merken
PLUS Sachsen

So kann die Schule für alle nicht starten

Alle Schüler sollen ab Montag in ihre Schulen zurückkehren können. Doch eine Testpflicht für alle wird es nicht geben. Das ist gefährlich. Ein Kommentar.

© Matthias Rietschel

Die wöchentliche Testpflicht von Schülern und Lehrern ist die Voraussetzung für die Öffnung der weiterführenden Schulen. Erst der regelmäßige und flächendeckende Einsatz von Selbsttests macht Präsenzunterricht wieder möglich. Bevor das nicht geht, können die Schulen nicht öffnen. Das wäre konsequent.

Schüler, Lehrer und auch Eltern wünschen sich, dass wieder Unterricht in der Schule stattfindet. Das ist nach drei Monaten häuslicher Lernzeit auch überaus verständlich. Allerdings muss der Gesundheitsschutz vorgehen.

Anzeige
Organisationstalent? Dann gleich bewerben
Organisationstalent? Dann gleich bewerben

Zur Verstärkung ihres Teams sucht die A4RES Gruppe Bautzen eine neue Teamassistenz im Backoffice (m/w/d).

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen und der rasanten Ausbreitung der Mutationen des Coronavirus sind verpflichtende Tests für alle auch unbedingt notwendig. Sie können unentdeckte Infektionen identifizieren und so das Übertragungsrisiko an den Schulen deutlich reduzieren. Die Erfahrung mit den Abschlussklassen zeigt, dass freiwillige Schnelltests nur von einem geringen Teil der Schüler und Lehrer genutzt werden. Das reicht nicht.

Weiterführende Artikel

Corona: 1.100 Neuinfektionen in Sachsen

Corona: 1.100 Neuinfektionen in Sachsen

Inzidenz steigt leicht, "Querdenken" in Dresden bleibt weitgehend friedlich, Farbanschlag auf Karl Lauterbach - unser Newsblog.

So starten Dresdens Schulen am Montag

So starten Dresdens Schulen am Montag

Ab dem 15. März geht es für die Schüler ab Klasse 5 wieder los. In die Vorfreude mischen sich Sorgen und Frust. Wie der Unterricht organisiert wird.

Warum in sächsischen Kitas keine Testpflicht gilt

Warum in sächsischen Kitas keine Testpflicht gilt

Anders als für Lehrer wird für das Personal in Kitas keine Testpflicht kommen. So begründet Sachsens Kultusministerium die Auslegung der Corona-Verordnung.

Görlitzer Landrat: Sachsen soll Schulöffnung verschieben

Görlitzer Landrat: Sachsen soll Schulöffnung verschieben

Bernd Lange kämpft mit steigenden Inzidenzen an der Neiße. Der Grund dafür: die Schulen. Jetzt wendet er sich an die sächsische Landesregierung.

Es wäre ein Fehler, die Schulen ohne Pflichttests für alle zu öffnen. Sachsen sollte deshalb nicht an einem starren Datum festhalten, nur weil es populär ist. Die Schulen waren lange Zeit aus gutem Grund geschlossen – und ihre Öffnung immer auch an das Infektionsgeschehen gekoppelt.

Es ist absehbar, dass in der übernächsten Woche genügend Selbsttests zur Verfügung stehen. Sachsens Kultusministerium täte gut daran, den Lieferengpass abzuwarten und die Schulen erst eine Woche später zu öffnen.

Mehr zum Thema Sachsen