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Corona: RKI meldet mehr als 86.000 Neuinfektionen bundesweit

Inzidenz in Deutschland bleibt unter 500, Sorge vor neuer Welle im Herbst, weiter Maskenpflicht in Flugzeugen - unser Newsblog.

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Noch immer werden viele Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.
Noch immer werden viele Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. © dpa/Kira Hofmann

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt – das Wichtigste in Kürze:

  • Weiter Maskenpflicht in Flugzeugen von und nach Deutschland
  • Leipziger Buchmesse 2023 wird in den April verschoben
  • Gesundheitsminister fordern Vorbereitung auf Corona-Welle ab Herbst
  • Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Sachsen
  • Diese Quarantäne-Regeln gelten jetzt in Sachsen
  • Fragen und Antworten: Was tun bei einer Corona-Infektion?
  • Corona in Sachsen (Stand 16.5): 1.496.001 Infizierte (+2.024 seit Freitag), 15.446 Todesfälle (+9 seit Freitag), 7-Tage-Inzidenz aktuell: 224,9 (Montag: 238,3), Zahlen sind aufgrund von Meldeverzögerungen nicht belastbar
  • Corona in Deutschland (Stand 17.5.): 25.818.405 Infizierte (+86.252 zum Vortag), 137.714 Todesfälle (+215 zum Vortag), 7-Tage-Inzidenz: 437,6 (Montag: 439,2)

7.56 Uhr: Grünen-Gesundheitsexperte sieht Oktoberfest kritisch

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hält die Ausrichtung des Oktoberfestes in München für unvernünftig. "Ich bin mir nicht sicher, ob es klug und richtig ist (...), jetzt schon Versprechen auszusprechen, dass große Menschenansammlungen im Herbst auf jeden Fall wieder möglich sein sollen", sagte Dahmen dem Bayerischen Rundfunk. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause soll auf der Münchner Theresienwiese vom 17. September bis 3. Oktober das Oktoberfest wieder steigen.

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Es bestehe die große Gefahr neuer Varianten des Coronavirus, sagte Dahmen. Gerade deswegen sei es für die Menschen wichtig, dass man Vorsicht und Vorsorge in den Mittelpunkt dessen stelle, was komme und nicht Versprechen ausspreche, die man am Ende möglicherweise nicht einhalten könne.

6.24 Uhr: Patientenschützer fordern Steuermittel für Long-Covid-Versorgung

Für die bundesweite Versorgung von Menschen mit länger anhaltenden Beschwerden nach Corona-Infektionen sind aus Sicht von Patientenschützern zusätzliche Steuermittel nötig. "Die Bundesregierung ist aufgefordert, einen Post-Covid-Fonds aufzulegen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Dies allein im laufenden Budget der Kranken- und Pflegekassen zu machen, werde nicht möglich sein. Deutschlandweit arbeitende Ambulanzen an Krankenhäusern, Pflegeheimen, Versorgungszentren und Praxen müssten in der Lage sein, einer großen Patientenzahl therapeutische Hilfe anzubieten.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte den Aufbau flächendeckender Angebote für Menschen mit Covid-19-Folgebeschwerden angemahnt. Angesichts der steigenden Zahl an Patientinnen und Patienten sei das derzeitige Versorgungsangebot "bei Weitem nicht ausreichend", heißt es in einer am Montag vorgelegten Stellungnahme. Etabliert werden müssten etwa Spezialambulanzen und Reha-Kliniken.

Unter Long Covid werden laut dem Papier Beschwerden zusammengefasst, die mit einer Sars-CoV-2-Infektion verbunden werden und noch später als vier Wochen danach bestehen. Eine Unterform sei Post-Covid - dabei bestünden "anderweitig nicht erklärbare Symptome" noch drei Monate nach der Corona-Infektion. Zur Häufigkeit hieß es, dass laut epidemiologischen Studien eine Mehrheit der Menschen, die mit schwerem Covid-19-Verlauf auf Intensivstationen behandelt wurden, Langzeitkomplikationen entwickle. Nach milder Infektion erfüllten etwa 10 Prozent der Betroffenen die Post-Covid-Kriterien.

Dienstag, 5.15 Uhr: RKI registriert 86.252 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 437,6 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 439,2 gelegen (Vorwoche: 522,7; Vormonat: 834,3). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 86.252 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 107.568 registrierte Ansteckungen) und 215 Todesfälle (Vorwoche: 218) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25.818.405 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona-Pandemie: Das geschah am Montag

20.50 Uhr: Scholz: Wir werden mit unserer Schuldenlast klarkommen

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Sorgen wegen der hohen Staatsverschuldung infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs als unberechtigt zurückgewiesen. "Wir werden mit unserer Schuldenlast klarkommen. Das haben wir bewiesen", sagte der SPD-Politiker am Montagabend in der Sendung "RTL Direkt". Er verwies auf die hohe Schuldenaufnahme während der Finanzkrise 2008/2009, wo dies auch gelungen sei. Unter den G7-Mitgliedern sei Deutschland das Land gewesen, das am Ende der Krise weniger Staatsschulden als vorher gehabt habe.

Wäre nicht die Ukraine-Krise dazu gekommen, wäre es auch bei der Corona-Krise gelungen, den Schuldenstand wieder herunterzubringen, sagte Scholz. Jetzt werde man dafür noch ein paar Jahre brauchen. "Aber das wird uns gelingen." Der Kanzler betonte, dass die Regierung ab dem Jahr 2023 wieder die Schuldenbremse des Grundgesetzes einhalten wolle.

19.22 Uhr: Gesundheitsminister fordern Vorbereitung auf Corona-Welle ab Herbst

Die Gesundheitsminister der Länder dringen auf rechtzeitige Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle in Deutschland ab Herbst. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir dürfen uns nicht von den aktuell rückläufigen Inzidenzen täuschen lassen", erklärte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Petra Grimm-Benne aus Sachsen-Anhalt, nach einer Videoschalte mit Bundesminister Karl Lauterbach (beide SPD) am Montag. Der Bund soll demnach rasch einen "Masterplan" ausarbeiten und mit den Ländern abstimmen. Dazu gehören soll auch eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes.

Lauterbach begrüßte den Beschluss ausdrücklich. "Die Länder müssen in der Lage sein, auf ein mögliches Wiederaufflammen der Pandemie zu reagieren", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Dafür bräuchten sie mehr Instrumente, als das aktuelle Gesetz hergibt. "Wir müssen vorbereitet sein auf die kalte Jahreszeit. Ein klarer gesetzlicher Rahmen gehört dazu", sagte Lauterbach. Er hatte auch bereits ein Pandemie-Konzept für den Herbst angekündigt.

In einem einstimmig gefassten Beschluss der Länder wird der Bund aufgefordert, das Gesetzgebungsverfahren zeitnah einzuleiten. Ab Herbst könnte demnach etwa mit einer Maskenpflicht in Innenräumen reagiert werden. Zudem solle es um Verpflichtungen zur Vorlage von Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen mit entsprechenden Zugangsbeschränkungen für risikogefährdete Bereiche und Einrichtungen gehen - also um Regelungen wie 2G oder 3G. Genannt werden den Angaben zufolge auch verbindliche Infektionsschutzkonzepte.

Das erst kürzlich geänderte Infektionsschutzgesetz läuft bis 23. September. Allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Regelungen sind damit seit Anfang April weggefallen. Vorerst gilt ein "Basisschutz" - etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es aber vielerorts, etwa in Kultureinrichtungen, auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.

Lauterbach hatte am Wochenende vor einer Rückkehr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt, die zu schwereren Verläufen führt als die aktuelle Omikron-Variante. Auch Sachsen-Anhalts Ressortchefin Grimm-Benne erläuterte: "Mit Blick auf den Herbst und Winter müssen wir mit dem Auftreten neuer Virusvarianten rechnen."

15.23 Uhr: 2.024 Corona-Neuinfektionen und 9 neue Todesfälle in Sachsen

Das Gesundheitsministerium hat am Montag 2.024 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden von den Gesundheitsämtern gemeldet bekommen. Mit den aktuellen Zahlen wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.456.350 Infektionen in Sachsen registriert. Über das Wochenende kamen zudem 9 Todesfälle hinzu. Damit kamen im Freistaat bisher 15.446 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ums Leben. Die Zahl der Genesenen in Sachsen wird mit aktuell 1.456.350 angegeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen am Montag mit 238,3 angegeben. Am Samstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 260,7 gelegen. Auf den sächsischen Intensivstationen sind 71 Betten mit Covid-19 Patienten belegt. Das entspricht einer Auslastung von 54,6 Prozent. Für die Intensivstationen beträgt der kritische Wert 420 mit COVID-19-Patienten belegten Betten. Die Anzahl der durch Corona-Patienten belegte Betten auf der Normalstation beträgt 437 (54,8 Prozent).

14.50 Uhr: Förderbanken zahlen dreimal mehr Zuschüsse als vor Corona

Die deutsche Wirtschaft hat von den Förderbanken des Bundes und der Länder auch im zweiten Corona-Jahr Rekordmittel erhalten. Die Summe der Zuschüsse wuchs 2021 von 27,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 43,9 Milliarden Euro, wie der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands am Montag mitteilte. Das war etwa das Dreifache des Niveaus von 2019 vor der Corona-Krise. 27,8 Milliarden davon flossen in die gewerbliche Förderung, mehr als zehn Milliarden Euro in den Wohnungs- und Städtebau.

Die Summe der Darlehen ging zurück, blieb mit 81 Milliarden Euro aber auf hohem Niveau (Vorjahr: 91,9 Milliarden Euro). Bürgschaften und Haftungsfreistellungen summierten sich auf 9,5 Milliarden Euro, nachdem sie 2020 auf den Rekordwert von knapp 34 Milliarden Euro empor geschnellt waren.

"Dank der Corona-Hilfsprogramme des Bundes und der Länder, die die Förderbanken an die Wirtschaft gegeben haben, ist Deutschland im Vergleich gut durch die Pandemie-Zeit gekommen", bemerkte Erk Westermann-Lammers, Vorsitzender des Verbandsausschusses für die Förderbanken: "Doch die Wirtschaft bleibt im Krisenmodus."

