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Sachsen prüft Auflagen für Weihnachtsmärkte

Wie können die Märkte in Corona-Zeiten stattfinden? Der Freistaat will nun die Vorschriften präzisieren.

Zwei Besucherinnen stoßen in der Weihnachtszeit 2019 mit Glühwein an. Ob das auch dieses Jahr möglich ist?
Zwei Besucherinnen stoßen in der Weihnachtszeit 2019 mit Glühwein an. Ob das auch dieses Jahr möglich ist? © Symbolfoto: dpa/Philipp von Ditfurth

Dresden. Das Land Sachsen will die Auflagen konkretisieren, unter denen Weihnachtsmärkte dieses Jahr auch unter Corona-Bedingungen stattfinden können.

Die schwarz-grün-rote Staatsregierung hat sich deshalb an diesem Dienstag erneut mit dem Problem beschäftigt. „Mit unserer aktuellen Corona-Schutzverordnung haben wir Weihnachtsmärkte explizit erlaubt. Mir ist aber sehr bewusst, dass die Organisation die Veranstalter angesichts der Auflagen vor große Herausforderungen stellt“, erklärte Gesundheits- und Sozialministerin Petra Köpping (SPD) auf Anfrage.

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Geprüft würden Ergänzungen und Präzisierungen der einschlägigen Vorschriften. Auf einer Veranstaltung am Montagabend hatte Köpping zudem gesagt, sie wolle die Grenze  auf 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen senken, damit Weihnachtsmärkte durchgeführt werden können. 

Nach der Kabinettssitzung hieß es, dass noch in dieser Woche  alle dazu getroffenen Detailentscheidungen veröffentlicht werden. Zuvor sei aber noch ein abschließendes Gespräch zwischen Köpping und den Vertretern der Kommunen erforderlich, so Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber.   

Geprüft werden weiterhin unterschiedliche Vorgaben für Weihnachtsmärkte mit weniger sowie für Märkte mit mehr als 1.000 Besuchern. Neben größeren Veranstaltungsflächen werden dabei abgestufte Begrenzungen für die jeweiligen Besucherzahlen erwogen. Möglich ist zudem, dass auf den Weihnachtsmärkten künftig eine räumliche Trennung zwischen gastronomischen Angeboten und Warenverkaufsständen vorgeschrieben wird, um das Infektionsrisiko für Besucher zu verringern und die Kontaktnachverfolgung zumindest teilweise zu ermöglichen. 


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Wirtschafts- und Tourismusverbände sprechen sich dafür aus, Weihnachtsmärkte zu ermöglichen, damit die Branche ihre Verluste durch die Pandemieeinschränkungen etwas kompensieren kann. 

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