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Im Vogtland soll sich jeder über 18 impfen lassen können

Der Vogtlandkreis ist Sachsens Corona-Hotspot. Die Impfpriorisierung soll deshalb dort bald keine Rolle mehr spielen. Das sind die Pläne.

Der Impfstoff von Astrazeneca ist für alle Altersgruppen zugelassen.
Der Impfstoff von Astrazeneca ist für alle Altersgruppen zugelassen. © dpa/Julian Stratenschulte

Dresden. Im Freistaat Sachsen sollen die Menschen im besonders betroffenen Vogtlandkreis demnächst ohne Priorisierungen geimpft werden. Das kündigte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden an.

„Wir wollen die Priorisierung für alle aufheben,“ sagte Köpping. Dazu bedarf es einer Änderung der Impfverordnung des Bundes, in der eine Regelung für Hotspots ergänzt wird. Köpping erwartet, dass diese Änderung am Donnerstag kommt. Geplant sind dann Impfungen für alle Einwohner des Vogtlandkreises ab 18 Jahre mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca. Derzeit sind eigentlich nur Impfungen für Menschen mit "höchster" und "hoher" Priorität vorgesehen.

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Die Impfungen in dem Landkreis sollen in den nächsten Tagen stufenweise hochgefahren werden. In Plauen wird am Mittwoch ein zusätzliches mobiles Impfzentrum eröffnet. „Das schafft mehr Kapazitäten“, sagte Köpping. Am Tag können dort 500 Personen geimpft werden. Außerdem sind zehn rollende Impfbusse im Einsatz. Ab kommender Woche sollen auch die Hausärzte im Kreis impfen.

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Der Vogtlandkreis ist schon seit Tagen sachsenweit Hotspot. In dem Kreis gab am Dienstag innerhalb der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner 251,3 Neuinfektionen. Sachsenweit liegt die Inzidenz bei 84,4.

Auch der Landkreis Nordsachsen und der Erzgebirgskreis liegt über dem Grenzwert von 100.

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