14.06 Uhr: EU-Firmen beklagen Covid-Beschränkungen und Unsicherheit in China

Die in China tätigen europäischen Unternehmen leiden stark unter den seit Wochen anhaltenden Beschränkungen durch die strikte chinesische Null-Covid-Strategie. Der Vorsitzende der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, beklagte am Montag auch die starke Unberechenbarkeit der Situation. "Die Unsicherheit macht alles sehr schwierig. Was passiert als nächstes? Wann wird der nächste Lockdown umgesetzt?" Unternehmen brauchten Vorhersehbarkeit.

Wie Vertreter der Kammer berichteten, ist der Transport im Land stark zurückgegangen. Güterverkehr zwischen Städten sei schwierig. Betriebe müssten ihre Produktion aussetzen oder reduzieren. Lieferketten seien unterbrochen. Ein Großteil der Metropolen sei von Beschränkungen wegen teils kleinerer Covid-Ausbrüche betroffen. Der Lockdown in Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, mit strengen Ausgangssperren für Millionen dauere seit sechs Wochen an.

Wichtig sei jetzt eine Impfkampagne, um die mehr als 100 Millionen nicht oder nur unzureichend geimpften Menschen in China über 60 Jahre zu schützen. Auch müssten westliche Impfstoffe zugelassen werden. "Aber anstatt die Impfungen der älteren Menschen zu beschleunigen, haben sie sich in Wirklichkeit verlangsamt", berichtete Wuttke. "China ist weit von Herdenimmunität entfernt." Das erkläre auch die drakonischen Maßnahmen mit der Null-Toleranz-Politik.

Helfer in Schutzkleidung stehen vor geschlossenen Einzelhandelsgeschäften an einer Corona-Teststelle. Die Null-Covid-Strategie im Land trifft die in China tätigen europäischen Unternehmen hart.
Helfer in Schutzkleidung stehen vor geschlossenen Einzelhandelsgeschäften an einer Corona-Teststelle. Die Null-Covid-Strategie im Land trifft die in China tätigen europäischen Unternehmen hart. © Andy Wong/AP/dpa

13.25 Uhr: Krankenkasse verzeichnet mehr Burnout-Fälle seit Corona-Pandemie

Vor allem seit der Corona-Krise sind Berufstätige einer Erhebung der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) zufolge öfter und immer länger wegen eines Burnouts krankgeschrieben. Die durchschnittliche Krankheitsdauer unter den Versicherten sei seit 2017 Jahr für Jahr stetig gestiegen, teilte die KKH am Montag in Hannover mit. Den größten Sprung verzeichnete die Krankenkasse von 2019 auf das erste Corona-Jahr 2020 um 12,4 Prozent auf 31,5 Tage.

"Das deutet darauf hin, dass es seit der Pandemie zunehmend schwerere Fälle von Burnout bei Berufstätigen gibt", sagt KKH-Wirtschaftspsychologin Antje Judick. Bisher habe sich die Lage auch noch nicht wieder entspannt: Im vergangenen Jahr seien Arbeitnehmer durchschnittlich 31,7 Tage wegen einer entsprechenden Arztdiagnose arbeitsunfähig gemeldet gewesen. Die Zahl der Krankheitsfälle sei von 2020 auf 2021 um 6,4 Prozent gestiegen. In den beiden Jahren zuvor habe es Rückgänge gegeben.
Betroffen sind der Erhebung zufolge vor allem Krankenpfleger, Erzieher, Verkäufer und Bürofachkräfte.

Dies zeige, dass Menschen mit Jobs in gesundheitlich-sozialen Bereichen beziehungsweise in Berufen mit viel Menschenkontakt ein besonders hohes Risiko haben auszubrennen. "Die Pandemie hat die Lage noch einmal verschärft", sagte Judick. Gerade Berufstätige im Gesundheitssektor stünden seit Corona vor völlig neuen Herausforderungen, die Arbeitsbelastung sei immens gestiegen.

Auch Arbeitnehmer, die seit der Krise vermehrt im Homeoffice arbeiteten und während der Lockdown-Phasen ihre Kinder zu Hause betreuen mussten, hätten unter großem Druck gestanden. Job und Privatleben seien häufig kaum noch voneinander zu trennen gewesen. Viele Betroffene hätten daher keine Zeit zur Regeneration gehabt und sich ausgebrannt gefühlt. Auch Angst vor Krisen wie dem Ukraine-Krieg könne in einen Burnout führen, hieß es.

12.54 Uhr: Abschlussprüfungen für Ober- und Förderschüler in Sachsen - Bedingungen wegen Corona geändert

Für rund 20 200 Förder- und Oberschüler in Sachsen stehen die Abschlussprüfungen an. Am Freitag (20. Mai) geht es los mit dem Fach Englisch, wie das Kultusministerium am Montag mitteilte. Für rund 16 550 Schülerinnen und Schüler geht es um den Realschulabschluss, dafür müssen sie vier schriftliche und eine mündliche Prüfung absolvieren. 3650 Mädchen und Jungen streben einen Hauptschulabschluss an.

Nach Englisch folgen Deutsch, Mathematik und eine Naturwissenschaft (Biologie, Physik oder Chemie). Die mündlichen Prüfungen starten ab dem 20. Juni, die Termine legen die Schulen selbst fest.

Kultusminister Christian Piwarz sagte, die beiden Pandemie-Jahre seien für die Schülerinnen und Schüler nicht einfach gewesen. "Wir haben alles dafür getan, dass sie einen gleichwertigen Abschluss unter fairen Bedingungen bekommen." Der CDU-Politiker verwies auf Maßnahmen, um es den Schülern in der Corona-Krise leichter zu machen. So wurden bereits zu Beginn des Schuljahres Themen festgelegt, die nicht Schwerpunkt der schriftlichen Prüfungen sind. Zudem konnten einige nicht prüfungsrelevante Fächer abgewählt werden, und in den schriftlichen Prüfungen gibt es 30 Minuten mehr Zeit. Im vergangenen Jahr bekamen 97,6 Prozent der Prüflinge einen Realschulabschluss.

12.22 Uhr: Expertenrat: Versorgungsangebote für Long Covid reichen nicht

Flächendeckende Versorgungsangebote für Menschen mit Covid-19-Folgebeschwerden sollten aus Sicht des Expertenrats der Bundesregierung dringend aufgebaut werden. Angesichts der steigenden Zahl an Patientinnen und Patienten sei das derzeitige Versorgungsangebot "bei Weitem nicht ausreichend", heißt es in einer am Montag vorgelegten Stellungnahme des Gremiums zu Long/Post-Covid.

Es müssten Strukturen zur Versorgung von Betroffenen aller Altersgruppen etabliert werden, empfiehlt der Expertenrat. Genannt werden zum Beispiel Spezialambulanzen und Reha-Kliniken. Zu den weiteren Maßnahmen, die ebenfalls als dringend notwendig gelistet werden, zählt auch mehr Forschungsförderung zum Thema. Aufklärungs- und Informationskampagnen sollte es demnach für Akteure im Gesundheitswesen ebenso geben wie für die Bevölkerung.

Unter dem Oberbegriff Long Covid werden laut dem Papier Beschwerden zusammengefasst, die mit einer Sars-CoV-2-Infektion verbunden werden und die noch später als vier Wochen danach bestehen. Eine Unterform sei Post-Covid - dabei bestünden "anderweitig nicht erklärbare Symptome" noch drei Monate nach der Corona-Infektion und führten zu relevanten Einschränkungen im Alltag. Die Krankheitsanzeichen werden im Papier als komplex beschrieben. "Ein führendes Symptom vieler Post-Covid-Betroffener ist eine erhebliche Erschöpfung (Fatigue) und eingeschränkte Belastbarkeit."

Nach Einschätzung des Gremiums ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Art von Beschwerden die Gesellschaft sowie das Gesundheits- und Sozialversicherungssystems langfristig belasten. Zur Häufigkeit hieß es, dass laut epidemiologischen Studien eine Mehrheit der Menschen, die mit schwerem Covid-19-Verlauf auf Intensivstationen behandelt wurden, Langzeitkomplikationen entwickele. Nach milder Infektion erfüllten etwa 10 Prozent der Betroffenen die Post-Covid-Kriterien.

12.01 Uhr: Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 50 Todesfälle

Wenige Tage nach der Bestätigung der ersten Corona-Infektionen in Nordkorea ist die Zahl fieberbedingter Todesfälle im Land nach offiziellen Angaben auf 50 gestiegen. Bis zum Sonntagabend (Ortszeit) sei zudem die Zahl der Patienten mit Fiebersymptomen auf mehr als 1,2 Millionen geklettert, berichteten die Staatsmedien am Montag unter Berufung auf das Notfallzentrum zur Epidemie-Prävention. Mehr als die Hälfte von ihnen sei wieder genesen. Weiter vermied es das abgeschottete und autoritär regierte Land, die Krankheit direkt beim Namen zu nennen. Stattdessen war weiter von der "Ausbreitung der Epidemie" die Rede.

Bei einer neuen Dringlichkeitssitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei ordnete Machthaber Kim Jong Un den Berichten zufolge an, das Militär solle bei der Verteilung von Medikamenten helfen. Der Einsatz soll demnach jedoch zunächst auf die Hauptstadt Pjöngjang beschränkt sein.
Kim habe die zuständigen Stellen dafür gerügt, bisher keine ausreichende Versorgung mit medizinischen Mitteln zu gewährleisten, hieß es. Er habe sich unter anderem darüber informiert, welche fiebersenkenden und antibiotischen Mittel die Apotheken der Stadt vorrätig hätten und ob diese auch rund um die Uhr geöffnet seien.
Wie viele der gemeldeten Fieber-Fälle tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb weiter unklar.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un ordnete Berichten zufolge an, dass das Militär solle bei der Verteilung von Medikamenten helfen. Zuvor habe er sich darüber informiert, welche fiebersenkenden und antibiotischen Mittel die Apotheken der Stadt vor
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un ordnete Berichten zufolge an, dass das Militär solle bei der Verteilung von Medikamenten helfen. Zuvor habe er sich darüber informiert, welche fiebersenkenden und antibiotischen Mittel die Apotheken der Stadt vor © KCNA

11.24 Uhr: Leipziger Buchmesse 2023 wird in den April verschoben

Die Leipziger Buchmesse 2023 wird von ihrem angestammten Märztermin in den April verschoben. Dieser neue Termin biete "den sichersten Rahmen" für die Veranstaltung, teilte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner, am Montag mit. Die Buchmesse soll nun vom 27. bis 30. April 2023 stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie war sie zuletzt drei Jahre hintereinander ausgefallen. Vor allem die dritte Absage in diesem Jahr hatte heftige Diskussionen und Kritik ausgelöst. Mehr zur Verschiebung lesen Sie hier.

