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Run auf Corona-Booster-Impfungen in Dresden

Seit der Siko-Empfehlung für eine Booster-Impfung an alle ab 18 haben die mobilen Impfteams deutlich mehr zu tun. Impfwillige müssen weggeschickt werden.

Von Dominique Bielmeier
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Teilweise ihre dritte Spritze gegen das Coronavirus lassen sich derzeit viele Menschen in Dresden geben.
Teilweise ihre dritte Spritze gegen das Coronavirus lassen sich derzeit viele Menschen in Dresden geben. © Symbolbild: Ole Spata/dpa

Dresden. Mit dem Beginn der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus, den sogenannten Booster-Impfungen, steigt das Interesse an den mobilen Impfangeboten in Dresden deutlich. Das berichtet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Sachsen, das in der Stadt für die mobile Impfkampagne zuständig ist. "In Dresden ist es im Vergleich zu den nicht urbanen Räumen schon länger so, dass die Impfteams überdurchschnittlich besucht sind", erklärt DRK-Sprecher Kai Kranich. "Diese Woche hat sich das aber ausgeglichen: Mittlerweile sind auch im ländlichen Raum die mobilen Teams ausgelastet."

Für Dresden bedeutet das, dass die insgesamt vier mobilen Teams nun häufiger sogar Impfwillige wegschicken müssen, weil die bis zu 150 Dosen am Tag aufgebraucht sind. An den vergangenen beiden Tagen sei das häufiger passiert. Nun befinde sich das DRK in Gesprächen mit dem Freistaat und der Kassenärztlichen Vereinigung zu möglichen weiteren Impfterminen.

"In den letzten Wochen im Oktober waren es überwiegend Zweitimpfungen dicht gefolgt von Erstimpfungen, aber diese Woche sind es fast 50 Prozent Booster-Impfungen pro Einsatz", erklärt Kranich. Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt die Auffrischungsimpfungen seit dem 1. November für alle ab 18 Jahren. Frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung (zweite Spritze) kann demnach eine Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Für bestimmte Personengruppen, zum Beispiel Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen, gibt es schon länger eine Empfehlung für eine Impfauffrischung.

Zu 80 Prozent wird Biontech verimpft

Inzwischen ist mehr als die Hälfte der sächsischen Bevölkerung, mit Stand vom Mittwoch genau 56,8 Prozent, gegen das Coronavirus geimpft. Im Freistaat sei genug Impfstoff vorhanden, sodass sich jeder, der noch keine Impfung hat, sofort impfen lassen könne, erklärt die Regierung auf ihrer Website zum Coronavirus. "Je umfangreicher alle vorhanden Impfstoffe in Anspruch genommen werden, desto schneller kann ein guter Gemeinschaftsschutz im Freistaat Sachsen erreicht werden. Auch angesichts der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus ist ein schnelles Impfen vieler Bürgerinnen und Bürger enorm wichtig."

Kai Kranich ist Pressesprecher des DRK Sachsen.
Kai Kranich ist Pressesprecher des DRK Sachsen. © SZ/Markus van Appeldorn

Die mobilen Teams des DRK verimpfen zu rund 80 Prozent den Wirkstoff des Anbieters Biontech, außerdem gibt es die Vakzine von Moderna und Johnson & Johnson. Bei letzterem ist nur eine Impfdosis für die Grundimmunisierung nötig. "Ein Impfwilliger kann eine Präferenz für einen Impfstoff aussprechen, aber die letzte Entscheidung fällt im Gespräch mit dem impfenden Arzt", erklärt DRK-Sprecher Kranich.

Was den Mitarbeitern im mobilen Impfeinsatz übrigens helfen würde: "Wenn die Impfwilligen die Unterlagen wie den Anamnesebogen schon fertig ausgefüllt mitbringen könnten." Diese sind zu finden auf coronavirus.sachsen.de unter "Downloads".

Alle Termine für mobiles Impfen beim DRK finden Sie hier.