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Sachsens harte Regeln müssen bleiben

Omikron droht sich rasant auszubreiten. Sachsen ist schon jetzt Hotspot. Lockerungen der Corona-Maßnahmen kann es deswegen nicht geben.

Von Andrea Schawe
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© dpa

Die Omikron-Variante bringt eine neue Dimension in der Pandemie – das Virus ist noch ansteckender und verbreitet sich auch stark unter Geimpften und Genesenen. In Sachsen erleben wir derzeit den Höhepunkt der vierten Welle – der Übergang zur fünften wird wohl fließend sein.

Die leicht sinkenden Infektionszahlen dürfen darüber nicht hinwegtäuschen. Fakt ist, die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern ist immer noch viel zu hoch. Die Belastungsgrenze in den Kliniken ist längst überschritten.

Der Expertenrat der Bundesregierung empfiehlt nun verschärfte Kontaktbeschränkungen, um die Ausbreitung von Omikron zu stoppen. Bund und Länder wollen dies in einer Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag beschließen. Neue Schutzmaßnahmen werden auf Sachsen aber kaum zukommen.

Im Freistaat gelten - wie in Bayern - schon jetzt weit strengere Regeln als im Rest der Republik – Treffen von Geimpften und Genesenen sind beschränkt, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Clubs und Bars sind geschlossen, alle Veranstaltungen abgesagt. Bei diesen Maßnahmen wird es auch über den 9. Januar hinaus bleiben müssen. Wer jetzt Lockerungen unter 2G- oder 2G-plus-Bedingungen verspricht, verkennt die Dynamik der neuen Virusvariante.

Um das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren, muss das Tempo der Auffrischungsimpfungen hoch bleiben. Diese Menschen haben sich immerhin schon für das Impfen entschieden, ihnen muss ein klares Booster-Angebot gemacht werden. Außerdem werden wir uns weiter einschränken müssen, auch über die Feiertage. Es bleibt bei: Kontakte reduzieren, Masken tragen, testen.