10.57 Uhr: Ifo: Rekord-Auftragsstau in der deutschen Industrie wegen Corona

In der mit Nachschubproblemen kämpfenden deutschen Industrie hat sich nach einer Analyse des Ifo-Instituts ein Rekordwert unerledigter Aufträge angehäuft. Der Auftragsbestand im April reichte für die nächsten viereinhalb Monate, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Montag mitteilten. Bei der Umfrage im Januar waren es noch 4,4 Monate gewesen. Im langjährigen Durchschnitt reicht der Auftragsbestand laut Ifo für lediglich 2,9 Monate.

"Der Auftragsstau spiegelt nicht nur die hohe Nachfrage nach deutschen Industriewaren in den vergangenen Monaten wider, sondern auch die Schwierigkeiten der Unternehmen, die bestehenden Aufträge aufgrund des Mangels an wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen zeitnah abzuarbeiten", sagte Timo Wollmershäuser, der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen. Besonders groß ist die Auftragsreichweite demnach in der Autoindustrie inklusive Zulieferern mit 7,4 Monaten und im Maschinenbau mit 6,5 Monaten. Der Ökonom erwartet eine Verschärfung der Lieferengpässe, vor allem als Folge der Corona-Lockdowns in China.

9.47 Uhr: Inzidenz in Sachsen sinkt weiter - vier Landkreise unter der 200er Marke

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist weiter gesunken. Nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Institusts (RKI) sind im Freistaat 238,3 von 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen an Corna erkrankt - das ist der niedrigste Wert seit 17. Januar. Der zuletzt gemeldete Wert vom Samstag lag bei 260,7. An Sonntagen meldet das RKI inzwischen keine aktuellen Werte mehr. Bundesweit sank die Inzidenz von 477 am Samstag auf aktuell 439,2.

In Sachsen weist nach RKI-Angaben weiterhin die Stadt Leipzig die meisten Wochen-Infektionsfälle auf: dort sank die Inzidenz auf 340,9. Von den vier der 13 Regionen, die inzwischen einen Wert unter 200 haben, hat der Landkreis Görlitz mit 133,7 den niedrigsten Wert. Die Landeshauptstadt Dresden hat mit 245,8 den fünfthöchsten Wert der Regionen.

8.53 Uhr: Leander Haußmann fühlte sich in Pandemie an DDR erinnert

Regisseur Leander Haußmann blickt kritisch auf die gesellschaftlichen Folgen von Corona. "Die Pandemie hat mich an bestimmte Situationen in der DDR erinnert", sagte der 62-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Ob ich nun jederzeit von einem Polizisten nach meinem Ausweis gefragt werden kann oder Partys denunziert werden. Auch wenn die Gründe absolut nachvollziehbar sind - ich war der erste, der Maske getragen hat -, aber all das weckt Erinnerungen."

Und er fügte hinzu: "Ordnungsgeld, nicht mehr auf Bänken sitzen: Das ist einfach der Stoff aus dem Diktaturen sind, da müssen wir aufpassen." In seinem neuen Film "Leander Haußmanns Stasikomödie" macht er sich lustig über Auswüchse der DDR-Staatssicherheit im Ostberlin der 1980er Jahre und wirft einen liebevollen Blick zurück auf die Künstlerszene damals im Prenzlauer Berg.

Seine Lehre: "Wenn die Straße leer ist und man bis zum Horizont gucken kann, dann geht man eben bei Rot über die Straße. Das war einfach Usus für einen jungen Menschen im Prenzlauer Berg. Heute bleiben alle selbst bei leerer Straße an der roten Ampel stehen. Ich finde, ein ganz klein wenig ziviler Ungehorsam bringt uns weiter."

Film- und Theaterregisseur und Schauspieler Leander Haußmann.
Film- und Theaterregisseur und Schauspieler Leander Haußmann. © Carsten Koall/dpa

7.50 Uhr: Strikte Corona-Beschränkungen bremsen Chinas Wirtschaft

Die strikten Beschränkungen durch Chinas Null-Covid-Strategie bremsen die zweitgrößte Volkswirtschaft stärker als erwartet. Die Industrieproduktion fiel im April überraschend um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt am Montag in Peking berichtete. Auch die Einzelhandelsumsätze brachen deutlicher als von Analysten vorhergesagt sogar um 11,1 Prozent ein. "Der Covid-Ausbruch im April hatte große Auswirkungen auf die Wirtschaft, aber die Folgen werden kurzfristig sein", meinte der Sprecher des Statistikamtes, Fu Ying. Die langfristigen Grundlagen der chinesischen Wirtschaft seien unverändert.

Wenn die Covid-Kontrollen Fortschritte machten und die Politik zur Stabilisierung der Wirtschaft ihre Wirkung zeigten, sei zu erwarten, dass sich Konjunktur wieder schrittweise erhole. Die Zahlen für April deuten nach Ansicht von Experten aber vielmehr darauf hin, dass der Abschwung in diesem Jahr stärker als erwartet ausfällt. "Die Daten für die Aktivitäten im April haben den Schaden durch die Lockdowns in Shanghai und anderen Teilen des Landes offengelegt", hieß es in einer Analyse der Finanzagentur Bloomberg. "Die Auswirkungen sind viel breiter und tiefer als erwartet."

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6.41 Uhr: Weiter Maskenpflicht in Flugzeugen von und nach Deutschland

Bei Flügen von und nach Deutschland gilt auch mit Inkrafttreten gelockerter EU-Empfehlungen ab Montag weiterhin die Maskenpflicht zum Schutz vor Corona-Ansteckungen. Dies betrifft nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums alle Maschinen, die in Deutschland starten oder landen. Beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges sind FFP2- oder medizinische Masken zu tragen. Abnehmen kann man sie nur beim Essen und Trinken. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder unter sechs Jahren. Die Maskenpflicht entspreche auch den neuen EU-Empfehlungen, hatte das Ministerium erläutert.

Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfehlen ab Montag nicht mehr generell verpflichtendes Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen. Wenn am Abflug- oder Zielort eine Maskenpflicht im Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in Maschinen gelten. In Deutschland ist die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die jeweils die Länder anordnen.

Generell entfällt mit der gelockerten EU-Empfehlung längst nicht auf allen Flügen die Maskenpflicht. Europas größter Billigflieger Ryanair veröffentlichte eine Liste von 15 EU-Staaten, in denen über nationale Gesetze das Tragen von Gesichtsmasken zur Corona-Prävention weiter gilt. Neben Deutschland sind auch wichtige Tourismus-Ziele wie Spanien, Griechenland, Portugal und Italien darunter.

Ein weiblicher Fluggast mit Maske schaut vor dem Start eines Flugzeugs aus dem Fenster. Die Maskenpflicht beim Fliegen bleibt von und nach Deutschland.
Ein weiblicher Fluggast mit Maske schaut vor dem Start eines Flugzeugs aus dem Fenster. Die Maskenpflicht beim Fliegen bleibt von und nach Deutschland. © Andreas Arnold/dpa (Archiv)

Montag, 5.58 Uhr: Dresdner Juwelendiebstahl-Prozess Wochen im Verzug

Der Prozess um den Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe am Dresdner Landgericht ist inzwischen vier Wochen im Verzug - wegen der Corona-Pandemie. Seit Beginn der Hauptverhandlung gegen sechs Tatverdächtige Anfang Februar sind nach Angaben eines Gerichtssprechers bisher acht Termine ausgefallen, vornehmlich aufgrund von Covid-19-Erkrankungen von Verfahrensbeteiligten. Gut ein Dutzend, die dort befragt werden sollten, müssten neu geladen werden.

Die sechs jungen Männer zwischen 23 und 28 Jahren sind wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung angeklagt. Sie stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie. Am frühen Morgen des 25. November 2019 sollen sie aus der Schatzkammer 21 Schmuckstücke mit insgesamt 4.300 Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro gestohlen und Sachschäden in Höhe von mehr als einer Million Euro hinterlassen haben. Ihnen wird auch vorgeworfen, einen Stromkasten in der Altstadt sowie in der Tiefgarage eines Wohnhauses ein Fluchtauto angezündet zu haben.

Corona-Pandemie - das geschah am Wochenende

14.37 Uhr: Fußball-Asienmeisterschaft findet 2023 nicht in China statt

Wegen seiner strikten Null-Corona-Politik gibt China die für kommendes Jahr geplanten Fußball-Asienmeisterschaften auf. Wie die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) am Samstag mitteilte, habe China den Verband darüber informiert, nicht dazu in der Lage zu sein, das Turnier wie geplant auszurichten.

"Die AFC erkennt die außergewöhnlichen Umstände an, die durch die Covid-19-Pandemie verursacht wurden", hieß es weiter. Details zu den nächsten Schritten würden zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Der Wettbewerb mit 24 Nationalmannschaften hätte eigentlich vom 16. Juni bis 16. Juli 2023 in zehn chinesischen Städten stattfinden sollen.

Mit der Verbreitung von Omikron erlebt China derzeit die größte Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. In Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, und anderen Metropolen herrschen Ausgangssperren. Vor dem Hintergrund der strengen Maßnahmen hatte China bereits die Verschiebung der Asienspiele angekündigt. Die Leichtathletik-Wettkämpfe hätten eigentlich im September in der ostchinesischen Metropole Hangzhou ausgetragen werden sollten.

10.40 Uhr: Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 21 Tote

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea 21 neue Todesfälle gemeldet. Die Opfer hätten sich unter den bisher mehr als 520 000 Menschen befunden, die seit Ende April Fieber bekommen hätten. Am Freitag sei die Zahl der fieberbedingten Todesfälle auf 27 gestiegen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Samstag. Wie viele von ihnen tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb aber unklar. Das weithin isolierte und autoritär geführte Land hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt.

