer in Bayern wegen der Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr 2020 Bußgelder bezahlt hat, kann diese wohl wieder zurückbekommen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Justizminister Georg Eisenreich (beide CSU) teilten am Mittwoch in München mit, dass solche Bußgelder nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zurückgezahlt würden. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger müssten für die Rückerstattung einen Antrag stellen. In Bayern sind nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks 22.076 solcher Bußgelder verhängt worden.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte vor gut einer Woche entschieden, dass die Ausgangsbeschränkungen in Bayern während der ersten Welle der Corona-Pandemie unverhältnismäßig waren (Az. 3 CN 2.21.D). Mit dem Urteil bestätigte der Dritte Senat in Leipzig einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs von Oktober 2021 und wies die Revision der bayerischen Staatsregierung dagegen zurück. Die bayerische Verordnung war vom 31. März bis zum 19. April 2020 gültig.