Machthaber Kim Jong Un bezeichnete den Berichten zufolge bei einer Sitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei die Ausbreitung der "bösartigen Krankheit" einen großen Umbruch in der Geschichte des Landes. Die öffentliche Gesundheitskrise sei auf Inkompetenz und Unverantwortlichkeit zurückzuführen. Zugleich äußerte sich Kim zuversichtlich, dass der Ausbruch kontrollierbar sei. Er habe die Parteiorganisationen auf allen Ebenen dazu aufgerufen, "die Stoßbrigade und kugelsichere Mauer im gegenwärtigen intensiven Kampf gegen die Epidemie" zu sein, hieß es.

Nordkorea hatte am Donnerstag zunächst von einer unbestimmten Zahl von Bewohnern der Hauptstadt Pjöngjang gesprochen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Einen Tag später hieß es, das Virus habe sich im ganzen Land verbreitet. Sechs Menschen mit Fieber seien gestorben und bei einem Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden.

8.33 Uhr: 61.859 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 477,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 485,7 gelegen (Vorwoche: 544,0; Vormonat: 1015,7).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 61.859 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 72.252 registrierte Ansteckungen) und 144 Todesfälle (Vorwoche: 184) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Corona-Pandemie: Das geschah am Freitag

22.45 Uhr: Österreich hebt alle Corona-Einreiseregeln auf


Zur Einreise nach Österreich ist ab Montag kein Nachweis über eine Corona-Impfung oder -Genesung mehr nötig. Auch einen negativen Corona-Test müssen Reisende nicht mehr vorlegen, wie aus der Einreiseverordnung hervorgeht, die das Gesundheitsministerium am Freitagabend aktualisierte. Theoretisch gelten noch Auflagen für Einreisen aus Virusvariantengebieten. Derzeit steht aber kein Land auf der Liste.

21.33 Uhr: Sächsische Justizministerin hat Corona

Sachsens Justizministerin Katja Meier hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte die Grünenpolitikerin am Freitagabend in einer Videoschalte. Sie sprach von zuhause zu den Delegierten des Landesparteitags der Grünen in Neukieritzsch. Meier sagte, es habe sie erwischt. Äußerlich zeigte sie keine Anzeichen für Symptome. Mehr über den Parteitag erfahren Sie hier im Artikel.

Katja Meier (Grüne) ist seit Dezember 2019 Sächsische Staatsministerin der Justiz. Jetzt hat sie sich mit dem Corona-Virus infiziert und nimmt am Grünenparteitag nur virtuell teil.
Katja Meier (Grüne) ist seit Dezember 2019 Sächsische Staatsministerin der Justiz. Jetzt hat sie sich mit dem Corona-Virus infiziert und nimmt am Grünenparteitag nur virtuell teil. © Archiv/Ronald Bonss

20.20 Uhr: Passionsspiele in Oberammergau beginnen wegen Corona 2 Jahre verspätet

Mit zweijähriger Corona-Verspätung beginnen an diesem Samstag in Oberammergau die weltberühmten Passionsspiele. Alle zehn Jahre führen die Bewohner des Alpendorfes gemäß einem Pestgelübde von 1633 das "Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" auf. Rund 2.100 Einheimische wirken dieses Mal mit, mehr als ein Drittel der rund 5.200 Einwohner. Zur Eröffnung halten der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst. Bei der Premiere werden prominente Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft erwartet.

Unter ihnen sind Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der Apostolische Nuntius Nikola Eterovic, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und seine Vorgängerin in dem Amt, Charlotte Knobloch. Auf der Gästeliste stehen unter anderen auch die Schauspielerin Uschi Glas und ihre Kollegen Ben Becker und Dieter Hallervorden sowie Ex-Torhüter Jens Lehmann. Auf der Bühne werden bewährte Hauptdarsteller zu sehen sein. Jesus (Frederik Mayet), Maria (Maria Hecht) und einige andere Darsteller hatten dieselbe Rolle schon bei der Passion 2010. Das Los entschied über die Premierenbesetzung, die 20 Hauptrollen sind doppelt besetzt. Bei den gut 100 Vorstellungen bis 2. Oktober wird durchgewechselt. Rund 75 Prozent der insgesamt rund 450.000 Tickets sind verkauft.

Der Darsteller eines der "Lebenden Bilder" stehen bei der Fotoprobe zu den 42. Oberammergauer Passionsspielen auf der Bühne. Am 14. Mai 2022 ist Premiere.
Der Darsteller eines der "Lebenden Bilder" stehen bei der Fotoprobe zu den 42. Oberammergauer Passionsspielen auf der Bühne. Am 14. Mai 2022 ist Premiere. © Angelika Warmuth/dpa

18.28 Uhr: Piloten: Sonderweg bei Maskenpflicht in Flugzeugen nicht praktikabel

Die Maskenpflicht in Flugzeugen sollte nach Meinung der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" auch in Deutschland so schnell wie möglich abgeschafft werden. "Unsere Passagiere sind so international wie die gesamte Branche, Insellösungen sind da nicht praktikabel" sagte VC-Präsident Stefan Herth am Freitag laut einer Mitteilung. Er verwies auf Erfahrungen aus den Anfangszeiten der Corona-Krise, in der die Crews aufgrund widersprüchlicher Regelungen zahlreiche Schwierigkeiten mit den Gästen erlebt hätten. Der Pilotenvertreter warnte: "Selbst bei innereuropäischen Umsteigeverbindungen wäre das Chaos vorprogrammiert. Konflikte mit Gästen sind garantiert und Verspätungen zu erwarten. Das darf so nicht erneut stattfinden - insbesondere wo die Reisesaison unmittelbar bevorsteht."

Am Montag hatten zwei EU-Behörden ihre Empfehlungen für den Luftverkehr gelockert. Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC nahmen die generelle Empfehlung zum verpflichtenden Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen zurück. Wenn an Abflug- oder Zielort Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in den Maschinen gelten. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich daraufhin dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht auch in deutschen Verkehrsmitteln schnell zu beenden.

17.25 Uhr: 1.665 Corona-Neuinfektionen und 4 neue Todesfälle in Sachsen

Das Gesundheitsministerium hat am Freitag 1.665 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden von den Gesundheitsämtern gemeldet bekommen, am Donnerstag waren es 2.177 neue Fälle. Vor genau einer Woche wurden mit 2.550 noch gut 850 neue Infektionen mehr gemeldet. Mit den aktuellen Zahlen wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.493.977 Infektionen in Sachsen registriert. Innerhalb eines Tages kamen zudem 4 Todesfälle hinzu, so wenige wie seit Wochen nicht. Damit kamen im Freistaat bisher 15.437 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ums Leben. Die Zahl der Genesenen in Sachsen wird mit aktuell 1.451.650 angegeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen am Freitag mit 274,4 angegeben. Am Donnerstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 281,3 gelegen. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz mit 485,7 an (Vortag: 502,4). Den höchsten Inzidenzwert in Sachsen hat jetzt wieder die Stadt Leipzig mit 405,7, den niedrigsten erneut der Landkreis Görlitz mit 157,2. Dresden weist mit 291,1 den fünfthöchsten unter den 13 Regionen im Freistaat auf. Experten gehen allerdings seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

16.27 Uhr: Fairtrade-Pionier Gepa steigerte im zweite Corona-Jahr den Umsatz

Das auf fairen Handel spezialisierte, kirchennahe Handelshaus Gepa hat im zweiten Corona-Jahr 2021 seinen Umsatz weiter gesteigert. Insgesamt erhöhte sich der Großhandelsumsatz um 4,7 Prozent auf 84,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Wuppertal mitteilte. Der Umsatz über den Einzelhandel stieg den Angaben zufolge um 5,6 Prozent auf 39,2 Millionen Euro. Über Weltgruppen und Initiativen wurden mit 17,5 Millionen Euro 0,5 Prozent weniger verkauft als im bereits schwierigen Vorjahr. Das Außer-Haus-Geschäft mit Kantinen oder Bildungseinrichtungen ging um 2,5 Prozent auf 5,2 Millionen Euro zurück.

Dagegen wuchsen die Umsätze im Onlineshop um gut 20 Prozent auf 3 Millionen Euro. Wichtigste Gepa-Produkte waren weiterhin Kaffee und Schokolade, die zusammen auf ein Umsatzvolumen von mehr als 56 Millionen Euro kamen. "Circa 86,5 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes erzielen wir mit fairen Bio-Produkten, viele davon wie etwa Schokolade und Tee auch mit Naturland-Zeichen", betonte Gepa-Geschäftsführer Peter Schaumberger.

Kleber Cruz Garcia (Einkaufsmanager Kaffee, links), Matthias Kroth (Kaufmännischer Geschäftsführer, 2. v.l.), Peter Schaumberger (Geschäftsführer Marke und Vertrieb, 2. v.r.) sowie Andrea Fütterer (Leiterin Abteilung Grundsatz und Politik, rechts) blickte
Kleber Cruz Garcia (Einkaufsmanager Kaffee, links), Matthias Kroth (Kaufmännischer Geschäftsführer, 2. v.l.), Peter Schaumberger (Geschäftsführer Marke und Vertrieb, 2. v.r.) sowie Andrea Fütterer (Leiterin Abteilung Grundsatz und Politik, rechts) blickte © Fischer/GEPA mbH/obs

15.48 Uhr: Sachsen: 4,9 Millionen für kommunale Jugendhilfe - Aufholen nach Corona

Die Kommunen in Sachsen erhalten 4,9 Millionen Euro für Angebote der Jugendhilfe vor Ort. Der Freistaat stellt den Landkreisen und Städten das Geld aus dem Bundesaktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" zur Verfügung, wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte. Im vergangenen Jahr erhielten die Kommunen bereits 2,9 Millionen Euro aus dem Programm.

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte, dass die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche mit dieser Maßnahme ein Stück weit abgefedert werden könnten. "Das Aufholen nach Corona ist damit aber bei weitem nicht beendet", erklärte sie. Der Bund müsse das Aktionsprogramm fortführen und erweitern.

14.52 Uhr: Länder: Corona-Aufholprogramm für Kinder soll weitergehen

Ein Bundesprogramm zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach der Corona-Pandemie soll nach Ansicht der Länder über das Jahr 2022 hinaus fortgesetzt werden. Auf diese Forderung hätten sich die Jugend- und Familienminister auf Initiative Niedersachsens verständigt, teilte das Sozialministerium in Hannover am Freitag mit. Bei der Planung des Programms "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" im vergangenen Jahr habe man noch die Hoffnung gehabt, die Pandemie zeitnah in den Griff zu bekommen.

In vielen Bereichen hätten Kinder, Jugendliche und ihre Familien aber noch keine Möglichkeit gehabt, von den Maßnahmen zu profitieren, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Die SPD-Politikerin forderte, dass Bewegung, Kultur und Freizeit wichtige Schwerpunkte in einem Nachfolgeprogramm werden. Außerdem sollten Kinder und Jugendliche aktiv an der Gestaltung und Umsetzung des neuen Programms beteiligt werden. Das Corona-Aufholprogramm war noch von der alten Bundesregierung beschlossen worden. Der Bund investiert dafür nach eigenen Angaben insgesamt zwei Milliarden Euro.

14.14 Uhr: Zahl der Covid-19-Intensivpatienten erstmals seit Monaten dreistellig

Die Zahl der Schwerkranken, die auf Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19 behandelt werden, ist auf unter 1.000 gesunken. Der Stand war im Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag mit genau 979 angegeben. So niedrig war diese Patientenzahl demnach seit Ende August des Vorjahres nicht mehr. Im Dezember 2021 waren noch knapp 4.900 schwer erkrankte Covid-19-Fälle zeitgleich behandelt worden, danach sanken die Werte mit zwischenzeitlichen Plateauphasen ab.

Der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, erklärte auf Anfrage, dass er mit einem weiteren Rückgang rechne. Es sei an der Zeit, sich zu erholen und Resilienz auszubilden. "Wir brauchen Kraft für Herbst und Winter" - es gelte, sich jetzt optimal vorzubereiten für den dann wieder steigenden Infektionsdruck. "Dazu gehört auch dass wir Extrempositionen verlassen und uns wieder mehr die Hand reichen sollten." Vor genau einem Jahr war der Wert der Schwerkranken auf Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19 den Divi-Zahlen nach mehr als viermal so hoch wie aktuell. Die nun geringere Zahl schwerer Verläufe - trotz sehr hoher Infektionszahlen - wird von Experten auf den zunehmenden Aufbau von Immunität in der Bevölkerung zurückgeführt, insbesondere durch die Impfungen. Die seit Ende vorigen Jahres immer stärker verbreitete Omikron-Variante gilt auch per se als weniger krankmachend.

Die offizielle bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitag mit 485,7 an. Vor einer Woche waren es 553,2 Neuinfektionen binnen sieben Tagen und 100.000 Einwohner. Allerdings gehen Experten von sehr vielen nicht erfassten Fällen aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen, mit dem sie statistisch erfasst werden. Das RKI stellt in seinem Wochenbericht vom Donnerstagabend heraus, das Infektionsgeschehen sei zuletzt zwar weiter rückläufig - der Infektionsdruck und die Gefährdung durch Covid-19 für die Gesundheit der Bevölkerung blieben aber hoch.

Pflegemitarbeiter kümmern sich auf der Intensivstation um Patienten mit Covid-19.
Pflegemitarbeiter kümmern sich auf der Intensivstation um Patienten mit Covid-19. © Joe Giddens/PA Wire/dpa (Archiv)

13.33 Uhr: Keine Regierungspläne für Ende der Maskenpflicht in Verkehrsmitteln

Die Bundesregierung plant vorerst keine Abschaffung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Pflicht in Bussen und Bahnen, wo man Abstände nicht einhalten könne und auf engem Raum zusammensitze, sei bislang aus gutem Grund so erlassen worden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Er könne nicht davon berichten, dass es jetzt Planungen gebe, die Maskenpflicht aufzuheben. Hebestreit verwies zugleich mit Blick auf den Sommer auf eine laufende Diskussion, "indem wir uns immer wieder neu an das Pandemiegeschehen anpassen müssen".

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Flugzeugen zu beenden. Das Bundesgesundheitsministerium lehnte den Vorstoß ab. Ressortchef Karl Lauterbach (SPD) schrieb auf Twitter, mit täglich bis zu 150 Corona-Toten und einer immer noch sehr hohen Inzidenz "fehlt der Spielraum, auf Masken im öffentlichen Verkehr zu verzichten."

Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen ist im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die jeweils die Länder anordnen.

13.00 Uhr: Radebeul lädt nach Corona-Pause wieder zu Karl-May-Festtagen

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause dürfen sich Fans des Schriftstellers Karl May (1842-1912) wieder auf ein Abenteuer-Wochenende in Radebeul freuen. Die 29. Karl-May-Festtage beschäftigen sich am letzten Mai-Wochenende (27. bis 29. Mai) mit dem sagenumwobenen "Schatz im Lößnitzgrund", wie die Stadt Radebeul am Freitag mitteilte.

Das Wochenende steht ganz im Zeichen von Country-Musik. Bands wie die Free Bears sollen am Samstag und Sonntag in der Westernstadt Little Tombstone für Stimmung sorgen. Auch für Kinder sind verschiedene Programmpunkte geplant: Sie können im Lößnitz River nach Gold schürfen, auf Eseln reiten und beim Bogenschießen ihr Talent unter Beweis stellen. Erwachsene May-Fans dürfen sich unter anderem auf eine Gesprächsrunde zur Friedensbotschaft des Autors freuen.

Die Stadt Radebeul organisiert in Gedenken an Karl May jeweils am Wochenende nach Himmelfahrt die Festtage. Zuletzt kamen etwa 30.000 Besucherinnen und Besucher.

11.57 Uhr - UPDATE: Mehr als 23.600 Beschäftigte in Pflege und Gesundheit ohne Impfnachweis

Mehr als 23.600 Beschäftigte von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Sachsen haben keinen oder keinen vollständigen Nachweis zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht vorgelegt. Das geht aus Zahlen hervor, die 12 der 13 sächsischen Gesundheitsämter mit Stand Ende April an das Sozialministerium übermittelten, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Gut die Hälfte der insgesamt 23.625 Menschen wurden durch die Gesundheitsämter zum Vorlegen der Nachweise aufgefordert. Es sei aber bislang kein Betretungs- oder Tätigkeitsverbot ausgesprochen worden. Zudem wurde auch noch kein Bußgeld gegen einen Beschäftigten oder eine Einrichtung verhängt.

Die meisten Fälle meldete die Stadt Dresden (4.863), gefolgt vom Landkreis Bautzen (3.498), der Stadt Chemnitz (3.010) sowie der Stadt Leipzig (2507). Es folgen die Landkreise Zwickau (2.342), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2.251), Görlitz (1.920), Meißen (1.500) sowie der Vogtlandkreis (941), der Erzgebirgskreis (440) und der Landkreis Leipzig (353). Die Angaben für den Landkreis Mittelsachsen sind laut Ministerium noch unvollständig, der Landkreis Nordsachsen hat bisher noch gar nicht gemeldet.

11.07 Uhr: Industrieproduktion in der Eurozone gesunken

Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im März unter Druck geraten. Die Produktion sei um 1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten mit 2,0 Prozent einen noch etwas stärkeren Rückgang erwartet. Der Anstieg im Februar fiel mit revidiert 0,5 Prozent etwas schwächer aus als zunächst ermittelt.

Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Produktion um 0,8 Prozent. Hier hatten Experten einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet. Bei den Untergruppen stieg im Monatsvergleich nur die Produktion von Gebrauchsgütern. Besonders deutlich sank die Herstellung von Investitions- und Verbrauchsgütern. Auch die Produktion von Energie ging zurück.

Die Industrie leidet unter Lieferkettenengpässen sowie hohen Energie- und Rohstoffpreisen. Der Krieg in der Ukraine und die harte Corona-Politik in China sind die Hauptgründe für die Belastungen.

In den Euroländern fiel die Entwicklung sehr unterschiedlich aus. Die höchsten monatlichen Rückgänge wurden in der Slowakei (minus 5,3 Prozent), Deutschland (minus 5,0) und Luxemburg (minus 3,9) registriert. Die höchsten Anstiege wurden in Litauen (plus 11,3 Prozent), Estland (plus 5,1) und Griechenland (je plus 5,0) beobachtet.

9.30 Uhr: Südkorea bietet Nordkorea Lieferung von Corona-Impfstoffen an

Südkorea will dem abgeschotteten Nachbarn Nordkorea bei den Bemühungen helfen, den ersten offiziellen Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen. Präsident Yoon Suk Yeol biete Nordkorea an, Corona-Impfstoffe und andere medizinische Versorgungsgüter zu liefern, teilte das Präsidialamt in Seoul am Freitag mit. Ein Sprecher Yoons äußerte seine Hoffnung, über Details der Hilfe mit Nordkorea sprechen zu können. Die Zahl der Corona-Verdachtsfälle in Nordkorea scheint sich demnach wegen eines massiven Ausbruchs explosionsartig zu erhöhen.

Zunächst war unklar, ob Nordkorea um Hilfe gebeten hat und ob beide Länder deswegen schon Kontakt aufgenommen haben. Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist derzeit nach einer Reihe von Tests mit ballistischen Raketen durch Nordkorea angespannt. Dabei handelt es sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die einen Atomsprengkopf tragen können.

Nordkorea hat am Freitag den ersten Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Ende April seien sechs Menschen mit Fieber gestorben, das sich aus noch ungeklärter Ursache schnell im ganzen Land ausgebreitet habe, berichteten die Staatsmedien. Bei einem der Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden. Erst am Vortag hatte das Land zum ersten Mal offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Eine unbestimmte Zahl von Fällen trat demnach in Pjöngjang auf.

7.42 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen bei 274,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen am Freitag mit 274,4 angegeben. Am Donnerstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 281,3 gelegen. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz mit 485,7 an (Vortag: 502,4).

Experten gehen allerdings seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Nicht alle Infizierten lassen einen PCR-Test machen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

6.20 Uhr: Grünen-Experte gegen Ende der Maskenpflicht in Verkehrsmitteln

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bekommt für seinen Vorstoß für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Flugzeugen Widerspruch vom grünen Koalitionspartner. "Es wäre unvernünftig, die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln schon jetzt aufzuheben", sagte Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen Schutzmasken in Bahn und Bus für einen sicheren Sommer." Dahmen verwies auch auf das Gedränge in vielen Fahrzeugen. "Die Pandemie mag manchem aus dem Sinn sein, sie ist aber nicht aus unserem Leben verschwunden."

Am Montag hatten zwei EU-Behörden ihre Empfehlungen für den Luftverkehr gelockert. Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC nahmen die generelle Empfehlung zum verpflichtenden Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen zurück. Wenn an Abflug- oder Zielort Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in den Maschinen gelten.

Dahmen sagte, einen Widerspruch zwischen europäischen und nationalen Vorgaben könne er nicht erkennen. "Die europäischen Empfehlungen schließen eine nationale Maskenpflicht ausdrücklich mit ein." Die derzeitige Pandemie-Lage gebe keinen Anlass für vorzeitige Änderungen des Infektionsschutzgesetzes.

5.47 Uhr: Nordkorea meldet ersten Covid-19-Todesfall

Nordkorea hat erstmals einen Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Ende April seien sechs Menschen mit Fieber gestorben, das sich aus noch ungeklärter Ursache "explosiv" im ganzen Land ausgebreitet habe, berichteten die Staatsmedien am Freitag. Bei einem der Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 des Coronavirus nachgewiesen worden. Erst am Vortag hatte das abgeschottete und autoritär regierte Land zum ersten Mal offiziell seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Die unbestimmte Zahl von Fällen trat demnach in Pjöngjang auf.

Freitag, 5 Uhr: RKI registriert 68.999 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 485,7

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 485,7 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 502,4 gelegen (Vorwoche: 553,2; Vormonat: 1044,7). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 68.999 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 85.073 registrierte Ansteckungen) und 164 Todesfälle (Vorwoche: 214) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25.661.838 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona-Pandemie - das geschah am Donnerstag:

21.54 Uhr: Corona-Videogipfel: Neue Milliarden-Zusagen im Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind nach Angaben des Weißen Hauses neue finanzielle Zusagen in Milliardenhöhe zusammengekommen. Anlässlich eines internationalen Corona-Videogipfels seien von verschiedenen Ländern, Nichtregierungsorganisation und privaten Geldgebern Zusagen in Höhe von drei Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Milliarden Euro) gemacht worden, hieß es am Donnerstag in Washington. Dabei handele sich um Summen, die zuvor noch nicht bekanntgegeben worden seien und die über die bisherigen Zusagen für 2022 hinausgingen. Rund 962 Millionen US-Dollar (923 Millionen Euro) seien für einen neuen Fonds für Pandemievorsorge und globale Gesundheitssicherheit der Weltbank bestimmt, so das Weiße Haus.

Mit dem Corona-Gipfel will US-Präsident Joe Biden dem Kampf gegen das Virus zu neuem Schub verhelfen. Neben den USA sind Deutschland und andere Staaten Ko-Vorsitzende bei dem Online-Treffen. Bereits im vergangenen Jahr gab es einen ersten Gipfel dieser Art. Die USA haben nach eigenen Angaben bisher mehr als 19 Milliarden US-Dollar (rund 18 Milliarden Euro) an gesundheitlicher, humanitärer und wirtschaftlicher Hilfe bereitgestellt. Sie haben sich außerdem verpflichtet, der Welt 1,2 Milliarden Impfdosen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Davon seien bisher mehr als 535 Millionen Dosen geliefert worden, so das Weiße Haus.

Eine Passantin hält eine FFP-2 Maske in der Hand. Für viele Menschen hat Corona in den vergangenen Monaten seinen Schrecken verloren. Vorbei ist die Pandemie aber nicht.
Eine Passantin hält eine FFP-2 Maske in der Hand. Für viele Menschen hat Corona in den vergangenen Monaten seinen Schrecken verloren. Vorbei ist die Pandemie aber nicht. © Sina Schuldt/dpa

21.14 Uhr: Zwei Millionen bestätigte Covid-19-Todesfälle in WHO-Region Europa

In den 53 Ländern der WHO-Region Europa sind mittlerweile mehr als zwei Millionen Menschen nachweislich im Zuge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Obwohl diese Zahl verheerend sei, stelle sie nur einen Bruchteil der gesamten Todesfälle dar, die direkt oder indirekt mit Covid-19 in Verbindung stünden, teilte das europäische Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Kopenhagen mit. Auch wenn die Fallzahlen rückläufig seien, blieben sie viel zu hoch. Sars-CoV-2 bleibe "ein Killervirus", vor allem für Ungeimpfte und Anfällige. Es brauche jetzt und langfristig entscheidende Schritte an verschiedenen Fronten.

Die WHO fasst die Region Europa weiter als etwa die Europäische Union. Zu ihr zählen neben der EU auch viele weiter östlich gelegene Staaten, darunter die Türkei, Russland und die Ukraine. US-Präsident Joe Biden sprach für die USA von einer Million Covid-19-Toten im Land seit Beginn der Pandemie. "Eine Million leere Stühle am Abendbrottisch. Jeder einzelne ein unersetzlicher Verlust", sagte er. Die US-Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete mit Stand Dienstag knapp 996.000 Tote. Zuletzt starben pro Tag in den USA täglich um die 300 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

20.23 Uhr: RKI: Sinkendes Corona-Infektionsgeschehen, mehr Influenza-Infektionen

Zeitgleich zum rückläufigen Corona-Infektionsgeschehen sieht das Robert Koch-Institut eine Zunahme von Influenza-Infektionen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche weiter deutlich, nämlich um 21 Prozent, wie aus dem RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend hervorgeht. Viele Hospitalisierungsindikatoren und auch die Zahl der Todesfälle haben demnach zuletzt weiter abgenommen. Mit knapp einer halben Million in der letzten Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen bleibe der Infektionsdruck aber noch immer hoch.

Zugleich zeige sich neben dem noch anhaltenden Covid-19-Geschehen insbesondere bei Kindern in der Altersgruppe zwischen fünf und 14 Jahren eine deutliche Zunahme von Influenza-Infektionen, schreiben die Experten. "Bei Symptomen einer neu auftretenden Atemwegserkrankung (Schnupfen, Halsschmerzen, Husten) unabhängig vom Impfstatus und Erregernachweis empfehlen wir: Kontakte meiden, um Infektionen nicht zu verbreiten und Risikogruppen zu schützen", heißt es dazu bei Twitter.

Die Gefährdung durch Covid-19 für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI noch als "hoch" ein. Vergangene Woche hatte das Institut seine Risikobewertung der aktuellen Corona-Lage in Deutschland um eine Stufe von "sehr hoch" gesenkt. "Die Impfung hat aufgrund ihrer hohen Schutzwirkung vor einem schweren Verlauf auch bei Erkrankungen durch die Omikron-Variante nicht an Bedeutung verloren", bekräftigt das RKI erneut.

19.46 Uhr: Kinderarbeitsreport: Kindeswohl durch Pandemie massiv bedroht

Die Corona-Pandemie hat in vielen Regionen der Welt die Lebensbedingungen von Kindern einem aktuellen Report zufolge deutlich verschlechtert. Für Millionen von ihnen habe COVID-19 Hunger, Armut und das Ende von Bildungschancen bedeutet, warnte die internationale Kinderhilfswerk terre des hommes mit Blick auf ihren am Donnerstag vorgestellten Kinderarbeitsreport 2022. Der im Vorfeld der am Sonntag in Südafrika beginnenden Weltkonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation veröffentlichte Bericht zeige, wie sehr Kinder unter den Folgen der Pandemie litten, sagte Beat Wehrle, Vorstandssprecher von terre des hommes. "Das Wohl der Kinder ist durch die Folgen der Pandemie massiv bedroht." Es gebe einen alarmierenden Anstieg an ausbeuterischer Kinderarbeit in den Projektregionen.

Von terre des hommes erhobene Fallstudien in Indien und Peru zeigten, dass viele Kinder infolge der Pandemie arbeiteten, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Das bestätige den weltweiten Trend, dass zum ersten Mal seit 20 Jahren die Kinderarbeit aufgrund der Pandemie zunehme. Die Organisation forderte die Staatengemeinschaft auf, auf der Weltkonferenz Maßnahmen zu beschließen, die es den Ärmsten ermöglichten, mit den Konsequenzen von COVID-19 zu leben und wirtschaftlich und sozial wieder Fuß zu fassen.

19.19 Uhr: Scholz: Deutschland gibt 50 Millionen Euro für neuen Pandemie-Fonds

Deutschland will sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einer Millionensumme an einem neuen Fonds zur Pandemievorsorge der Weltbank beteiligen. "Ich freue mich, Ihnen heute ankündigen zu können, dass Deutschland, vorbehaltlich der Zustimmung des Parlaments, zunächst 50 Millionen Euro beisteuern wird", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beim internationalen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie am Donnerstag auf Englisch. Deutschland freue sich auf die Einrichtung des Fonds, der in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO zu einer "weltweiten Erfolgsgeschichte" werden solle.

"Wir müssen anerkennen, dass sich die Realität verändert hat. Im Jahr 2021 hatten wir zu wenig Impfstoffe, 2022 haben wir die Impfstoffe, aber wir hinken mit den Impfungen hinterher", sagte Scholz. Wichtig sei es auch, über die aktuelle Krise hinauszublicken, um in Zukunft besser vorbereitet zu sein. Dafür müsse auch die Rolle der WHO gestärkt werden. Neben den USA sind Deutschland und andere Staaten Ko-Vorsitzende bei dem Online-Treffen.

Deutschland hat derzeit die G7-Präsidentschaft inne und ist Ende Juni Gastgeber des Gipfels der Gruppe der sieben wichtigen demokratischen Industriestaaten (G7). Es ist der zweite virtuelle Corona-Gipfel dieser Art. Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr einen ersten Gipfel einberufen.

Deutschland will 50 Millionen Euro in den neuen internationalen Pandemie-Fond geben.
Deutschland will 50 Millionen Euro in den neuen internationalen Pandemie-Fond geben. © dpa/Julian Stratenschulte (Symbolfoto)

18.51 Uhr: Ärzte in Gesundheitsämtern: Impfregister möglichst bald wäre wichtig

Die Ärztinnen und Ärzte der Gesundheitsämter sehen die Etablierung eines zentralen Impfregisters als hilfreich auch für folgende Pandemien an. "Es ist ganz, ganz wichtig, dass es passiert und eben möglichst bald", sagte Johannes Nießen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), am Donnerstag in Magdeburg. "In Dänemark und England funktioniert das auf Knopfdruck, von jetzt auf gerade kann man das abfragen. Für uns ist das jetzt die Zukunft." Aktuell bewältigten die Gesundheitsämter die Kontrolle der Impfpflicht Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Bei einem wissenschaftlichen Kongress in Magdeburg beraten die Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes seit Donnerstag über die Schlussfolgerungen aus der Corona-Pandemie.

Die personelle Aufstockung der Gesundheitsämter habe bislang recht gut funktioniert dank des "Pakts für den öffentlichen Gesundheitsdienst" (ÖGD-Pakt), sagte Nießen. Im vergangenen Jahr seien bundesweit 2043 Stellen hinzugekommen, davon 25 Prozent Ärztinnen und Ärzte. Ab diesem Jahr sollten 3.500 Stellen hinzukommen. Das Geld aus dem ÖGD-Pakt sei auf fünf Jahre beschränkt, das Personal werde man aber länger brauchen, sagte Nießen, Amtsleiter im Gesundheitsamt Köln.

18.03 Uhr: Bundestag beschließt Corona-Zuschläge für ärmere Familien

Der Bundestag hat die von der Bundesregierung versprochenen Zuschläge für ärmere Familien zur Abfederung der Folgen von Corona-Krise und Ukraine-Krieg beschlossen. Mit den Stimmen der Koalition aus SPD, Grünen und FDP stimmte das Parlament am Donnerstag dafür, dass Bezieher und Bezieherinnen von Grundsicherung eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro erhalten. Für Kinder in ärmeren Familien soll zudem von Juli an ein Zuschlag in Höhe von 20 Euro pro Monat gezahlt werden.

Die Ampelkoalition hatte die Einmalzahlungen vor dem Hintergrund der Belastungen insbesondere ärmerer Familien in der Corona-Pandemie Anfang März beschlossen. Wenig später brachte die Koalition wegen der steigenden Energiepreise ein zweites Entlastungspaket auf den Weg. Als Einmalzahlung für Sozialhilfeempfänger waren zunächst nur 100 Euro geplant. Mit dem zweiten Entlastungspaket wurde der Betrag verdoppelt.

17.36 Uhr: Hotels auf Mallorca hoffen auf gute erste Saison ohne Corona-Regeln

Die Tourismusbranche auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel Mallorca blickt dieses Jahr wieder optimistischer in die Zukunft. Nach zwei schlechten Corona-Jahren rechnen manche Hotelmanager auf der Mittelmeerinsel sogar schon damit, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen könnte. "Wir sehen einen sehr positiven Buchungstrend für dieses Jahr. Die Menschen haben Lust, wieder rauszugehen, und wer dieses Jahr verreisen will, sollte nicht zu lange mit dem Buchen warten", sagte Finn Ackermann, Vertriebsdirektor der Hotelkette Iberostar in Mallorca. Über Ostern waren die Hotels schon wieder zu etwa 85 Prozent ausgelastet, wie der Hotelierverband FEHM der spanischen Urlaubsinsel mitteilte.

Auch FEHM-Präsidentin María Frontera rechnet mit einer guten Sommersaison. Die Menschen hätten wieder Lust aufs Reisen, sagte sie dem Radiosender Onda Cero. Aber die Lage sei noch nicht wieder so wie 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie. Nach Angaben von FEHM nähmen die langfristigen Reservierungen dieses Jahr zwar wieder zu, aber es gebe immer noch mehr Last-Minute-Touristen als vor der Pandemie. Beschränkungen wegen Corona gibt es in Spanien so gut wie keine mehr. Nur in Bussen und Bahnen sowie Krankenhäusern und Altenheimen gilt noch eine allgemeine Maskenpflicht.

Entsprechend haben auch die Hotels abgerüstet. "Wir hatten zu Pandemiezeiten mehr als 300 Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden eingeführt, davon haben wir jetzt natürlich einige zurückgefahren, viele bleiben aber auch für den Kunden unbemerkt im Hintergrund bestehen", sagte Ackermann.

Ein Kunde entspannt sich auf der Dachterrasse des Hotels Iberostar Bahia de Palma am Strand von Arenal auf Mallorca. Die Tourismusbranche auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel Mallorca blickt dieses Jahr wieder optimistischer in die Zukunft.
Ein Kunde entspannt sich auf der Dachterrasse des Hotels Iberostar Bahia de Palma am Strand von Arenal auf Mallorca. Die Tourismusbranche auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel Mallorca blickt dieses Jahr wieder optimistischer in die Zukunft. © Clara Margais/dpa

16.55 Uhr: Sixt: Mietwagen bleiben knapp und teuer

Der Autovermieter Sixt erwartet nach dem besten Jahresauftakt seiner Unternehmensgeschichte ein starkes Sommergeschäft mit hohen Mietwagenpreisen. Im ersten Sommer ohne Corona-Reisebeschränkungen werde die Verfügbarkeit von Fahrzeugen "mit Sicherheit eine Herausforderung" werden, sagte Finanzvorstand Kai Andrejewski am Donnerstag in Pullach. "Wir erwarten eine Verstetigung des aktuellen Preisniveaus." Da Neuwagen bis ins Jahr 2023 hinein auch wegen Folgen der Lieferengpässe währen der Corona-Pandemie knapp bleiben dürften, halte Sixt Fahrzeuge jetzt bis zu 12 Monate lang und habe weitere Marken in die Flotte genommen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 581 Millionen Euro - ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Der Gewinn vor Steuern verdoppelte sich sogar auf 93,5 Millionen Euro.

16.36 Uhr: 2.177 Corona-Neuinfektionen und 10 neue Todesfälle in Sachsen

Das Gesundheitsministerium hat von Sachsens Gesundheitsämtern am Donnerstag 2.177 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden gemeldet bekommen, nahezu die Zahl vom Mittwoch (2.140). Vor genau einer Woche wurden mit 2.593 gut 400 neue Infektionen mehr gemeldet. Mit den aktuellen Zahlen wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.492.312 Infektionen in Sachsen registriert. Innerhalb eines Tages kamen zudem 10 Todesfälle hinzu. Damit kamen im Freistaat bisher 15.433 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ums Leben. Die Zahl der Genesenen in Sachsen wird mit aktuell 1.448.900 angegeben.

Die registrierte Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 281,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gesunken (Vortag: 296,8). Am Dienstag hatte sie noch über der 300er-Marke gelegen (318). Bundesweit lag der Wert am Donnerstag bei 502,4 (Vortag 507,1). Den höchsten Inzidenzwert in Sachsen hat jetzt der Landkreis Meißen mit 406,9, den niedrigsten der Landkreis Görlitz mit 157,6. Experten gehen allerdings seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

16.03 Uhr: Millionen-Betrug mit Corona-Krediten - Razzia gegen fünf Verdächtige

Mit einer Razzia ist die Berliner Polizei gegen eine mutmaßliche Betrügerbande im Zusammenhang mit Corona-Hilfen in Millionenhöhe vorgegangen. 30 Fahnder durchsuchten am Donnerstagmorgen 10 Wohnungen und Büros in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg sowie in Brandenburg, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Polizei beschlagnahmte Beweise wie Geschäftsunterlagen und Speichermedien und außerdem rund 7,5 Millionen Euro.

Die fünf verdächtigen Männer im Alter von 37 bis 75 Jahren sollen zwischen Februar und September 2021 in ganz Deutschland Schnellkredite zur Überbrückung von Finanzproblemen durch die Corona-Pandemie beantragt haben (Corona-Sonderprogramme der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau). Das geschah demnach von Berlin aus mit mindestens acht Firmen.

9,5 Millionen Euro sollen die Männer erhalten und zum Teil in betrügerische sogenannte Umsatzsteuer-Karussellgeschäfte investiert haben. Diese Steuerstraftaten sind Teil eines Ermittlungskomplexes der Europäischen Staatsanwaltschaft, mit der die Berliner Fahnder zusammenarbeiteten.

15.27 Uhr: Nordkorea meldet ersten Corona-Ausbruch - Städte abgeriegelt

Nordkorea hat erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren offiziell Infektionsfälle mit dem Erreger bestätigt und einen landesweiten Lockdown verhängt. Betroffen von dem Ausbruch mit der Omikron-Subvariante BA.2 ist Staatsmedien zufolge die Hauptstadt Pjöngjang. Das Politbüro der herrschenden Arbeiterpartei habe den Ausbruch bei einer Sitzung unter Machthaber Kim Jong Un als "ernsthaftesten Notfall des Staats" eingestuft. Wie viele Fälle es gibt, war zunächst unklar, es war lediglich von betroffenen Personen einer Organisation die Rede. Südkorea zeigte sich grundsätzlich bereit, mit dem abgeschotteten Nachbarland bei der medizinischen Versorgung zusammenzuarbeiten.

Experten warnen schon länger, dass das verarmte, aber hochgerüstete Nordkorea wegen seines unzureichenden Gesundheitssystems nur schwer mit einem Corona-Ausbruch fertig werden könne. Nordkorea war bis zum Donnerstag eines der wenigen Länder der Erde, die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine einzige Corona-Infektion gemeldet hatten. Die Angaben des Landes, wonach es bis jetzt coronafrei gewesen sei, wurden im Ausland stets angezweifelt. Über flächendeckende Impfungen wurde bisher nichts bekannt. Lieferangebote über die Covax-Initiative, die global einen gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen ermöglichen will, wurden bislang ausgeschlagen. Experten vermuten, dass Pjöngjang internationale Kontrollen vermeiden will.

Das Politbüro entschied den Berichten zufolge jetzt, zu einem "maximalen epidemischen Notfall-Präventionssystem" überzugehen. Machthaber Kim Jong Un habe angeordnet, alle Städte und Landkreise streng abzuriegeln, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Sämtliche Arbeits- und Produktionseinheiten müssten voneinander getrennt werden.

Blick auf die nordkoreanische Stadt Kaepoong vom Vereinigungsobservatorium in Paju, Südkorea. Nordkorea verhängt eine landesweite Abriegelung, um seinen ersten anerkannten Coronavirus-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen
Blick auf die nordkoreanische Stadt Kaepoong vom Vereinigungsobservatorium in Paju, Südkorea. Nordkorea verhängt eine landesweite Abriegelung, um seinen ersten anerkannten Coronavirus-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen © Lee Jin-Man/AP/dpa

14.48 Uhr: Lauterbach verspricht Pflegebonus für Juli

Der vom Bundeskabinett bereits beschlossene Bonus für Pflegekräfte soll im Sommer ausgezahlt werden. Bei einer Veranstaltung zum Tag der Pflege sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Donnerstag in Berlin, derzeit würden noch letzte Details besprochen. Dies solle in der nächsten Woche abgeschlossen werden. Der Bonus solle dann zum 1. Juli zur Verfügung stehen, sagte Lauterbach.
Insgesamt steht eine Milliarde Euro zur Verfügung. "Ich weiß, dass das nur eine kleine Anerkennung ist", sagte Lauterbach, der in seiner Rede vor Pflegeexperten die Anstrengungen der Beschäftigten in der Corona-Pandemie würdigte. Unter erschwerten Bedingungen und teils erheblichem persönlichem Risiko hätten sie mit dafür gesorgt, dass Deutschland gut durch die Pandemie gekommen sei.

Das Geld für den Pflegebonus soll je zur Hälfte für die Fachkräfte in der Alten- und Krankenhauspflege ausgegeben werden. Besonders profitieren sollen Intensivpflegekräfte. Sie bekommen bis zu 2.500 Euro als einmaligen Bonus. Altenpflegerinnen und -pfleger in Vollzeitbeschäftigung können bis zu 550 Euro bekommen, andere Beschäftigte bis zu 370 Euro, sofern sie ein Viertel ihrer Arbeitszeit mit den Pflegebedürftigen verbringen. Auch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und Leiharbeitnehmer erhalten laut Kabinettsbeschluss einen Bonus.

14.14 Uhr: Verkehrsminister für Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen, Bussen, Bahnen

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln ausgesprochen. Es bestehe in Deutschland dringender Anpassungsbedarf, sagte der FDP-Politiker am Donnerstag. Er bezog sich darauf, dass EU-Behörden ihre Empfehlungen zu einer generellen Maskenpflicht in Flugzeugen gelockert haben. "Wir sollten hier europaweit einheitlich vorgehen und die Maskenpflicht aufheben, insbesondere im Flugverkehr", sagte Wissing. "Denselben Anpassungsbedarf sehe ich auch für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen."

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA hatten mitgeteilt, ihre Empfehlungen zum Corona-Schutz im Luftverkehr zu lockern. Unter anderem fällt ab diesem Montag eine generelle Empfehlung zum verpflichtenden Tragen medizinischer Masken in Flughäfen und Flugzeugen weg. Wenn am Abflugort oder am Ziel eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut Empfehlung aber weiterhin auch an Bord der Maschinen gelten. Die deutsche Luftfahrtbranche forderte daraufhin eine Abschaffung der Pflicht in Deutschland.

Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen - und auch in Fernzügen - ist im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die die Länder anordnen. Mit Blick auf die Empfehlungen der EU-Behörden hatte das Bundesgesundheitsministerium erläutert, dass die nationalen Behörden über die Maskenpflicht entscheiden. Sie gelte daher weiter auf allen innerdeutschen Strecken sowie Flügen, die in Deutschland starten oder landen. Ausgenommen sind Kindern unter sechs Jahren.

13.56 Uhr: US-Präsident Biden beklagt eine Million Corona-Tote in den USA

US-Präsident Joe Biden hat eine Million Corona-Tote in den USA seit Beginn der Pandemie beklagt. "Eine Million leere Stühle am Abendbrottisch. Jeder einzelne ein unersetzlicher Verlust", erklärte Biden. Für diesen Donnerstag haben die USA und weitere Länder wie Deutschland einen internationalen Corona-Videogipfel einberufen, um dem Kampf gegen die Pandemie zu neuem Schub zu verhelfen. Gleichzeitig drängte Biden den US-Kongress, die von ihm beantragte Corona-Notfinanzierung in Höhe von 22,5 Milliarden Dollar (21,4 Milliarden Euro) zu bewilligen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete mit Stand Dienstag knapp 996.000 Tote. Zuletzt starben pro Tag in den USA täglich um die 300 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Auch bei der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore wurde die Millionen-Marke am Donnerstag noch nicht überschritten - ihre Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt meist einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen. Die JHU zählte mit Stand Donnerstag knapp 999.000 Corona-Tote. Der US-Sender NBC hatte auf Grundlage eigener Zählungen bereits in der vergangenen Woche mehr als eine Million Corona-Tote vermeldet. Kein Land hat mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben.

13.03 Uhr: Londoner Polizei verhängt mehr als 100 "Partygate"-Geldstrafen

Wegen der "Partygate"-Affäre um Lockdown-Feiern im britischen Regierungssitz hat die Londoner Polizei mittlerweile mehr als 100 Strafbescheide gegen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlassen. Das teilte die Metropolitan Police am Donnerstag mit. Damit stieg die Zahl der Strafzahlungen um rund 50 im Vergleich zur vorigen Mitteilung vor genau einem Monat. Wie die Nachrichtenagentur PA ohne Angabe von Quellen meldete, muss Premierminister Boris Johnson vorerst keine weitere Strafe zahlen.

Johnson war bisher wegen seiner Teilnahme an einer Überraschungsfeier zu seinem 56. Geburtstag am 19. Juni 2020 belangt worden - ebenso wie seine Ehefrau Carrie Johnson und Finanzminister Rishi Sunak. Die Opposition und einige Mitglieder von Johnsons Konservativer Partei fordern wegen der Affäre den Rücktritt des Premiers, der aber an seinem Amt festhält.

Die Polizei teilte mit, die Ermittlungen dauerten an. Insgesamt geht es um ein Dutzend Lockdown-Partys in der Downing Street in den Jahren 2020 und 2021, an einigen hatte der Premier teilgenommen. Damals galten wegen der Corona-Pandemie strenge Kontaktbeschränkungen, die Johnsons Regierung selbst erlassen hatte.

Der britische Premierminister Boris Johnson steht wegen "Partygate" unter Druck.
Der britische Premierminister Boris Johnson steht wegen "Partygate" unter Druck. © Ben Stansall/POOL AFP/AP/dpa

12.26 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft klagt Autor Bhakdi an

Die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holsteins hat den umstrittenen Mikrobiologen und Autor Sucharit Bhakdi wegen Volksverhetzung angeklagt. Sie wirft dem Beschuldigten in einer Mitteilung vor, in einem Interview im April 2021 im Zusammenhang mit kritischen Äußerungen über die Impfpolitik Israels mit generalisierenden Aussagen auch gegenüber in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden zum Hass aufgestachelt und diese als religiöse Gruppe böswillig verächtlich gemacht zu haben.

Außerdem wirft die Anklagebehörde Bhakdi vor, bei einer Wahlkampfveranstaltung am 24. September 2021 in Kiel eine Rede gehalten zu haben, in der er von der Zulassung von Covid-19-Impfstoffen in Zusammenhang mit einem "Endziel" sprach. Er habe von einem zweiten Holocaust gesprochen, wodurch das Schicksal von Jüdinnen und Juden unter der NS-Herrschaft verharmlost worden sein soll.

Die Staatsanwaltschaft Kiel hatte das Ermittlungsverfahren gegen Bhakdi zunächst eingestellt. Später nahm es die Generalstaatsanwaltschaft wieder auf. Das Verfahren soll am Amtsgericht Plön verhandelt werden.

Bhakdi war Professor für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene in Mainz. Mehrere seiner Thesen zur Covid-Pandemie wurden von Experten - etwa seines ehemaligen Instituts an der Universität Mainz - als irreführend oder falsch eingeordnet. Sein Buch "Corona Fehlalarm?" war eines der meistverkauften Sachbücher des Jahres 2020.

11.52 Uhr: Vereinfachte Corona-Staatshilferegeln für Unternehmen laufen aus

Der Staat kann von der Corona-Krise gebeutelten Unternehmen künftig nicht mehr so einfach mit Steuergeld unter die Arme greifen. Wie die EU-Kommission am Donnerstag ankündigte, werden entsprechende Regeln nicht weiter verlängert, da sich die wirtschaftliche und gesundheitliche Lage verbessert hat. Die meisten Sonderregeln entfallen den Angaben zufolge ab dem 30 Juni. Bestimmte Maßnahmen, die Investitionen fördern oder die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen sicherstellen, können aber bis zum 31. Dezember beziehungsweise bis Jahresende 2023 gewährt werden.

Wenn der Staat ein Unternehmen etwa mit Geld oder Steuervorteilen unterstützen will, gelten in der EU eigentlich sehr strenge Regeln. Das soll verhindern, dass der Wettbewerb verzerrt wird und beispielsweise ein EU-Land durch seine Hilfe an ein Unternehmen dafür sorgt, dass ein Konkurrent aus einem anderen Land aus dem Markt gedrängt wird. Angesichts der Corona-Pandemie waren diese Regeln gelockert worden.

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Die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager sagte, bis heute seien im Zusammenhang mit der Pandemie fast 950 nationale Maßnahmen im Gesamtumfang von schätzungsweise mehr als drei Billionen Euro genehmigt worden. "Nach über zwei Jahren ist endlich eine allgemeine Verbesserung der Gesundheitslage in Europa zu beobachten", so die Dänin. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage angesichts der Lockerung der Corona-Beschränkungen sei der Hauptgrund dafür, die gelockerten Regeln auslaufen zu lassen.

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